Seltene Erkrankungen

Seltene Erkrankungen - Förderung, Bedingungen

Forschungsschwerpunkt zur Entwicklung neuer Therapien

Seltene Erkrankungen sind zumeist schwerwiegend, betreffen oft mehrere Organsysteme, können dauerhafte Invalidität nach sich ziehen und gehen unbehandelt oft mit einer verringerten Lebenserwartung einher. Das Förderangebot für seltene Erkrankungen unterstützt mit zusätzlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Unternehmen mit Sitz in Österreich.
Programmeigentümer/Geldgeber
Zielgruppe Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Große Unternehmen (GU), Start-Up
Themenbereich Lebenswissenschaften
Art des Angebots Förderung
Förderinstrument C3 E Einzelprojekt - Experimentelle Entwicklung
Geltungsbereich -
Partner Keine benötigt
Einreichung Einreichung jederzeit möglich
FFG-Bereich Basisprogramme
Auswahl durch FFG ExpertInnen und Beirat der Basisprogramme
Was wird gefördert F&E-Vorhaben aus dem Segment "Seltene Erkrankungen" werden mit einem Mix aus Darlehen und Zuschussförderung unterstützt. Dabei werden die Barwertobergrenzen für Kleinunternehmen (bis zu max. 45 %), für Mittelunternehmen (bis zu max. 35 %) und Großunternehmen (bis zu max. 25 %) ausgeschöpft. Es gelten die in 3.2.1.2. der FFG Richtlinien angeführten EU-Beihilfehöchstintensitäten.
Min. / max. Förderung 0 / keine Obergrenze
Förderbare Kosten Angaben zu den förderbaren Kosten stehen im Ausschreibungsleitfaden und im FFG Kostenleitfaden in der aktuellen Version aufbereitet zur Verfügung.
Min. / max. Laufzeit 12 / 36 Monate
Verfügbarkeit von 17.06.2013 - 03.03.2017
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Der Förderungsschwerpunkt für seltene Erkrankungen hat zum Ziel, Kenntnisse zur Prävention zu erweitern bzw. Diagnose und Behandlungen im Bereich Seltener Erkrankungen zu verbessern. Im Speziellen sind dies:

  1. Intensivierung von Forschungsaktivitäten im Bereich Seltene Erkrankungen
    Der Standard der medizinischen Forschung in Österreich ist zwar hoch, aber eine Förderung im Bereich „Seltener Erkrankungen“ würde eine Bearbeitung dieser Themen und eine Profilierung der Forschung in Österreich überhaupt erst ermöglichen, da Investoren aufgrund der geringeren wirtschaftlichen Rendite zumeist von einer Fokussierung auf eine Indikation im Bereich Seltener Erkrankungen absehen. Daher sind nach wie vor dringend weitere Forschungsanstrengungen im Bereich der seltenen Erkrankungen nötig, um bessere Kenntnisse zur Prävention, Diagnose und Behandlung zu erlangen.
     
  2. Marktversagen gezielt entgegenwirken
    Neben den geringeren Entwicklungskosten aufgrund kürzerer Entwicklungszeiten (Anreiz der europäischen Zulassungsbehörde für Orphan Drugs soll ein erhöhter Barwertbonus und damit eine höhere Förderungsquote für F&E-Vorhaben einen zusätzlichen Anreiz liefern und eine nachhaltige Wirkung erzeugen.  Gleichzeitig kann ein großer gesellschaftlicher Nutzen erlangt werden und einem Marktversagen gezielt entgegen gewirkt werden.
     

Einreichung und Abwicklung

Eine laufende Einreichung ist möglich. Die Abwicklung erfolgt durch den Bereich Basisprogramme.

Entscheidung

Die Evaluierung erfolgt wie bei der Projektförderung im Basisprogramm (technisch, wirtschaftlich) und die Förderentscheidung bereitet der Beirat für den Bereich Basisprogramme vor.

Eckpunkte der Förderung

  • klarer inhaltlicher Fokus auf seltene Erkrankungen
  • alle Unternehmensgrößen
  • Finanzierung in Form von einem Mix aus Zuschuss und Darlehen
  • FFG Richtlinien
  • Seltene Erkrankungen Programmliniendokument

Beschreibung der Zielgruppe

Unternehmen (insbesondere KMU) aus dem Themenfeld Lebenswissenschaften