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Wiener Weltraumunternehmen an französischer Erdbeobachtungssatellitenmission beteiligt

Am 17. Dezember 2011 wird der erste der beiden französischen Erdbeobachtungssatelliten PLEIADES mit einer Sojus Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou aus ins All abheben.

Das optische Erdbeobachtungssystem PLEIADES ist die Nachfolge der über viele Jahre erfolgreich eingesetzten französischen SPOT-Satelliten. Im Rahmen eines bilateralen Abkommens konnte sich Österreich an dem multinationalen, unter französischer Führung stehenden Satellitenprogramm PLEIADES beteiligen. Das Abkommen wurde zwischen der FFG und der französischen Weltraumbehörde CNES geschlossen. Wesentliche Teile der zentralen Computer an Bord der beiden Satelliten wurden vom Wiener Weltraumtechnikunternehmen RUAG Space entwickelt und gebaut. Mit dem Start des zweiten Satelliten wird das System Mitte 2012 komplettiert.

Unter der Führung Frankreichs sind neben Österreich auch Schweden, Belgien, Italien und Spanien an diesem gemeinsamen Satellitenprogramm beteiligt. Das nationale Weltraumprogramm ASAP, das aus Mitteln des bmvit dotiert ist und von der Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG abgewickelt wird, ermöglichte es Österreich zum ersten Mal, an einem derartigen multinationalen Satellitenprogramm mitzuarbeiten. So konnte Ruag Space Austria die Schnittstellenelektronik für den zentralen Bordcomputer der beiden Satelliten entwickeln und bauen.

Aktivitäten der Wiener Firma EOX IT für das Bodensegment der PLEIADES Satelliten wurden ebenfalls über das nationale Weltraumprogramm ASAP finanziert. EOX entwickelte eine innovative Technologie für einen leistungsfähigen Archivierungs- und online Bereitstellungsmechanismus von digitalen Satellitenbildkarten in großräumiger geographischer Abdeckung (ganz Europa). Die Karten sind aus Daten abgeleitet, die von den Erdbeobachtungssatelliten geliefert werden.

Foto-Credit: CNES – Pierre Carril