FFG auf gutem Kurs

* FFG-Budget 2007/2008 auf gutem Kurs * Planungssicherheit für Österreichs forschende Unternehmen ermöglichen * Wachstum und Arbeitsplätze durch Forschung, Innovation und Technologie nachhaltig sicherstellen

· FFG-Budget 2007/2008 auf gutem Kurs
· Planungssicherheit für Österreichs forschende Unternehmen ermöglichen
· Wachstum und Arbeitsplätze durch Forschung, Innovation und Technologie
  nachhaltig sicherstellen

Europäische Benchmarks

Im europäischen Vergleich reiht sich Österreich mit den Ländern Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Irland, den Niederlanden und Frankreich in der Gruppe der „Followers“ quasi gleich auf. Das zeigt der jüngst veröffentlichte European Innovation Scoreboard und bestätigt den Weg und die Anstrengungen, die Österreich zur Innovationsförderung seit einigen Jahren unternommen hat. Österreich zeigt in der Gruppe der „Innovation Followers“ die stärkste Wachstumsrate.
Besonders erfreulich ist die Performance von Österreichs kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): In der Indikatorengruppe „Entrepreneurship“ liegen die Werte für KMU, die eigenständig Innovationen entwickeln, weit über dem EU-Durchschnitt.
Der Europäische Innovationsanzeiger (EIS) zeigt aber auch Verbesserungspotenziale auf. Und zwar gibt es Aufholbedarf bei den Wissenschafts- und Ingenieursausbildungen.

Das EIS zeigt aber vor allem Eines: Es macht ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen der europäischen Länder sichtbar, die ebenso wie Österreich verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren.

Die vergangenen Jahre waren erfreulicherweise von einer sehr dynamischen Entwicklung der verfügbaren F&E-Förderbudgets geprägt. Damit ist Österreich auch auf dem Weg an die europäische Spitze. Wichtige Indikatoren dafür sind die Anzahl von neuen Patenten, hohe Beschäftigung im Hightech Segment und ein innovationsfreudiger KMU-Sektor.

Die längerfristige Betrachtung der Entwicklung der F&E-Quote zeigt eine überdurchschnittliche Entwicklung bei den Unternehmensausgaben für F&E. Rund 3,2 Mrd. Euro der Gesamtinvestition in F&E stammen aus dem Unternehmenssektor, was als starker Hinweis auf eine „gesunde“ Struktur in Österreich gilt.


Budget für Forschung, Technologie und Innovation

Österreichs Politik und auch die Interessensvertretungen bekannten sich einmal mehr eindeutig zu Forschung und Entwicklung (F&E) und dem „3-%-Ziel“ (Lissabon-Ziel: Forschungsquote bis 2010 auf 3 % des BIP erhöhen). „Denn Investitionen in F&E, vor allem aber Investitionen in angewandte Forschung, wirken positiv auf Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich.“, freuen sich die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner über die Einigkeit in der Forschungspolitik.

Natürlich kann Österreich in absoluten Zahlen nicht mit Forschungsriesen wie Deutschland oder den USA konkurrieren. Aber gerade die skandinavischen Länder, ebenso die Schweiz und andere kleinere Staaten zeigen, dass die Größe allein nicht ausschlaggebend ist. Wettbewerbsentscheidend für kleinere Länder sind Forschung und Entwicklung, ein innovationsfreundliches Umfeld, gut ausgebildete Mitarbeiter, eine dynamische Wirtschaft und tragfähige internationale Vernetzungen.


2007 - FFG auf Erfolgskurs

Das Jahr 2007 war für die FFG zusätzlich zur starken Ausweitung der Fördertätigkeit auch ein Jahr der Neu-Orientierung. Highlights der Tätigkeit waren neben dem Start des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Union, in dessen Rahmen die FFG als National Contact Point fungiert, die Entscheidungen zum Kompetenzzentren-Programm COMET. Die Zusammenarbeit mit den Bundesländern brachte Erfolge und konnte weiter verstärkt werden.
2007 brachte einen Rekord in der so genannten Mittelbindung von 586 Millionen Euro. Unter Mittelbindung versteht man jene fixierten Gelder, die von der FFG im Rahmen von Förderprogrammen vergeben werden.

