Weltraumforschung: Deutschland und Österreich unterzeichnen Kooperationsabkommen

Innovationsministerin Doris Bures gemeinsam mit Parlamentsdelegation bei Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Innovationsministerin Doris Bures wies beim Besuch auf die Parallelen in der thematischen Schwerpunktsetzung zwischen dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR und dem Innovationsministerium hin, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Energie, Sicherheit, Luft- und Raumfahrt. "Niemand von uns hat ein Patentrezept, deshalb ist der laufende Austausch wichtig. Wir haben in Österreich einige erfolgreiche Initiativen und Programme, die auch in Deutschland auf Interesse stoßen, wie etwa die COMET-Exzellenzzentren oder der Innovationsscheck."

Für Ruperta Lichtenecker, Vorsitzende des Parlamentarischen Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein besonderer "Forschungsleuchtturm". Lichtenecker: "Mich beeindruckt vor allem die gute  Umsetzung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die Anwendung. Unser Besuch und das Abkommen sollen die Zusammenarbeit vertiefen und zu einem ständigen Austausch führen." Ministerin Doris Bures wurde von der FTI-Ausschussvorsitzenden Ruperta Lichtenecker (Grüne) sowie den Abgeordneten Rainer Widmann (BZÖ), Werner Königshofer (FPÖ) und Johann Hechtl (SPÖ) begleitet.

Abkommen über Raumfahrtforschung unterzeichnet

Im Rahmen des Besuchs wurde ein Abkommen über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland im Bereich der Raumfahrt unterzeichnet. "Mit diesem Abkommen wollen wir die hervorragende bisherige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich weiter intensivieren", so Doris Bures. "Luft- und Raumfahrt ist in Österreich ein junger, aber sehr dynamischer Sektor, der immerhin schon rund 1.000 Arbeitsplätze umfasst. Österreichische Unternehmen, Forscherinnen und Forscher sind in diesem High-Tech-Bereich sehr erfolgreich: Es gibt kaum eine Mission oder ein Experiment der Europäischen Weltraumagentur ESA, bei der Österreich nicht beteiligt ist. Auch bei vielen prominenten NASA-Missionen sind heimische Forscher beteiligt."

Das unterzeichnete Abkommen umfasst künftige Aktivitäten mit der ESA und der EU, nationale Raumfahrtprogramm-, Forschungs- und Technologieaktivitäten sowie bilaterale Kooperationsabkommen. Das Ziel ist eine bessere Abstimmung, die gegenseitige Information über laufende Planungen und die Durchführung von gemeinsamen Projekten.

Besuch bei der DLR

Foto (v.l.n.r.): Abgeordnete Ruperta Lichtenecker, Stefan Voigt, Leiter des Teams, Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) und Innovationsministerin Doris Bures bei der Unterzeichnung des Vertrages.

(Foto: BMVIT)