HDHL-INTIMIC Call 2018: Knowledge Platform on Food, Diet, Intestinal Microbiota and Human Health

Ausschreibung des ERA-Net Cofund HDHL-INTIMIC

Verfügbarkeit: 04.09.2018 09:00 bis 09.10.2018 16:00

Das ERA-Net Cofund HDHL-INTIMIC hat am 4. September 2018 einen transnationalen Call für die Einreichung von Interessensbekundungen (Expression of Interest, EoI) zur Mitarbeit an der Etablierung und dem Betrieb einer transnationalen Knowledge Platform zu Nahrung, Ernährung, Darm-Mikrobiom und Gesundheit des Menschen geöffnet. Auf Basis der eingereichten Interessensbekundungen werden von allen am Call beteiligten Ländern geeignete ForscherInnen als potentielle Mitglieder der Knowledge Platform nominiert, die in Folge einen gemeinsamen Antrag (= Arbeitsprogramm) für die Plattform erarbeiten sollen.
Programmeigentümer/Geldgeber

Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen des ERA-Net Cofund HDHL-INTIMIC unter dem Dach der Joint Programming Initiative „Healthy Diet for a Healthy Live“ (JPI HDHL).

Mehrere Länder beteiligen sich an dieser transnationalen Ausschreibung. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) stellt für die Beteiligung an der transnationalen Knowledge Platform max. 99.900,- EUR zur Verfügung. Die Abwicklung der Ausschreibung in Österreich erfolgt über die FFG.

Details zum Inhalt des transnationalen Calls und zu den Einreichmodalitäten finden Sie auch auf der JPI HDHL Call Website.

Für EinreicherInnen in Österreich gelten - zusätzlich zu den transnationalen Vorgaben - die auf dieser Website angegeben Regelungen sowie jene des "Annex 1: Contact point and national regulations" und die Vorgaben in der Leistungsbeschreibung.
 

Ziel der Ausschreibung

(siehe transnationales Call Document)

Das Ziel der transnationalen Knowledge Platform besteht darin, die Ergebnisse und Auswirkungen der Darm-Mikrobiomforschung durch transnationale und multidisziplinäre Kooperationen und Networking von ForscherInnen und ExpertInnen zu beschleunigen, weiterzuentwickeln und zu verstärken.
 

Zielgruppe der nationalen Ausschreibung

Angesprochen sind ForscherInnen von öffentlichen und privaten Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Österreich, die nicht bereits in ein Projekt eingebunden sind, das im Rahmen des HDHL-INTIMIC Cofunded Call 2017 gefördert wird.

Österreichische ProjektteilnehmerInnen des HDHL-INTIMIC Cofunded Call 2017 müssen ebenfalls eine Interessensbekundung (s. unten) einreichen, sind aber automatisch Mitglieder der Knowledge Platform. Für deren Teilnahme steht keine zusätzliche Finanzierung zur Verfügung. Die dafür notwendigen Mittel mussten bereits im ursprünglichen Projektantrag berücksichtigt werden.

Unternehmen sind nicht berechtigt, einen EoI einzureichen. Eine mögliche spätere Beteiligung wird entsprechend bekannt gegeben. Sie erhalten keine Kostenerstattung.
 

Ablauf und Zeitplan der Ausschreibung

  • Schritt 1: Interessensbekundungen
    Interessensbekundungen, bestehend aus den beiden ausgefüllten transnationalen EoI-Vorlagen (EoI Questionnaire und EoI Letter), sind entsprechend den Vorgaben der transnationalen Ausschreibungsunterlagen in englischer Sprache ausschließlich beim Joint Call Secretariat (JCS) über das JPI HDHL Electronic Submission System einzureichen. Basis für die Interessensbekundung österreichischer ForscherInnen sind die transnationalen Ausschreibungsunterlagen einschließlich des „Annex 1: Contact point and national regulations“, die Leistungsbeschreibung und die Regelungen dieser Website. Eine zusätzliche nationale Einreichung der Interessensbekundung bei der FFG ist nicht vorgesehen.
     
    Die Einreichfrist für Interessensbekundungen endet am 9. Oktober 2018, 16:00 Uhr (einlangend).
     
    Nach formaler Prüfung und inhaltlicher Bewertung der eingereichten Interessensbekundungen werden aus jedem der teilnehmenden Länder potentielle Mitglieder der Knowledge Platform zur Teilnahme am transnationalen Netzwerktreffen nominiert (November 2018). Dieses Netzwerktreffen markiert den Start der Knowledge Platform und dient zur Etablierung der Plattform-internen Organisationsstruktur und der Skizzierung des auszuarbeitenden Arbeitsprogramms (= Antrag).
     
    In Österreich werden Prüfung und Bewertung der eingereichten Interessensbekundungen sowie die Nominierung der Mitglieder von der FFG vorgenommen.
     
  • Schritt 2: Netzwerktreffen
    Die FFG nominiert bis zu 5 österreichische ForscherInnen als potentielle Mitglieder der Knowledge Platform und somit für die Teilnahme am Netzwerktreffen, das am 20. November 2018 stattfinden wird. Der Ort des Netzwerktreffens wird rechtzeitig durch das Joint Call Secretariat bekanntgegeben.
     