Die Anzahl der von Unternehmen bei der Forschungsförderungsgesellschaft FFG eingereichten F&E-Projekte ist im Jahr 2007 weiter stark angestiegen. Mit mehr als 30 Förderprogrammen liegt die FFG gut auf Kurs und konnte 2007 die Anzahl der geförderten Projekte von 1.221 auf 1.430 (ohne Innovationsscheck) steigern. Das ist ein Plus von 17 %. Der Barwert der zugesagten Förderungen lag über 250 Millionen Euro.

Viele junge Unternehmen stellten sich erstmals der Herausforderung und brachten erfolgreich Neuanträge bei der FFG ein. „Die Unternehmen sind die wichtigsten Partner der FFG“ sind sich die FFG-Geschäftsführer sicher. Österreichs Unternehmen nutzen vor allem die Möglichkeiten der sogenannten „Bottom-Up-Förderungen“. Auch das Programm „Forschungs-Headquarter-NEU“ wird von der Industrie gut angenommen.


FFG fördert direkt

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist die Förderstelle für anwendungsorientierte Forschung in Österreich. Unser Ziel ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts Österreich im globalen Wettbewerb und damit die nachhaltige Absicherung hochwertiger Arbeitsplätze und des Wohlstands in unserem Land. Dieses Ziel verfolgen wir mit einem umfassenden Angebot von Dienstleistungen für österreichische Unternehmen und Forschungsinstitutionen: Von den Förderungsprogrammen der öffentlichen Hand, deren Programmmanagement die FFG wahrnimmt, bis zu Beratungsleistungen in allen Phasen der Technologieentwicklung und Innovation, von der Unterstützung zur Einbindung in europäische Forschungsprogramme und Netzwerke bis zur Wahrnehmung österreichischer Interessen auf europäischer und internationaler Ebene.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) plädiert in seinen Studien für mehr Investitionen in Forschung. Gemäß den Simulationen des Wifo wirken direkte Förderungen effektiver als steuerliche Anreize. Eine Erhöhung der Gelder für Forschung und Entwicklung habe doppelt so hohe Effekte bezüglich BIP und Beschäftigung als Senkungen von Steuern oder geringere Sozialversicherungsbeiträge.
Das Wifo setzt sich dafür ein, das FFG-Förderportfolio weiter in Richtung High Tech auszubauen.


Planungssicherheit für Österreichs forschende Unternehmen

Einen sehr großen Anteil an Österreichs Wirtschaftslandschaft haben forschende Klein- und Mittelbetriebe (KMU).

Was Österreichs Unternehmen brauchen, um sich erfolgreich in Märkten zu positionieren und Marktchancen nutzen zu können, sind vor allem Ideen, kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Know how und die richtigen Partner. „Die Basis der KMU-Beteiligung an Forschung und Entwicklung muss weiterhin sukzessive verbreitert werden.“, heißt es in der FFG. „Wir haben sowohl die Industrie als auch die Klein- und Mittelunternehmen und wir brauchen auch beide für den Wirtschaftsstandort Österreich.“, sehen Henrietta Egerth und Klaus Pseiner die Notwendigkeit eines gut ausgewogenen, stabilen Förderungsangebotes für die heimische Wirtschaft.

„Die Stabilität der Finanzierung war und ist einer unserer wichtigsten Wünsche an die Politik. Wir – und andere Agenturen genauso – brauchen eine zumindest mittelfristige Planungssicherheit hinsichtlich der Budgets, die wir an die Unternehmen weitergegeben können“, so die FFG-Geschäftsführer. Denn Forschungsprojekte sind vor allem riskante Vorhaben, die eine längerfristige Planung als essentiell voraussetzen. Österreichs Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – brauchen daher mehrjährige Planungssicherheit und nicht nur entsprechende Dotierungen.

