FFG begrüßt die Beschlussfassung der Forschungsstrategie im Ministerrat

Forschungsstrategie definiert wichtige Eckpunkte wie Planungssicherheit, steigender Budgetpfad, neue Aufgabenverteilung und Themenmanagement

Wien (OTS) – Die Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, begrüßen die heute vom Ministerrat beschlossene FTI-Strategie unter dem Titel „Der Weg zum Innovation Leader“. „Die Forschungsstrategie wird aus unserer Sicht wesentlich dazu beitragen, dem österreichischen Innovationssystem einen neuen Anschub zu geben“, so die FFG-Geschäftsführer. Die FFG habe bereits in Abstimmung mit den Eigentümerressorts BMVIT und BMWFJ in den letzten Monaten Vorbereitungen getroffen, um die Umsetzung der neuen Strategie bestmöglich zu unterstützen.

Die Forschungsstrategie definiert einen klaren Budgetpfad für die Forschungsausgaben in Österreich. So soll die Forschungsquote von derzeit 2,76 Prozent (ca. 7,8 Mrd. Euro) bis zum Jahr 2020 auf 3,76 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesteigert werden. Das bedeutet zusätzliche Investitionen in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro pro Jahr. Zudem soll der privatwirtschaftliche Finanzierungsanteil von derzeit rund 60 auf mindestens 66, besser 70 Prozent gehoben werden. Dieses Ziel ist aber nur realistisch, wenn die entsprechende Anschubfinanzierung weiterhin durch die öffentliche Hand erfolgt. „Diesen klaren Auftrag nehmen wir aus der Forschungsstrategie gerne an“, freuen sich die FFG-Geschäftsführer, „denn die Planungssicherheit und der Wachstumspfad für Forschung und Entwicklung sind sehr wichtig für das heimische Innovationssystem. Um den Finanzierungsanteil der Wirtschaft zu heben, müssen jetzt die richtigen Förderinstrumente eingesetzt werden, die auch eine entsprechende Hebelwirkung haben“, so Egerth und Pseiner weiter.

Die Forschungsstrategie definiert eine Reihe von Zielen und Umsetzungsschritten. Dazu zählt etwa die Erhöhung der Zahl forschungsaktiver Unternehmen und eine bessere internationale Positionierung. Beiden Zielen konnte die FFG bereits in der Vergangenheit deutlich näher kommen: Mit niederschwelligen Instrumenten wie dem Innovationsscheck, der befristeten Aktion „Quick Start“ und dem erst vor wenigen Wochen geschnürten „KMU-Paket“ konnte die Forschungsbasis in der Wirtschaft bereits deutlich verbreitert werden. Im Jahr 2010 waren bereits ein Drittel aller Antragsteller in FFG-Projekten Neukunden.

Ein zentrales Handlungsfeld der Forschungsstrategie stellen die Humanressourcen für den Forschungsstandort Österreich dar. Die Neuausrichtung der Humanressourcen-Programme in der FFG unter dem Namen „Talente“ hat die FFG gemeinsam mit ihren Auftraggebern bereits erfolgreiche Maßnahmen gesetzt. Ein weiteres Programm – Humanressourcen für die Wirtschaft – befindet sich derzeit in Ausarbeitung, dabei geht es um die Stärkung der Humanressourcen in der betrieblichen Forschung und Entwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt in der Forschungsstrategie stellt der Aufbau von Headquarterfunktionen dar. Mit dem FFG-Headquarterprogramm werden jetzt schon wichtige Impulse dazu gesetzt.

Die Forschungsstrategie formuliert auch eine Reihe von Reformzielen für die von der FFG angebotenen Förderprogramme. So sollen die Instrumente vereinfacht, harmonisiert und standardisiert werden, und die Programmvielfalt durch einen abgestimmten Instrumentenmix ersetzt werden. „Wir haben bereits in den letzten Monaten in enger Abstimmung mit unseren Eigentümerressorts, dem Innovations- und dem Wirtschaftsministerium, wichtige Vorarbeiten für das in der Forschungsstrategie geforderte Themenmanagement geleistet“, so FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. In Bezug auf die so genannte Governance, also hinsichtlich der administrativen Struktur des Innovationssystems selbst, weist die Forschungsstrategie ebenfalls neue Wege. Die FFG-Geschäftsführer sehen in der geforderten größeren operativen Autonomie der Förderagenturen einen wichtigen Ansatz für mehr Effektivität und Effizienz in der Forschungsförderung.

Auch die internationale Positionierung Österreichs konnte in den letzten Jahren deutlich verbessert werden: Eine Rückflussquote von derzeit rund 126% (entspricht dem österreichischen Anteil an den vergebenen Mitteln im Verhältnis zum rechnerischen Beitrag) zeigt das eindrucksvoll. Das entspricht jährlichen Rückflüssen in Höhe von zuletzt rund 80 bis100 Millionen Euro. „Die Dienstleistungen der FFG haben wesentlich mitgeholfen, dass die heimische Beteiligung am 7. EU-Forschungsrahmenprogramm zur Erfolgsgeschichte wurde“, so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

 

Link: PDF der FTI-Strategie


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