EU Preparatory Action des European Defence Research Programme (PADR)

Vorbereitende Maßnahme für ein Europäisches Programm für Verteidigungsforschung

Im Rahmen der Common Security and Defence Policy (CSDP) ist von der Europäische Kommission (EK) geplant, ein zukünftiges europäisches Verteidigungsforschungsprogramm aufzusetzen, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Verteidigungssektors zu sichern. Dazu gibt es in den Jahren 2017-2019 eine vorbereitende Maßnahme (Preparatory Action on Defence Research, PADR).

Nach Maßgaben des „European Defence Action Plan“, soll in den kommenden Jahren die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsaktivitäten der europäischen Verteidigungsindustrie gestärkt werden, um Europa gegen externe Bedrohungen zu schützen. Ziel ist es, auch die Forschungszusammenarbeit im Bereich der Verteidigung zu unterstützen sowie innovative und strategische Verteidigungstechnologien zu entwickeln.

In den drei Jahren 2017-2019 wird hierzu eine vorbereitende Maßnahme für ein zukünftiges europäisches Forschungs-, Innovations- und Technologieprogramm im Verteidigungsbereich ausgeschrieben. Danach soll ein eigenes EU-Programm, derzeit "European Defence Fonds (EDF)" genannt, etabliert werden.

Die Europäische Kommission hat im Vorfeld eine High-Level-Gruppe, die sogenannte Group of Personalities (GoP), zusammengestellt, deren Bericht eine Empfehlung zu einer langfristigen Vision darstellt, wie die EU im Rahmen der Common Security and Defence Policy (CSDP)  Verteidigungsforschungsprogramme unterstützen kann.
 

Ausschreibungen

Im Herbst 2016 wurde ein Scoping Paper entwickelt, das den Handlungsrahmen für die jährlichen Arbeitsprogramme beschreibt und einen Überblick in Form einer Matrix liefert, welche Bereiche beforscht werden sollen.  Das Arbeitsprogramm wird mit einer Reihe von Strategischen Clustern und einer Gruppe von R&I&T Bereichen strukturiert sein,  die dann mittels bekannter Instrumente  (RIA, IA, CSA, Tender) umgesetzt werden.

Themengebiete sind u.a. Autonomous platforms, Command, Control, Communications, Computers Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (C4ISR), Force Protection and Soldier Systems, Defence Research Demonstrator Projects, Critical Defence Technologies, Future and Emerging Disruptive Technologies, Standardisation and interoperability, und Tech Watch sein.

Für die PA  stehen insgesamt rd 90 Mio Euro zur Verfügung (indikativ):
Voraussichtliche Verteilung:

  • 2017= EUR  25 million
  • 2018= EUR  35 million
  • 2019= EUR  30 million
     

Seit März 2019 ist die dritte Ausschreibungsrunde im Rahmen der PADR offen und bietet Calls zu folgenden Themen:

  • ELECTROMAGNETIC SPECTRUM DOMINANCE
  • FUTURE DISRUPTIVE DEFENCE TECHNOLOGIES
  • UNMANNED SYSTEMS
     

Für die Ausschreibung stehen insgesamt 23,3 Mio Euro zur Verfügung.
Die Deadline für die Einreichungen ist am 28.8.2019.     
Einreichende Konsortien müssen aus mindestens drei unabhängigen Rechtsträger aus drei unterschiedlichen Mitgliedsstaaten bestehen.

Die Ziele, die durch diese Ausschreibung verfolgt werden sind

  1. Forschungskooperationen zwischen Forschungseinrichtungen der EU Mitgliedstaaten, die im Gebiet der Verteidigung arbeiten zu fördern
  2. die Wettbewerbsfähigkeit der Verteidigungsindustrie zu erhöhen
  3. den Level der Verteidigungstechnologie und der industriellen Kapazität für bewaffnete Streitkräfte zu erhöhen.
     

Die Einreichung findet über das Funding and Tender Opportunities Portal statt, wo auch die Call Texte beschrieben sind.

Infotag zum Europäischen Verteidigungsfonds

5.4.2019, 10:00-14:30 Uhr
Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien

Am 11. April 2019 veranstaltet die Europäische Verteidigungsagentur EDA (European Defence Agency) dazu einen Infotag und ein Brokerage Event. Nähere Informationen unter: https://padr-2019.b2match.io

Kontakt

DI Susanne Meissner-Dragosits
DI Susanne Meissner-Dragosits
Nationale Expertin PADR
T +43 5 7755 4406
susanne.dragosits@ffg.at

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