Als zentraler Teil des österreichischen Innovationssystems versteht sich die FFG als Partner der Unternehmen und Institutionen, agiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand und reagiert rasch und effektiv auf die Bedürfnisse des Marktes. Vor dem Hintergrund der so genannten Lissabon-Ziele der EU sind natürlich weitere Anstrengungen notwendig. Die Förderprogramme der FFG haben jedenfalls die richtige Hebelwirkung, um entsprechende private Forschungsausgaben anzustoßen.


2007: 7. EU-Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration erfolgreich angelaufen

Die Betreuung der ersten Ausschreibungen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms
(7. RP) durch den Bereich Europäische und Internationale Programme der FFG zeigte ein deutlich gestiegenes Interesse der heimischen Forschungsszene, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen. Mit 18 Prozent liegt der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an den bisherigen Einreichungen dreimal so hoch wie jener der Industrie, freuen sich die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Auf Universitäten entfielen rund 40 Prozent der Anträge im RP7.

„Rund 3000 Detailberatungen und persönliche Coachings zu einzelnen Ausschreibungen des 7. RP haben im Jahr 2007 stattgefunden, unsere Services wurden umfassend genutzt und gut angenommen“, heißt es aus der FFG. Besonders stark nachgefragt wurden Beratungsdienstleistungen zu den 7. RP-Programmen Informationstechnologien (über 500 Detailberatungen), Forschung zugunsten von Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) (über 500 Detailberatungen) und Gesundheit (rund 300 Detailberatungen). Aber auch die Programme Nanowissenschaften und -technologien, Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften und Mobilität stießen auf reges Interesse der heimischen Forschungscommunity.

Mit Start des 7. RP bietet die FFG erstmals auch die sogenannte Anbahnungsfinanzierung für Forschungsprojekte an. „Auch dieses Konzept ist aufgegangen“ bestätigt die FFG-Geschäftsführung das große Interesse der österreichischen Forschungscommunity am 7. RP. Insgesamt wurden im Jahr 2007 rund 500 Anträge auf Anbahnungsfinanzierung gestellt.


Themen der österreichischen Wirtschaft

Betrachtet man die thematische Ausrichtung der in den letzten Jahren geförderten Bottom-Up-Projekte, so zeigen sich in Österreich kontinuierliche Schwerpunkte in den Bereichen „Rundfunk, Fernseh- und Nachrichtentechnik“, „Datenverarbeitung und Datenbanken“, „Medizin, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Optik“ sowie „Maschinenbau“. In Projekte, die durch die FFG gefördert werden, sind neben Unternehmen auch Forschungseinrichtungen und Hochschulen involviert.

Auch der 2007 als Pilot gestartete Innovationsscheck für KMU zeigt Erfolg. Vor allem spricht er neue Branchen an. Der Innovationsscheck wird stark vom „Dienstleistungssektor“ in Anspruch genommen. 29,2 % aller bisher vergebenen Schecks entfallen auf diese Branche. Auch Unternehmen mit dem Schwerpunkt „Handelsvermittlung und Großhandel“ nehmen den Scheck gerne an. (11 % aller Schecks). „Und das ist erfreulich“, freut sich die FFG-Geschäftsführung, „denn beide Branchen sind in der klassischen Bottom-up Förderung nur in sehr geringem Umfang vertreten.


Ein Ausblick

Die FFG wird 2008 den Weg mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik weitergehen und sich noch stärker auf „Start ups“ und kleine und mittlere Unternehmen konzentrieren. Dabei sollen die Bundesländerkooperationen ausgedehnt und intensiviert werden, um die Antragsstellung allgemein zu erleichtern.

„Ziel der Forschungsförderung muss es sein, den forschenden Unternehmen und Institutionen die Rahmenbedingungen anbieten zu können, die ein Bestehen im und eine erfolgreiche Beteiligung am Wettbewerb ermöglichen.“, stellen sich die FFG-Geschäftsführer überzeugt den Herausforderungen.



Innovation ist Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung und Erhaltung von hochwertigen Arbeitsplätzen. Innovation braucht Forschung und Entwicklung, und diese ist nichts Elitäres, sondern die Grundlage eines hoch entwickelten Wirtschaftsstandorts.


Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die Gesellschaft des Bundes zur Förderung von Forschung, Innovation und Technologie.



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Linde Tuscher
Österreichische
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