Das ERA-NET-Schema unterstützt die Koordinierung von nationalen und regionalen Förderprogrammen in Europa. Nationale oder regionale Behörden wählen Programme zur Forschungsförderung aus, die sie mit anderen Ländern koordinieren oder für transnationale Forschungsprojekte öffnen möchten. Viele ERA-NET-Initiativen bieten gemeinsame Ausschreibungen an, in denen ForscherInnen transnationale Projekte einreichen können.

Mehr als 80 % der Forschungsarbeit im öffentlichen Sektor wird in Europa auf nationaler Ebene geleistet und erfolgt hauptsächlich über nationale und regionale Forschungsprogramme. Um die Erschaffung eines vitalen Europäischen Forschungsraums (European Research Area – ERA), eines der großen strategischen Ziele Europas, zu verwirklichen, müssen nationale und regionale Forschungsprogramme stärker koordiniert und aufeinander abgestimmt werden.
Diesem Grundgedanken folgend wurde das ERA-NET-Schema als Teil des 6. und 7. EU-Rahmenprogramms entwickelt und im aktuellen Horizon-2020-Programm weiter verstärkt, um weiterhin grenzüberschreitende Forschungs- und Technologiezusammenarbeit zu ermöglichen.

Ziel des ERA-NET-Schemas ist:

  1. Die Integration und Stärkung der ERA durch Bündelung aller vorhanden Ressourcen d. h. von nationalen und regionalen Programmen.
  2. Die Entwicklung von langfristiger transnationaler Zusammenarbeit zwischen nationalen/regionalen Forschungsprogrammen, um letztendlich – wo sinnvoll – transnationale Forschungsprogramme durchzuführen.

 

ERA-NET-Projekte tragen in vielerlei Hinsicht zur europäischen Forschung bei. Besonders wichtig ist ihr Beitrag, wo

  • gemeinsame Probleme gemeinsam beantwortet werden sollen (z. B. Sicherheit, Klimaschutz);
  • nationale Ressourcen knapp sind und eine kritischen Masse erreicht werden muss (z. B. seltene Erkrankungen);
  • gemeinsame Standards und Herangehensweisen erarbeitet werden (z. B. Pflanzengenomik, Lebensmittelsicherheit);
  • der Fokus auf spezifische geographische Themen liegt (z. B. gemeinsam genutzte biologische Ressourcen, Umweltprobleme);
  • Europa über seine Grenzen hinaus kooperiert (z.B. Zusammenarbeit mit Brasilien, Kanada, Korea, etc.).

Details

Programmeigentümer/Geldgeber Europäische Kommission
Zielgruppe Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Große Unternehmen (GU), Universitäten, Fachhochschulen, Kompetenzzentren, Forschungseinrichtungen, Einzel-ForscherInnen, Start-Up, (Gemeinnützige) Vereine, Gebietskörperschaften, Multiplikatoren / Intermediäre
Art des Angebots Förderung
Förderinstrument Kooperationsprojekt experimentelle Entwicklung / industrielle Forschung
Themenbereich
Dienstleistungsinnovationen, Gesellschaft, Informationstechnologie, Karriere in der Forschung, Lebenswissenschaften, Material und Produktion, Mobilität, Sicherheit, Umwelt und Energie, Weltraum, weitere Themen
FFG-Bereich
Europäische und Internationale Programme

Kontakt

Mag. Dr. Roland Brandenburg
Mag. Dr. Roland Brandenburg

T +43 5 7755 5090
roland.brandenburg@ffg.at