Das internationale Angebot für die Energie- und Umweltforschung

Die FFG bietet umfassende Informations- und Beratungsleistungen für österreichische InteressentInnen und TeilnehmerInnen an europäischen Forschungsprogrammen, insbesondere am neuen EU-Rahmenprogramm „Horizon 2020“ (2014 – 2020) der Europäischen Kommission und an multilateralen Programmen.

Horizon 2020 soll sowohl zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen als auch zur Entwicklung neuer technischer Lösungen beitragen und somit das langfristige wirtschaftliche Wachstum Europas sichern helfen. In Horizon 2020 sind für Energie und Umwelt vor allem die drei gesellschaftlichen HerausforderungenSichere, saubere und effiziente Energie“, „Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr“, sowie „Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe“ relevant.  Zusätzlich sind mehrere Horizon 2020 Programme thematisch offen, wie z.B. das European Research Council (ERC), Marie Skłodowska Curie Aktionen und das neue KMU Instrument.

Mit Horizon 2020 zum Teil eng verwoben sind etliche multilaterale und transnationale Programme im Energie- und Umweltbereich:

  • Forschungskooperation Internationale Energieagentur: Im Fokus des Programms steht die österreichische Teilnahme an den Energietechnologieinitiativen der IEA (Implementing Agreements, Tasks, Annexen) zu gewährleisten sowie die Verbreitung der erarbeiteten Ergebnisse und Netzwerkaktivitäten zu ermöglichen.
  • Im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms COPERNICUS werden in den kommenden Jahren Dienstleistungen entwickelt und in operationelle Services überführt, die Europa und seinen Mitgliedstaaten ein nachhaltiges und unabhängiges Monitoring von Umwelt- und Klimaveränderungen ermöglichen soll. Ebenfalls thematisiert werden Anwendungen im Notfallmanagement und zur Verbesserung der Sicherheit in Europa.
  • Gemeinsame Technologieinitiative „Brennstoffzellen und Wasserstoff“ (JTI FCH): Unterstützung der Forschung, Entwicklung und Demonstration von Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien im Bereich von stationären und mobilen Anwendungen mit dem Ziel eine raschere Markteinführung zu ermöglichen (Fortführung geplant).
  • Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Smart Cities and Communities“ sowie der Public-Privat-Partnership Initiative „Energy Efficient Buildings“ (EeB) werden transsektorale Demonstrationsprojekte eine bedeutende Rolle spielen. Weitere relevante EIPs: Water Efficient Europe, Raw Materials
  • Joint Programming Initiativen (JPI): Eine Beteiligung österreichischer ForscherInnen ist derzeit in der JPI Urban Europe möglich. Die JPI verfolgt das Ziel attraktive, nachhaltige und wirtschaftlich funktionsfähige urbane Gebiete zu schaffen. Aktuell ist eine Einreichung im ERA-NET Cofund Smart Cities and Communities möglich, das auf Initiative der JPI Urban Europe und der Smart Cities Member States Initiative eingerichtet wurde. Weitere relevante JPIs v.a. für den Umweltbereich sind: JPI Climate, Water Challenges und FACCE.
  • ERA-NET Initiativen:
    - Im Rahmen des SOLAR-ERA.NET „Solar Electricity for the Implementation of the Solar Europe Industry Initiative” können österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen transnationale und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte einreichen
    - Die Ausrichtung des Smart Grids ERANET zielt auf die stärkere Einbindung der österreichischen Forschungs- und Demonstrationsinitiativen („Pionierregionen“) auf EU Ebene ab.
  • EUREKA und Eurostars: Eurostars ist ein thematisch offenes, gemeinsames Förderprogramm von EUREKA und der EU, maßgeschneidert für F&E treibende Klein- und Mittelbetriebe, insbesondere auch aus dem Energie- und Umweltbereich