    Zusätzlich zu diesen max. 5 Nominierten nehmen die österreichischen Beteiligten an Projekten, die bereits im Rahmen des HDHL-INTIMIC Cofunded Calls 2017 gefördert werden, am Knowledge Platform Netzwerktreffen teil.
     
  • Schritt 3: Transnationaler Antrag für das Knowledge Platform Arbeitsprogramm
    Die Mitglieder der Knowledge Platform werden nach dem Netzwerkmeeting aufgefordert, einen Antrag für ein Knowledge Platform Arbeitsprogramm für eine maximale Laufzeit von 24 Monaten auszuarbeiten und beim Joint Call Secretariat einzureichen.
     
    Die Einreichfrist wird am 5. Februar 2019 enden.
     
    Die Evaluierung des transnationalen Antrags erfolgt durch ein unabhängiges, transnationales Bewertungsgremium.
     
    Bei positiver transnationaler Evaluierung des Knowledge Platform Arbeitsprogramms und positiver Finanzierungsentscheidung auf nationaler Ebene seitens des BMBWF werden die österreichischen Mitglieder der Knowledge Platform entsprechend der im Arbeitsprogramm spezifizierten Aufgaben von der FFG mit der Mitarbeit an der Knowledge Platform beauftragt (Leistungsvertrag).
     
    Für österreichische Mitglieder an der Knowledge Platform stehen seitens des BMBWF max. 99.900 EUR einschließlich allfälliger Steuern und Abgaben für Unterstützungsmaßnahmen, Koordinierungs- und Netzwerkaktivitäten sowie Trainingsmaßnahmen und begleitende Forschungsaktivitäten zur Verfügung.

 
Für die Aufwendungen zur Erstellung der Interessensbekundungen (Schritt 1) sowie die Teilnahme am Netzwerktreffen (Schritt 2) und Erstellung des gemeinsamen Antrags (Arbeitsprogramm der Knowledge Platform; Schritt 3) durch die von der FFG nominierten Mitglieder der Knowledge Platform erfolgt keine Kostenerstattung seitens der FFG.

Für die Teilnahme am Netzwerktreffen kann beim BMBWF um Kostenerstattung der Reisekosten angesucht werden.
 

Einreichung von Interessensbekundungen und transnationalem Antrag

Interessensbekundungen

Interessensbekundungen sind entsprechend der Vorgaben der transnationalen Ausschreibungsunterlagen in englischer Sprache ausschließlich unter Verwendung der auf der Call Website zur Verfügung gestellten Vorlagen einzureichen.

Die Interessensbekundungen dürfen ausschließlich beim Joint Call Secretariat (JCS) über das JPI HDHL Electronic Submission System eingereicht werden. Eine zusätzliche nationale Einreichung der Interessensbekundungen bei der FFG ist nicht vorgesehen.
 

Transnationaler Antrag für das Arbeitsprogramm der Knowledge Platform

Die Einreichung des transnationalen Antrags erfolgt nach dem Network Meeting beim Joint Call Secretariat (JCS). Die Einreichunterlagen werden zeitgerecht zur Verfügung gestellt.
 

Bewertung von Interessensbekundungen und transnationalem Antrag  

Interessensbekundungen

Die Interessensbekundungen werden auf nationaler Ebene formal geprüft und inhaltlich bewertet. Bei der Formalprüfung wird die Interessensbekundung nach folgenden Kriterien auf formale Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft:

  1. Einreichung erfolgte zeitgerecht über das JCS
  2. Antragsunterlagen sind ausreichend befüllt
  3. Organisation ist antragsberechtigt
     

Die Nicht-Einhaltung jedes einzelnen dieser Kriterien stellt einen nicht behebbaren Mangel dar. Bitte beachten Sie: Sind die Formalvoraussetzungen nicht erfüllt, wird die Interessensbekundung bei der Formalprüfung aufgrund der erforderlichen Gleichbehandlung aller Interessensbekundungen ausnahmslos aus dem weiteren Verfahren ausgeschieden und formal abgelehnt.

Die inhaltliche Bewertung der Interessensbekundungen erfolgt nach den folgenden zwei Hauptkriterien (siehe dazu auch die transnationalen Ausschreibungsunterlagen):

  1. Qualität des Vorhabens/ Relevanz für die Ausschreibung
  2. Eignung der Einreichenden
     

Die folgende Tabelle spezifiziert die relevanten Subkriterien und die dahinter liegenden Fragestellungen. Im Zuge der Bewertung der Interessensbekundungen werden in jedem Kriterium Punkte vergeben. Für jedes Kriterium gibt es darüber hinaus einen Schwellenwert. Es werden nur Interessensbekundungen berücksichtigt, die in jedem Kriterium mindestens den Schwellenwert und in Summe mindestens 60 Punkte erreichen.

