Evaluierung der Förderung
Bei diesen Analysen geht es darum, im Sinne eines Erfolgsnachweises Aussagen über die Auswirkungen der eingesetzten Förderungsmittel zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studien der vergangenen Jahre finden Sie rechts auf dieser Seite im Download.
Zusammenfassung 2011: Die KMU FORSCHUNG AUSTRIA hat im Jahr 2011 ein ex-post-Wirkungsmonitoring über abgeschlossene Projekte aus dem Jahr 2007 durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 406 Fragebögen versendet, davon wurden 296 auswertbare Bögen zurückgesandt, was einer Rücklaufquote von 72 % entspricht.
Zum zweiten Mal wurde das Wirkungsmonitoring auf FFG geförderte FTI-Projekte aus dem Bereich Basisprogramme und Thematische Programme ausgedehnt, in denen eine Förderung an Unternehmen gegangen ist und die im Jahr 2007 abgeschlossen wurden. Die abgefragten Programme waren: Artis, ASAP, Basisprogramm, IV2S, Nachhaltig Wirtschaften und NANO. Der Anteil der Projekte aus den Basisprogrammen betrug 89 %.
Der Forschungsmultiplikator – d. s. die Zusatzumsätze und Lizenzerlöse drei Jahre nach Abschluss des Projektes in Bezug zum Barwert der eingesetzten Förderungsmittel – beträgt dieses Jahr für marktnahe Projekte aus dem Basisprogramm 13,2. Das heißt: Ein Förderungseuro (Barwert) hat € 13,2 zusätzliche Umsätze bzw. zusätzliche Lizenzerlöse bewirkt. Er lag damit knapp über dem Wert der Vorjahreserhebung, aber deutlich unter dem langjährigen Schnitt. Die Gründe dafür werden in der verstärkten Förderung von Dienstleistungen und Verfahrensentwicklungen liegen, die keine so hohen Multiplikatoren liefern können wie neue Produkte.
Der Arbeitsmarkteffekt bei den 2007 abgeschlossenen Projekten betrug 1.723 - davon 836 neu geschaffene – Arbeitsplätze, was deutlich über dem Vorjahr mit 407 Arbeitsplätzen liegt.
Ein wichtiger Indikator für die Wirksamkeit der FFG Förderungen ist außerdem die so genannte Additionalität, also die Frage, ob oder in welchem Ausmaß das jeweilige Projekt auch ohne die Unterstützung der FFG durchgeführt worden wäre. Hier zeigt sich, dass die überwiegende Zahl der Projekte ohne Förderung entweder gar nicht (20 %), oder nur in deutlich geringerem Ausmaß (59 %) realisiert worden wären.
Internationale Evaluierung 2003
Der Bereich Basisprogramme der FFG sieht sich in den Evaluierungsergebnissen eines internationalen Konsortiums (Technopolis UK, WIFO, Joanneum Research, ETH Zürich und Holländische Universiteit Twente) in der Qualität seiner Arbeit und in seiner zentralen Rolle in Österreichs Innovationssystem bestätigt. Der Bereich Basisprogramme der FFG habe "ein riesiges Potenzial", um zu einer verbesserten Forschungs- und Innovationsförderung beizutragen, resümieren die Experten des Konsortiums ihren Bericht.
Die Evaluierungsergebnisse des Konsortiums, die Ende März 2004 vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) öffentlich gemacht wurden, bescheinigen dem Fonds, seine ihm durch das Gesetz zugeteilten Aufgaben und auch die Abwicklung der ihm von Ministerien übertragenen Programme "exzellent" erfüllt zu haben.
Der Bereich "Basisprogramme" der FFG hat im Rahmen seiner Evaluierung seine Datenbank von 1995 bis 2003 in anonymisierter Form für die Erstellung einer Teilstudie zur Verfügung gestellt. Darin sind 4.028 Antragsteller und 9.967 Anträge enthalten, wovon 7.384 (74 Prozent) gefördert wurden. Damit waren ökonometrische Untersuchungen auf einer breiten Datenbasis möglich, die wegen durchgehend notwendiger Zeitreihen bei den Forschungsausgaben sich doch wieder auf eine Teilmenge beschränken musste. Das Ergebnis ist aber eindeutig positiv (Evaluation Divison "General Programmes" (former FFF), Impact Analysis, Background Report, A. Schibany et al., Vienna, March 2004). Es hat sich hierbei ein Leverage-Effekt für zusätzliche Forschungsausgaben der Wirtschaft von 40 Prozent ergeben. Das ist deutlich höher als bisherige OECD-Schätzungen, die ihn bei etwa 7 bis 10 Prozent angegeben haben. Der Effekt ist naturgemäß bei Start ups und kleinen Firmen höher, sie starten auch von einer geringeren Basis (interessant ist das Faktum, dass auch bei großen Firmen höhere Effekte ausgewiesen werden).