Bures: Innovationen fördern, Standort stärken, Arbeitsplätze schaffen - Eine Million Euro für junge, innovative Unternehmen

• Neues BMVIT-Darlehen hilft ab September österreichischen Start-Ups, ihre Innovationen auf den Markt zu bringen • Jährlich 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze

In Österreichs Unternehmen gibt es großes innovatives Potenzial. Viele junge, innovative KMU haben hervorragende Ideen. Um diese zu realisieren, gibt es in Österreich ein gezieltes und praktisch lückenloses Angebot in der Forschungsförderung. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) investiert alleine heuer rund eine halbe Milliarde Euro in angewandte Forschung und Innovation. Die Fördermodelle sind den Bedürfnissen der Unternehmen angepasst und helfen entscheidend mit, dass 90 Prozent der geförderten Forschungsvorhaben auch tatsächlich realisiert werden. Damit kurbelt das BMVIT unternehmerische Investitionen an und schafft bzw. sichert mehr als 60.000 Arbeitsplätze jährlich.

„Markt Start“: Lücke zwischen Forschungsförderung und Markteintritt wird geschlossen

Allerdings besteht Unterstützungsbedarf nach Fertigstellung des Prototyps: Nur jede zweite Innovation schafft auch den Schritt auf den Markt. Mit dem Angebot „Markt Start“ wird diese Lücke nun (ab September) geschlossen: mit einer Million Euro in Form eines fast zinsfreien Darlehens ohne Besicherung. „Damit reagieren wir auf eine Lücke im System und helfen den jungen innovativen Unternehmen schnell, einfach und unbürokratisch“, betont Innovationsministerin Doris Bures, „da wir die Firmen kennen und ihr Potenzial bereits einschätzen können, verlangen wir keine weiteren Sicherheiten für dieses Darlehen außer einer guten Idee.“

KMU: Zu wenig Finanzmittel für die Markteinführung von Innovationen

Junge innovative Unternehmen haben mit Finanzierungslücken und Kreditklemmen zu kämpfen: Banken erkennen den Wert einer Innovation oft nicht und sind durch Basel-III an strenge Kriterien zur Kreditvergabe gebunden. Das WIFO hat in einer Unternehmensumfrage herausgefunden, dass 60 Prozent junger innovativer Unternehmen nicht über ausreichende Finanzmittel zur Markteinführung von Innovationen verfügen. Die Folge sind Probleme bei Vertriebsaufbau, Markterschließung und auch Personalgewinnung.

Für die Unternehmen bedeutet das, sie müssen den mühsamen und gefährlichen Weg durch das sogenannte „Valley of Death“ wählen. Jene, die dabei auf der Strecke bleiben, tragen einen enormen Schaden davon, der auch volkswirtschaftlich zu spüren ist: Innovationen, die nicht umgesetzt werden können, bedeuten, dass sowohl Unternehmensinvestitionen als auch Fördergelder verloren gehen und dass Österreich Wachstumsmöglichkeiten und künftige Arbeitsplätze verliert.

Unterstützung für innovative KMU bringt 1.000 neue Arbeitsplätze jährlich

Hier setzt das BMVIT mit „Markt Start“ an: Ein Darlehen mit derzeit ein Prozent Verzinsung löst die Kreditklemme und hilft den Unternehmen, ihre Innovationen auf den Markt zu bringen. Damit geht das BMVIT einen Schritt weiter als bisher und fördert nicht nur die Forschungsphase, sondern unterstützt die Unternehmen auch beim Markteintritt. „Markt Start“ ist in ein Bündel an Unterstützungsleistungen eingebettet, über welches das BMVIT innovativen Start-ups unter die Arme greift. „Das Unterstützungspaket trägt soll dazu beitragen, dass mittelfristig, das heißt in spätestens fünf Jahren, 80 statt bisher 50 Prozent der Innovationen den Markt erreichen sollen. Dadurch werden in den kommenden zehn Jahren jährlich 1.000 neue, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze entstehen“, freut sich Ministerin Doris Bures.

„Innovationsland Österreich“: Forschung und Innovation als Motor für Wachstum und Arbeitsplätze

„Wir betreiben angewandte industrienahe Forschung und Innovation in Österreich nicht zum Selbstzweck, sondern wir sehen darin die Chance für eine gute wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Forschung und Innovation sind tragende Säulen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand“, betont Innovationsministerin Doris Bures,„unser Land kann im internationalen Wettbewerb nur bestehen, wenn wir die Nase vorne haben und das höchste Maß an Ideen, Innovationen und Qualität entwickeln und erfolgreich auf den Markt bringen!“

Diese Entwicklung passiert nicht zufällig, sondern weil es ein klares politisches Bekenntnis zu Forschung und Innovation – zum „Innovationsland Österreich“ – gibt. Die Bundesregierung formuliert in ihrer FTI-Strategie den Ansatz, dass neu geschaffenes Wissen rascher zu seiner Verwertung finden muss. Denn gerade Innovationen sind ein wichtiger Motor für Unternehmen und somit auch für mehr Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze.

Um diesen Übergang zu verbessern gibt es künftig das Angebot „Markt Start“. „Ich bin davon überzeugt, dass Österreich als Hochlohnland nur mit Qualität im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Und das bedeutet vor allem auch, dass wir auf innovative Forschungsergebnisse UND deren Umsetzung bis zur Marktreife setzen müssen“, so Ministerin Bures.

 

Rückfragehinweis:

   Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
   Mag.aMarianne Lackner, Pressesprecherin
   Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
   mailto:marianne.lackner@bmvit.gv.at

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