Bis zu 5 der bestbewerteten EinreicherInnen, deren Interessensbekundungen mindestens 60 Punkte erreichen, werden von der FFG als Mitglieder der Knowledge Platform und für die Teilnahme am Netzwerktreffen im November 2018 nominiert.
 

1. Qualität des Vorhabens / Relevanz für die Ausschreibung max. Punkte:
50
Schwel-lenwert:
30
1.1. Wie ist die (wissenschaftliche) Qualität der geplanten Aktivitäten/Beiträge einzuschätzen, einschließlich der Berücksichtigung genderspezifischer Themen, falls zutreffend? 25 15

1.2. Haben die geplanten Aktivitäten/Beiträge das Potential, zu den vorgegebenen Zielen der Knowledge Platform (laut transnationalem Call-Dokument) beizutragen und adressieren sie die Ausschreibungsschwerpunkte?

  • Tragen die geplanten Aktivitäten dazu bei, transnationale und multidisziplinäre Kooperationen zu fördern, um den Impact der Forschung zum Darm-Mikrobiom auf die Gesundheit des Menschen zu beschleunigen, weiterzuentwickeln und zu verstärken?
  • Adressieren die geplanten Aktivitäten die derzeitigen Herausforderungen der Forschung in diesem Bereich, wie z.B. Standardisierung und Harmonisierung; Datenverarbeitung und gemeinsame Nutzung von Daten?
25 15
2. Eignung der Einreichenden max. Punkte:
50
Schwel-lenwert:
30
2.1. In welchem Ausmaß haben die Einreichenden die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen (wissenschaftliche Expertise) sowie Zugang zu den nötigen Kapazitäten (Infrastrukturen, Datenbanken, usw.), um eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts sicherzustellen? Inwieweit sind Frauen miteinbezogen? (z.B. relevante abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte, Publikationen) 50 30

 
Transnationaler Antrag für das Arbeitsprogramm der Knowledge Platform

Die Evaluierung des transnationalen Antrags für die Knowledge Platform erfolgt durch ein unabhängiges, transnationales Bewertungsgremium. Weitere Informationen (z.B. zu den Evaluierungskriterien) sind in den transnationalen Ausschreibungsunterlagen enthalten.
 

Leistungsvertrag

Im Fall der Auftragserteilung ist die Organisation des Knowledge Platform Mitglieds Vertragspartner der FFG. Bei mehreren Mitgliedern aus Österreich wird eines als Konsortialführer auf nationaler Ebene und Ansprechpartner der FFG bestimmt. Gegenstand des Leistungsvertrages sind die Inhalte des transnationalen Antrags für das Knowledge Platform Arbeitsprogramm (soweit sie die Vertragspartner der FFG betreffen) sowie der inhaltliche österreichische Annex. Die Vorlagen werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Der Leistungsvertrag steht als Download zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein Muster, das vor Beauftragung noch an die in der Leistungsbeschreibung genannten Vorgaben angepasst wird.

Abweichend von Art. 8 Geistiges Eigentum kommen für österreichische Plattform-Mitglieder folgende Regelungen zur Anwendung: Sämtliche Verwertungsrechte, die in Bezug auf die Etablierung und den Betrieb der Knowledge Platform von österreichischen Plattform-Mitgliedern generiert wurden, stehen in deren ausschließlichem Eigentum und haben die Auftraggeber keine Nutzungsrechte daran.

Die vom Auftragnehmer im Rahmen der Leistungserbringung gesammelten und verarbeiteten personenbezogenen Daten werden dem Auftraggeber nur in aggregierter und anonymisierter Weise ("pseudonymisiert") zur Verfügung gestellt. Für diese personenbezogenen Daten ist somit der Auftragnehmer Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
 

Kosten und Berichte

Für die Beteiligung an der Knowledge Platform stehen für österreichische Mitglieder seitens des BMBWF max. 99.900,- EUR einschließlich allfälliger Steuern und Abgaben zur Verfügung.

Die Abgeltung der Leistung erfolgt entsprechend der tatsächlich entstandenen Kosten, wobei als Maximalbetrag die Höhe der Vertragssumme ausbezahlt wird.

Die Basis zur Kostenanerkennung bildet der Leitfaden "Kostenanerkennung in FFG-Projekten (Version 2.1)".

Zu den im Leistungsvertrag festgelegten Berichtslegungsterminen sind Zwischen- und Endberichte (Tätigkeitsberichte und Kostennachweise) an den Auftraggeber zu übermitteln.
 

Behandlung von Anfragen zur Ausschreibung

Anfragen sind ausschließlich schriftlich bis spätestens 25. September 2018 (einlangend) per E-Mail an die FFG (INTIMIC.KP@ffg.at) zu richten. Die Anfragen können sich auf alle Ausschreibungsteile beziehen und um Aufklärung ersuchen. Im Sinne der Gleichbehandlung ersucht die FFG die Fragen so zu stellen, dass ein Rückschluss auf den/die FragenstellerIn nicht möglich ist.

Die Anfragen und Antworten werden laufend und anonymisiert im Download Center dieser Webseite als PDF zur Verfügung gestellt.