FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft

Österreich auf dem Weg zur kreislauforientierten Gesellschaft

Klimakrise, Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Ökosystemen und der damit einhergehende Biodiversitätsverlust sowie die zunehmende Verknappung endlicher Ressourcen erfordern eine Abkehr vom derzeit dominierenden linearen hin zu einem zirkulären Wirtschaftssystem. In einer kreislauforientierten Wirtschaft werden Rohstoffe sowie die daraus produzierten Güter möglichst ressourcenschonend hergestellt, die Lebensdauer der Erzeugnisse prolongiert sowie deren Nutzung intensiviert, um so Ressourcenverbrauch, Abfallaufkommen und Schadstoffausstoß auf ein Minimum zu reduzieren. Erst wenn Produkte nicht mehr anderweitig Verwendung finden, werden diese dem Abfallstrom zugeführt und daraus in weiterer Folge Sekundärrohstoffe rückgewonnen und recycelt.

Details

Programmeigentümer/ Geldgeber BMK - Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Thema
Umwelt und Energie
Förderinstrument
Geltungsbereich
national
Partner

Erforderlich

Bei Kooperativen F&E Projekten, Leitprojekten und Projekten in der Programmlinie Collective Research ist es erforderlich, dass mehrere Projektpartner am Projekt beteiligt sind. Details zu den Anforderungen an ein Konsortium finden sich in den jeweiligen Instrumentenleitfäden der Förderinstrumente. Bei F&E Dienstleistungen, Kleinprojekten und Unternehmensprojekten-Experimentelle Entwicklung ist keine Kooperation erforderlich.

FFG-Bereich
Allgemein
Was wird gefördert Gefördert werden: Kooperative Projekte und Leitprojekte der industriellen Forschung oder experimentellen Entwicklung, F&E Dienstleistungen, Kleinprojekte, Unternehmensprojekte der experimentellen Entwicklung und Collective Research Projekte.
Förderbare Kosten Förderbar sind alle dem Projekt zurechenbaren Kosten, die direkt, tatsächlich und zusätzlich (zum herkömmlichen Betriebsaufwand) während des Förderungszeitraums laut Förderungsvertrag entstanden sind (z.B. Personalkosten, Forschungsinfrastruktur, Sach- und Materialkosten, Reisekosten und Drittkosten). Details sind im Kostenleitfaden beschrieben.
Verfügbarkeit von 09.03.2021 - laufend

Die FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft unterstützt innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und stärkt damit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie. Sie trägt wesentlich zur Umsetzung nationaler und europäischer Strategien im Bereich Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie sowie der Sustainable Development Goals der United Nations (UN) bei. Damit wird ein substanzieller Beitrag zum Ausbau der Technologieführerschaft sowie zur Lösung von drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimakrise und Ressourcenknappheit geleistet.

Aufbauend auf diesen Zielsetzungen wurden entsprechend der Programmausrichtung folgende operative Programmziele definiert:

Ziel 1: Intensivierung der Produktnutzung

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben leisten durch Reuse, Repair, Refurbishment, Remanufacture, Repurpose, o. ä. einen Beitrag zu einer  signifikanten Lebensverlängerung und funktionalen Aufwertung von Produkten oder werden durch innovative Geschäftsmodelle von unterschiedlichen Nutzerinnen und Nutzern deutlich häufiger verwendet.

Ziel 2: Optimierter Ressourceneinsatz

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich intelligentes Produktdesign und Verfahrenstechnik tragen dazu bei, dass herkömmliche Primärrohstoffe eingespart und/oder diese durch Sekundärrohstoffe oder biogene Rohstoffe substituiert und Abfälle minimiert werden. Damit soll der Energie- und Rohstoffeinsatz im Herstellungsprozess unter Beibehaltung sämtlicher relevanter Eigenschaften signifikant reduziert werden.

Ziel 3: Schließen von Stoffkreisläufen

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben tragen dazu bei, Abfallströme besser zu erfassen, aufzubereiten und stofflich sowie energetisch zu verwerten. Dies inkludiert Sammlung, Sortierung, Vermeidung der dissipativen Verschleppung von Schadstoffen und hochwertiges Recycling von bisher kaum oder gar nicht genützten Abfällen. Auch der Ausbau der Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen steht hier im Fokus.

Bei förderwürdigen Projekten muss sichergestellt sein, dass das Vorhaben zur Ressourcenschonung und einer ganzheitlichen Verbesserung der Umwelt beiträgt. Dabei muss der gesamte Wertschöpfungskreislauf mitgedacht werden, um etwaige negative Auswirkungen der Entwicklung an anderer Stelle (Rebound-Effekte und „trade-offs“) auszuschließen.

Im Jahr 2021 beträgt das Budget der FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft rund 10 Millionen Euro.

Mit Einreichschluss 21.06.2021 werden in einer ersten Ausschreibung die Förderinstrumente „Kooperative F&E Projekte“, „Leitprojekt“ und „F&E Dienstleistungen“ angeboten. Hierfür stehen insgesamt 8 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Rahmen von laufend geöffneten Ausschreibungen können Unternehmensprojekte und Collective Research Projekte eingereicht werden, hier stellt die FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft ein Budget von 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Beschreibung der Zielgruppe:
Die FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft richtet sich an sämtliche Unternehmen sowie Akteure aus der universitären und außeruniversitären Forschung, Fachhochschulen, Höhere Technische Lehranstalten mit Sitz in Österreich. Die Teilnahme ausländischer Partner ist (abhängig vom Förderinstrument) möglich. Die Beteiligung von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Material-/Produkthersteller, Logistiker, Endverbraucher, Sammel-/Sortier-/Recyclingbetriebe, usw.) ist gefordert. Weitere Informationen und allfällige Einschränkungen finden Sie in den jeweiligen Instrumentenleitfäden.

Kontakt

Dipl.-Ing. Maria Bürgermeister-Mähr
Dipl.-Ing. Maria Bürgermeister-Mähr
Programmleitung und Einreichberatung
T +43 5 7755 5040
maria.buergermeister-maehr@ffg.at
Mag. Katrin Großberger
Mag. Katrin Großberger
Expertin Basisprogramme
T +43 5 7755 1204
katrin.grossberger@ffg.at
Dipl.-Ing. Peter Schörghofer
Dipl.-Ing. Peter Schörghofer
Experte Basisprogramme
T +43 5 7755 1310
peter.schoerghofer@ffg.at
Dr. Franz Theuretzbacher
Dr. Franz Theuretzbacher
Programm-Manager und Einreichberatung
T +43 5 7755 5050
franz.theuretzbacher@ffg.at