FAQ: Innovationsscheck € 5.000,-

Diese Seite liefert Wissenswertes zum Programm Innovationsscheck (De-minimis-Beihilfe) in Form von Fragen und Antworten. Für weiterführende Fragen stehen Ihnen kompetente MitarbeiterInnen unter der KMU-Hotline T +43 (0)5 7755-5000 und innovationsscheck@ffg.at zur Verfügung.

Was ist ein Innovationsscheck und an welche Zielgruppe richtet er sich?

Der Innovationsscheck ist ein neues Förderungsinstrument der FFG für Klein- und Mittelunternehmen in Österreich.


In welcher Höhe wird der Innovationsscheck ausgestellt?

Der Innovationsscheck wird in der Höhe von bis zu € 5.000,- ausgestellt. Bei vorsteuerabzugsberechtigten Klein- und Mittelbetrieben wird die Umsatzsteuer nicht als Kostenfaktor angesetzt.


Welche Leistungen können mit dem Innovationsscheck abgegolten werden?

  • Studien zur Umsetzung innovativer Ideen (wie beispielsweise Konzeptentwicklungen, thematisch und technologisch offene bzw. auch nicht technologische Vor- und begleitende Studien, Vorarbeiten für technologische Problemlösungen)
  • Vorbereitungsarbeiten für ein Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben
  • Unterstützung bei der Prototypenentwicklung
  • Analyse des Technologietransferpotenzials
  • Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens (Prozess, Produkt,
    Technologie)
  • Konzepte für technisches Innovationsmanagement (vor allem im Zusammenhang mit Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens)
     

Wie oft kann der Innovationsscheck bezogen werden?

Ein Unternehmen kann einen Innovationsscheck pro Jahr erhalten. Es besteht die Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Scheckvarianten (€ 5.000,- ohne Selbstbehalt oder € 10.000,- mit Selbstbehalt). Eine Kombination beider Scheckvarianten sowie ein Wechsel von einer auf die andere Variante ist nicht möglich.


Wie lange ist der Innovationsscheck gültig?

Ein Jahr, die Gültigkeit beginnt mit dem Ausstellungsdatum.


Welche Richtlinien gelten für den "Innovationsscheck € 5.000,-"?

Es gelten Sonderrichtlinien zum Innovationsscheck € 5.000,-, die als Download in der aktuellen Version unter www.ffg.at/innovationsscheck zur Verfügung stehen bzw. bei der FFG angefordert werden können.


Wo kann der Innovationsscheck eingelöst werden?

Einlöseberechtigte Forschungspartner sind Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Der Innovationsscheck kann nicht bei Unternehmen, Consultants oder Privatpersonen eingelöst werden. Hilfestellung bei der Suche nach dem geeigneten Forschungspartner bietet Ihnen die ForscherInnendatenbank sowie unsere Innovations­scheck-Hotline unter +43 (0)5 7755-5000.

Hinweis: Es darf in den letzten fünf Jahren keine Vertragsbeziehung im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes zwischen Antragsteller und der infrage kommenden Forschungs­einrich­tung bestanden haben. Eine Beantragung eines Folgeschecks mit der gleichen Forschungseinrichtung ist einmalig, in einem darauffolgenden Kalenderjahr, nach Abschluss des ersten Schecks möglich, wenn dies keine unmittelbare inhaltliche Fortsetzung des Vorgängerschecks darstellt.


Wie erfolgt der Umgang bei einer eventuellen Knappheit an Innovationsschecks?

Sollte die Nachfrage die aufgelegte Stückanzahl an Innovationsschecks überschreiten, so erfolgt die Vergabe nach dem "first come – first served" Prinzip.


Der Innovationsscheck und "De minimis"?

Die EU-beihilfenrechtliche Basis für die Förderungsfähigkeit des Innovationsschecks im Rahmen der gegenständlichen Sonderrichtlinie bildet die Verordnung (EG) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf „De-minimis-Beihilfen“ - in der jeweils geltenden Fassung.

Die FörderungswerberInnen werden im Zuge der Antragsstellung schriftlich darauf hingewiesen, dass die in Form des Schecks gewährte Förderung eine De-minimis-Beihilfe ist. Die FörderungswerberInnen bestätigen im Antragsformular, dass ihre Beihilfen aus "De minimis"-Programmen in den letzten 3 Jahren die Obergrenze von insgesamt € 200.000,- nicht überschritten haben und der Definition „ein einziges Unternehmen“ nach Art. 2 dieser Verordnung entsprechen. Aufgrund der De-minimis-Regelung sind Innovationen im landwirtschaftlichen Bereich sowie im Bereich der Fischerei nicht mittels Innovationsscheck förderbar.


Wird die Umsatzsteuer gefördert?

Wenn Ihr Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat der Innovationsscheck für Ihr KMU eine schuldbefreiende Wirkung bis maximal € 5.000,- für den Netto-Betrag (= exkl. Ust.) der Rechnung, die von der Forschungseinrichtung an Sie nach der Leistungserbringung gelegt wird. Wenn auf der Rechnung der Forschungseinrichtung eine Umsatzsteuer ausgewiesen ist, so ist diese von Ihnen gesondert an die Forschungseinrichtung zu überweisen.

Wenn Ihr Unternehmen NICHT vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat der Innovationsscheck für Ihr KMU eine schuldbefreiende Wirkung bis maximal € 5.000,- für den Brutto-Betrag (= inkl. Ust.) der Rechnung, die von der Forschungseinrichtung an Sie nach der Leistungserbringung gelegt wird. In diesem Fall ist auch die Umsatzsteuer förderbar.