Weltraum-Sommerschule Alpbach

Thema diesmal: Naturgefahren schneller erkennen und besser vorhersagen
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Am 25. Juli eröffnet die traditionelle Weltraum-Sommerschule Alpbach zum 30. Mal!

Heuer werden 65 junge Wissenschaftler und Ingenieure aus den ESA-Mitgliedsstaaten im Alter zwischen 25 und 35 Jahren im Rahmen der Sommerschule einen Einblick in aktuelle Projekte zur Überwachung von Naturgefahren aus dem Weltraum erhalten. Auch elf österreichische Studentinnen und Studenten, die von der FFG über ihre Agentur für Luft- und Raumfahrt ein Stipendium zur Teilnahme erhalten, sind dabei, wenn angesehene Spitzenforscher aus ihrem Erfahrungsschatz plaudern.

Mit an Bord heuer neben anderen renommierten Wissenschaftern: der Nobelpreisträger Paul Crutzen (Nobelpreis für Chemie 1995).

Die Sommerschule im malerischen Tiroler Bergdorf Alpbach ist zu einer allseits geschätzten und begehrten Institution geworden: einer Ideenfabrik und Kaderschmiede für die europäische Raumfahrt. Alljährlich ermöglicht sie jungen Doktoranden, Wissenschaftern und Ingenieuren einen Einblick in aktuelle Weltraumforschung: und dies in einer einzigartigen Kombination aus Vortragsveranstaltungen und praktischen Workshops.

Aus dem Weltraum lassen sich natürliche und vom Menschen verursachte Gefahren besonders gut erkennen. Erdbeobachtungssatelliten liefern wichtige Daten und helfen beim Verständnis der Prozesse, die zu Naturkatastrophen führen. Die Auswirkungen von Katastrophen könnten wesentlich minimiert werden, wenn eine zeitliche und räumliche Vorhersage schnell wechselnder natürlicher Ereignisse möglich wäre. Das betrifft neben Tsunamis u. a. auch Dammbrüche, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hangrutschungen und großflächige Waldbrände.

Und hier setzt die Alpbacher Sommerschule 2006 an. Wie jedes Jahr wird den Jungforschern die Problematik unter Anleitung erfahrener Wissenschaftler und Ingenieure in einer einzigartigen Kombination aus Vorträgen zur Vertiefung der Theorie und praxisbezogenen Workshops nahe gebracht. Dabei werden im praktischen Teil, auch das ist in Alpbach bewährte Tradition, in Arbeitsgruppen Fallstudien zu möglichen wissenschaftlichen Weltraummissionen erarbeitet.

Aufgeteilt in vier Teams wird das erworbene theoretische Wissen in konkrete Projektstudien für zukünftige Weltraummissionen eingebracht. Unter Anleitung der Tutoren und Vortragenden soll jedes Team bis zum Ende der Sommerschule eine eigene Forschungsmission erarbeitet haben.

Dabei sind die Anforderungen hoch, denn am Ende des Workshops soll ein ausgereiftes Satellitenkonzept stehen, das einer Weltraumorganisation als Grundlage für Detailplanung dienen könnte. Die jungen Experten müssen nicht nur die für das wissenschaftliche Ziel nötige Instrumentierung auswählen und definieren, sondern auch die Grundkonstruktion des Satelliten und seiner Subsysteme erarbeiten, die Umlaufbahn definieren und die voraussichtlichen Kosten der Mission ermitteln.

Am letzten Tag der Sommerschule wurden die Arbeiten der vier Gruppen vorgestellt, diskutiert und von einer internationalen Jury begutachtet.



Die Sommerschule Alpbach wird von der Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG gemeinsam mit der European Space Agency (ESA) und nationalen Raumfahrtorganisationen ihrer 17 Mitgliedsstaaten organisiert. Finanziell unterstützt wird die Sommerschule von Austrospace, der Vereinigung der heimischen Raumfahrtindustrie. Wichtige internationale Partner sind das International Space Science Institute (ISSI) und 2006 erstmals auch EUMETSAT sowie die European Association of Remote Sensing Companies (EARSC).

Details

Zielgruppe
Geltungsbereich National

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