Das Angebot der FFG im Bereich Humanressourcen
Gleichzeitig sind auch die Anforderungen an die einzelnen ForscherInnen und im F&E-Umfeld tätigen ManagerInnen für eine erfolgreiche Karriereplanung gestiegen. Neben dem Erwerb und Ausbau von fachlicher Forschungsexpertise geht es um Fragestellungen wie z.B. Karriere-Strategien, Nutzung von Netzwerken und Info-Plattformen, Kontaktaufbau zu Personal- und F&E-ManagerInnen sowie Selbstmarketing.
Die FFG hat in den vergangenen Jahren ihr Angebot zur Förderung von Humanpotenzial gemeinsam mit ihren Auftraggebern deutlich ausgebaut. Diese Fördermaßnahmen setzen in allen Stadien der Karriere von ForscherInnen an und beginnen bereits beim Nachwuchs: So können junge Menschen im Rahmen von geförderten Praktika Forschungsluft bei Österreichs innovativen Unternehmen schnuppern - die Bandbreite der Anbieter reicht von KMU bis zu Großkonzernen. Labor-Erfahrung können PraktikantInnen auch im Rahmen des Genomforschungsprogrammes GEN-AU schnuppern.
Junge Forscherinnen und Forscher können auf eine Bandbreite an nationalen und internationalen Förderungen zurückgreifen und etwa im Rahmen der Programmlinie Young Experts mit Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) zusammenarbeiten. Über acht von der FFG geförderten AplusB-Zentren können sich junge WissenschaftlerInnen bei einer Unternehmensgründung professionell begleiten lassen.
Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm bietet das Programm „Menschen“ zahlreiche Möglichkeiten sowohl für einzelne ForscherInnen als auch für Forschungsorganisationen und Unternehmen. SpitzenforscherInnen werden zudem vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit hochdotierten Förderungen unterstützt.
Mit der frei nutzbaren, tagesaktuellen österreichischen Jobbörse für Forschung, Entwicklung und Innovation bietet die FFG eine in Österreich einzigartige Dienstleistung an. Über die Jobbörse hinaus werden BewerberInnen aus dem Ausland durch spezielle Dienstleistungen bei Hearings oder Übersiedlungen unterstützt.
Das Thema Chancengleichheit nimmt im Förderangebot der FFG eine zentrale Stellung ein. Nach wie vor sind Frauen in Forschung und Technologie unterrepräsentiert, insbesondere in Leitungsfunktionen. Mit den Programmen Talente und w-fFORTE unterstützt die FFG auch verschiedene Maßnahmen und Projekte zur Förderung von Frauen in Forschung und Technologie und zur Schaffung von Chancengleichheit.
Talente ist eine Fortführung des Programms FEMtech und besteht in überarbeiteter und erweiterter Form seit Anfang 2011.
Der Förderschwerpunkt "Talente" gliedert sich in drei Bereiche:
- Talente entdecken: Nachwuchs
- Talente nützen: Chancengleichheit
- Talente finden: Forscherinnen und Forscher
w-fFORTE– Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie – wickelt das Impulsprogramm „Laura Bassi Centres of Expertise“ mit ihren acht wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen ab. w-fFORTE legt auch einen Fokus darauf, zu verstehen, welche unterschiedlichen Kulturen in Forschungseinrichtungen bestehen und unter welchen vielfältigen Herausforderungen daher Forschende dort arbeiten. Das Programm vergibt Studien rund um die Themen Forschungskultur und Karriere in Forschung und Technologie, stellt die Ergebnisse gezielt der Forschungsgemeinschaft zur Verfügung und veranstaltet Workshops zu Karrierestrategien für Frauen.
Bereits seit 2010 werden Gender-Aspekte auch bei Projekteinreichungen im Bereich Basisprogramme berücksichtigt. Sie betreffen den Projektinhalt und die Projekt-Folgewirkungen, die Zusammensetzung der Forschungsteams sowie die Arbeitsbedingungen bei den Antragsstellern. Seit 2011 berücksichtigen weitere FFG-Bereiche genderrelevante Kriterien im Rahmen der Projektevaluierungen.
Mit dem neuen Programm Forschungskompetenzen für die Wirtschaft werden Unternehmen (primär KMU) im systematischen Aufbau und in der Höherqualifizierung ihres vorhandenen Forschungs- und Innovationspersonals unterstützt. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Förderung der Verankerung unternehmensrelevanter Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sowie Impulse für eine höhere sektorale Mobilität.