Sommerschule Alpbach 2012: 59 Studentinnen und Studenten erforschten die vier großen Planeten

Studierende entwickeln vier innovative Weltraummissionen

Zehn Tage Theorie und Praxis: Neue Missionskonzepte waren gefragt

Die Aufgabenstellung für das Alpbach Team 2012 war die Entwicklung innovativer Weltraummissionen zu den vier Gasriesen. Zwei Teams suchten sich als  Ziel jeweils Uranus, die anderen beiden
Teams den Planeten Neptun aus. Wie jedes Jahr eiferten die Teams um das wissenschaftlich und technisch attraktivste Konzept. Die Anforderungen waren hoch, es galt alle Elemente einer möglichen zukünftigen Forschungsmission zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Auswahl der Instrumente, die Grundkonstruktion des Satelliten und seiner Subsysteme sowie die Flugbahn. Auch die voraussichtlichen Missionskosten mussten von den Studierenden ermittelt werden. Am Ende der Sommerschule sollte je ein ausgereiftes Missionskonzept stehen.

Am letzten Tag der Sommerschule wurden die Arbeiten der vier Gruppen in einer jeweils einstündigen Präsentation engagiert vorgestellt und von einer Jury erfahrener Weltraumexperten unter dem Vorsitz des Direktors des International Space Science Institute, Roger Bonnet, individuell nach der Güte der wissenschaftlichen und technischen Ausrichtung und Wettbewerbsfähigkeit begutachtet. Ein weiteres, wichtiges Kriterium der Beurteilung waren Details im Missions-Management und dem Satellitendesign.

Die Jury, darunter Harald Posch, der Leiter der Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG, und Helmut Rucker, Leiter der Planetenforschung des Grazer Weltraumforschungsinstituts, stellte allen vorgeschlagenen Missionen ein hervorragendes Zeugnis aus und zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Studentinnen und Studenten in der kurzen Zeit von 10 Tagen, ihrem Einsatz und ihrer Motivation.


Photo Credit: Michel A. Jakob

Sommerschule Alpbach: Kreativpotenzial für Forschung und Industrie

Gelernt haben die Studentinnen und Studenten, anhand einer vorgegebenen Problemstellung unter Zeitdruck die Strukturierung einer komplexen Projektarbeit zu üben. Ein wichtiger Aspekt der Sommerschule Alpbach ist es, ein Gefühl für Teamwork in einer Gruppe von jungen Leuten unterschiedlichster Nationalität, Qualifikation und Charakter zu vermitteln – eine Fähigkeit, die für die Arbeit in europäischen Projekten unabdingbar ist. Die Lernkurve war steil, die Motivation der Teilnehmenden beeindruckend.

Die Studentinnen und Studenten 2012 setzten die Tradition der seit 1975 stattfindenden Sommerschulen in Alpbach fort. Die Veranstaltung hat sich zu einer Weltraumfortbildungsstätte mit international anerkanntem Ruf entwickelt und zeigt jedes Jahr, dass die FFG gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen wichtigen Beitrag für die europäische Nachwuchsförderung im Weltraumbereich leisten kann.

Die Sommerschule Alpbach wird von der FFG gemeinsam mit der ESA und den nationalen Raumfahrtorganisationen ihrer Mitgliedsstaaten organisiert. Finanziell unterstützt wird die Sommerschule von Austrospace, der Vereinigung der heimischen Raumfahrtindustrie. Ein traditioneller Partner ist das International Space Science Institute (ISSI). 2012 kam  Unterstützung auch von Europlanet-RI, einem Projekt des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms.

Kontakt

Michaela Gitsch
Michaela Gitsch

T +43 5 7755 3302
michaela.gitsch@ffg.at

Weitere Informationen

Studierende der Summerschool 2012