Das nationale Angebot für die Lebenswissenschaften

Die FFG ist ein wichtiger Partner für die Lebenswissenschaften in Österreich. Zwischen 10 und 15 Prozent der Fördergelder der FFG werden durchschnittlich jedes Jahr an Projekte im Bereich der Lebenswissenschaften vergeben.

In den Jahren 2012 bis 2014 hat die FFG insgesamt rund 197 Millionen Euro für Projekte in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf Einzelprojekte, die aus den Basisprogrammen der FFG gefördert werden. Seit 2012 zählt auch die Förderung von Klinischen Studien für KMU (KLIPHA) zum Förderportfolio, und seit 2013  auch Förderungen im Bereich Seltener Erkrankungen. Ebenso fördert das thematische Programm „Benefit“ Projekte zum Thema demografischer Wandel (Ambient Assisted Living).

Auch in anderen themenoffenen Programmen gibt es zahlreiche Förderungsmöglichkeiten von Life Sciences Projekten. So fördert BRIDGE beispielsweise Kooperationsprojekte mit überwiegender Grundlagenforschungsnähe und einem erkennbaren realistischem Verwertungspotenzial. Die (HighTech)Start-up-Förderung bietet innovativen JungunternehmerInnen eine nachhaltige Stütze zur Umsetzung von technisch riskanten und wirtschaftlich interessanten Projekten. Die Frontrunner-Förderung bietet die Möglichkeiten, Technologie- Innovations- oder Kompetenzführer in Österreich neu aufzubauen oder nachhaltig zu unterstützen.

Ebenso können Förderungen im Kompetenzzentren-Programm COMET, der Programmgruppe Kooperation und Innovation (KOIN) sowie den Humanpotenzial-Programmen intensiv genutzt werden. Im Jahr 2013 wurde zum Beispiel innerhalb der Programmgruppe KOIN ein besonderer Schwerpunkt auf „Life Sciences & Medizintechnologie“ im Rahmen der Ausschreibung Research Studios Austria gesetzt.

Die FFG beteiligt sich auch als Fördergeber an Europäischen Initiativen. Es bestehen Einreichmöglichkeiten insbesondere bei EUREKA, Eurostars und AAL (Active and Assisted Living Programme) sowie im Bereich der ERA-Net-Initiativen EUROTRANS-BIO und E-RARE. EUROTRANS-BIO ermöglicht und unterstützt europaweite Partnerschaften kleiner und mittlerer Unternehmen in allen Bereichen der modernen Biotechnologie. Hier gibt es seit 2006 jährliche Calls. Seit 2014 beteiligt sich die FFG an der Initiative E-RARE, welche als Grundthema die transnationale Erforschung seltener Erkrankungen hat.