Endspurt im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

Acht Milliarden Euro werden in der letzten großen Ausschreibungsrunde vergeben – Österreich ist in der Forschung „Nettoempfänger“

„Rund 650 Millionen Euro an Förderungen sind bisher aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm nach Österreich geflossen.“, zieht Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft Bilanz. Und es sollen noch deutlich mehr werden: In der letzten großen Ausschreibungsrunde werden nochmals 8,1 Milliarden Euro für innovative Projekte aus ganz Europa zur Verfügung gestellt. Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute und andere Organisationen können Vorhaben aus nahezu allen Themenbereichen einreichen.

Das „7. EU Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration“ ist mit mehr als 50,5 Milliarden Euro (ohne Euratom) im Zeitraum 2007-2013 das weltweit größte Programm im Forschungsbereich. Die Fördergelder werden im Wettbewerbsverfahren im Rahmen von Ausschreibungen vergeben. An den kooperativen Projekten sind im Regelfall mehrere Organisationen aus verschiedenen Ländern beteiligt. Zudem bieten die europäischen Mobilitätsprogramme eine gute Chance, um exzellente ForscherInnen nach Österreich zu holen. Die Chance zur Etablierung von Spitzenforschungsteams bietet die Programmlinie „IDEEN“/ERC.

„Zielsetzung liegt darin, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, um den gesellschaftlichen Herausforderungen wie Gesundheit, Umweltschutz, Energie oder Verkehr global zu begegnen.“, so Henrietta Egerth, „Und hier kann Österreich punkten. Wir sind gut aufgestellt und müssen weiterhin die Möglichkeiten auf europäischer und internationaler Ebene nutzen“.

Für die letzte große Ausschreibung im 7. Rahmenprogramm wird ein großer Andrang erwartet, nur die besten Projekte haben Chance auf Förderung. Allerdings: Erfolgreiche Projekte können durchaus mit mehreren Millionen Euro an Förderung rechnen. Dabei ist das Rahmenprogramm nicht nur für große Konzerne geeignet: Aus Österreich sind insbesondere Universitäten sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) überdurchschnittlich erfolgreich. „Und Kleinen und Mittleren Unternehmen kommt auch in dieser vorläufig letzten Ausschreibungsrunde des 7. EU-Forschungsrahmenprogramm eine besondere Rolle zu, Budgetmittel sind für KMU reserviert“, berichtet FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

Die gesamtösterreichische Bilanz im 7. Rahmenprogramm ist beachtlich: Bisher (Stand Mai 2012) nehmen österreichische Organisationen an über 1.600 geförderten Projekten teil. 250 dieser Projekte werden aus Österreich koordiniert. Die bisher ausbezahlten oder zugesagten Rückflüsse in Höhe von rund 650 Millionen Euro entsprechen einer Rückflussquote von 130 Prozent, das bedeutet: Österreich bekommt mehr Geld aus dem Rahmenprogramm als seinem rechnerischen Anteil entspricht.

In Österreich betreut die Forschungsförderungsgesellschaft FFG als Nationale Kontaktstelle die europäischen Forschungsförderungsprogramme mit einer breiten Palette an Services und trägt damit zum Gesamterfolg wesentlich bei. Seit dem Start des Programmes wurden mehr als 36.000 Beratungen, über 500 Veranstaltungen und rund 50 Trainings für Antragsteller und erfolgreiche Teilnehmer durchgeführt.

 

Alle Unterlagen sind auch elektronisch im Download-Bereich verfügbar.

Fotocredit: WKÖ/Leithner

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