Eckdaten zur "Smart and Digital Services"-Initiative (SDS-I)

Die "Smart and Digital Services"-Initiative (SDS-I) ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) zur Förderung von innovativen Service-Projekten mit Forschungs- und Entwicklungscharakter (F&E) mit zusätzlichen Budgetmitteln und wird von der FFG abgewickelt. Implementiert ist die Initiative im Rahmen von laufenden Förderprogrammen der FFG nach den bestehenden Richtlinien und Abwicklungsstandards in der COIN-Programmlinie "Kooperation und Netzwerke" (Bereich Strukturprogramme) und in der antragsorientierten Projektförderung im Basisprogramm (Bereich Basisprogramme).

Mit der "Smart and Digital Services"-Initiative (SDS-I) will die FFG neue KundInnen vor allem aus dem Dienstleistungsbereich ansprechen. Die SDS-I richtet sich aber auch an bestehende FFG-KundInnen, insbesondere an jene aus der traditionellen, produzierenden Industrie. Die verstärkte Förderung von komplexen, sogenannten „Smart Services“ und von Digitalisierungsvorhaben soll die Produktivität, Wertschöpfung und Exporte von Dienstleistungsunternehmen wie auch von Produktionsbetrieben unterstützen. Auch soll Bewusstsein zum Thema Forschung und Entwicklung im Dienstleistungsbereich geschaffen werden. Gesellschaftliche Herausforderungen können durch das Einbinden nicht-technologischer Forschungsakteure adäquat angesprochen werden.  


Was ist ein Service-Projekt mit F&E-Charakter im Sinne der SDS-I?

Die Entwicklung eines Dienstleistungsangebots ist als Service-Projekt mit eindeutigen Meilensteinen aufgesetzt und erfordert den Einsatz von Technologien oder von anderen systematischen Methoden, wie zum Beispiel Einsatz und Unterstützung von IKT, psychologische Methoden, Berechnungsmethoden, Handbuch mit Definition von Prozessen etc.

  • Die Dienstleistung ist systematisch reproduzierbar (Mehrfacheinsatz).
  • Ein Entwicklungsrisiko muss (wie bei jedem Forschungs- und Entwicklungsprojekt) vorhanden sein: Komplexität, Schwierigkeitsgrad im Erreichen der Ziele etc.
  • Es handelt sich dabei um neue Aktivitäten und nicht um "business as usual".
  • Die Neuheit der Dienstleistung ist für den gesamten Markt und nicht nur für ein einzelnes Unternehmen gegeben.
  • Lesen Sie mehr im Dokument zu "Innovative Dienstleistungen"

 


Ausschreibung und Laufzeit der SDS-I

Die Einzelprojektförderung im Basisprogramm der FFG ist antragsorientiert und weder an bestimmte Forschungsthemen noch an Ausschreibungstermine gebunden (laufende Einreichmöglichkeit).

Projekte, die eingereicht werden, können mit den vorhandenen Mitteln der SDS-I berücksichtigt werden. Die Förderentscheidungen werden vom Beirat der Basisprogramme getroffen. In der Regel finden sieben Beiratssitzungen pro Jahr statt.

Im Rahmen von COIN gibt es im Allgemeinen eine Ausschreibung pro Jahr im Zuge der Programmlinie "Netzwerke".


Einreichung

im Basisprogramm
Im Rahmen des Basisprogramms können Einzelprojekte (Projekte, die nur von einem Unternehmen durchgeführt werden) und Projekte von Konsortien mit mehreren Partnern eingereicht werden. Maßnahmen wie z. B. Vernetzung, Technologietransfer sind im Rahmen der Basisprogramme nicht förderbar.

im Rahmen der COIN-Programmlinie "Kooperation und Netzwerke"
Voraussetzung für die Einreichung eines Förderantrags ist ein Konsortium, bestehend aus mindestens vier nicht verbundenen Unternehmen (mindestens drei davon KMU). Optional können als weitere Partner FEI-Einrichtungen sowie Intermediäre (z. B. Technologiezentren, Clustermanagements) ins Konsortium integriert werden, insbesondere wenn diese im Rahmen des Kooperationsprojektes Technologietransfer anbieten bzw. organisieren.


Bedingungen zur Einstufung als Service-Projekt
(Lesen Sie dazu mehr im Dokument "Innovative Dienstleistungen")

Basisprogramm
Die Höhe und Art der Förderung wird im Rahmen der Beiratssitzungen beschlossen. Zusätzlich zum Output des Projektes, der auch im Rahmen der Basisprogramme zum überwiegenden Anteil eine Dienstleistung sein muss, ist eine der folgenden Bedingungen zu erfüllen: 

  • entweder Industrie-4.0-Projekt
  • oder NeukundInnen der FFG aus dem Dienstleistungssektor mit einem Dienstleistungsprojekt  (Feasibility Studie und/ oder Innovationscheck werden nicht als Ausschlussgrund betrachtet)
  • oder bekannte KundInnen erstmals mit einem Dienstleistungsprojekt bei der FFG.

COIN
Die Einstufung, wie auch die Reihung der Projekte, erfolgt im Rahmen der Jurysitzung durch externe JurorInnen. Dabei muss der Output des Projektes einen überwiegenden Dienstleistungscharakter aufweisen. Ab dem Jahr 2015 ist ein Schwerpunkt für Industrie-4.0-Projekte geplant.