Erstmals in der Geschichte ist eine von Menschenhand gebaute Sonde am 12. November 2014 auf einem Kometen gelandet. Noch nie zuvor wurde ein Komet, seine Zusammensetzung und Veränderung so aufwändig und genau untersucht, wie im Rahmen der Rosetta-Mission.

Nach einer zehnjährigen Anreise hat der Satellit Rosetta den Kometen 67P/Tschuriumov-Gerasimenko rund eineinhalb Jahre lang umkreist. Am 12. November 2014 ist die Lande-Einheit Philae auf der Kometenoberfläche aufgesetzt und hat den Kometen direkt untersuchen.

Nach exakt 12 Jahren, 6 Monaten und 28 Tagen geht die Rosetta-Mission am 30. September 2016 zu Ende. Die Weltraumsonde, die auch österreichisches High-tech-Equipment an Bord hat, wird auf „Tschury“ – dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko – kontrolliert zum Absturz gebracht.

„Die Rosetta-Mission hat Geschichte geschrieben. Technologie und Know-how aus Österreich, wie die Thermalisolation des Satelliten, haben zu diesem Erfolg beigetragen. Mit einem mehrlagigen speziellen Schlafsack konnte das Einfrieren von Rosetta – und der hochempfindlichen Messgeräte an Bord – auf der mehrjährigen Reise verhindert werden“, gratulierte Weltraumminister Jörg Leichtfried allen beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Österreich.

Kometen sind „kosmische Tiefkühltruhen“, in denen die Materie seit den Anfängen des Sonnensystems vor mehr als 4,6 Milliarden Jahren in nahezu unverändertem Zustand konserviert ist. Auch zur Entstehung des Lebens auf der Erde könnten Kometen beigetragen haben, in dem sie möglicherweise organische Materie auf unseren Planeten transportiert haben. Von den Ergebnissen erwarten sich Wissenschaftler noch lange nach der Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

 

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Quellen und Fotos: Europäische Weltraumagentur ESA