Das nationale Angebot für eine Karriere in Forschung und Entwicklung

Die FFG hat in den vergangenen Jahren ihr Angebot zur Förderung von Humanpotenzial gemeinsam mit ihren Auftraggebern deutlich ausgebaut.

Der Förderschwerpunkt Talente fokussiert auf den gesamten Karriereverlauf von Forscherinnen und Forschern. Dabei kommt eine breite Palette von Förder- und Mobilisierungsinstrumenten zum Einsatz, wie z.B. regionale Kooperationsprojekte zur Vernetzung von (vor-)schulischen Bildungseinrichtungen und Partnern aus Wirtschaft und Forschung, Praktika für SchülerInnen und Studentinnen, Karriere-Grants für Vorstellungsgespräche, Umzug nach Österreich und Integration des Partners/der Partnerin sowie Projekte zum Thema Chancengleichheit und Frauenförderung. Mit der frei nutzbaren, tagesaktuellen österreichischen Jobbörse für Forschung, Entwicklung und Innovation wird eine in Österreich einzigartige Dienstleistung angeboten.

Junge Forscherinnen und Forscher können ihr wissenschaftliches Know-how im Rahmen eines F&E-Projektes im Basisprogramm (inkl. Start-up Förderung) einbringen. Neben der Projektförderung erhält das Unternehmen einen Personalkostenzuschuss (Bonifizierung) zur Erstellung von Diplomarbeiten und Dissertationen. Im Basisprogramm werden zudem Zusammenarbeit bzw. Forschungskooperationen (Wissenschaft-Wirtschaft) mit einem 15%igen Bonus berücksichtigt. Das zentrale Programmziel im BRIDGE-Programm ist der Wissenschaftstransfer. Die Förderung von Projekten erfolgt an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und industrieller Forschung. Industrienahe Dissertationen im Programm Forschungspartnerschaften fördern F&E-Projekte der industriellen Forschung, in deren Fokus eine Dissertation steht. Die Dissertantin/der Dissertant ist für die Projektdauer in einem Unternehmen bzw. einer außeruniversitären Forschungseinrichtung angestellt. Die Projekte können laufend durch die Organisation eingereicht werden. Die Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR) als “Andockstation” für Österreichs Wirtschaft und Wissenschaft zur internationalen Raumfahrtszene, ermöglicht Nachwuchstalenten (Kindern, SchülerInnen bis jungen ForscherInnen) Zugang zu zahlreichen Ausbildungs-, Trainings- und Awareness-Aktivitäten.

Mit Forschungskompetenzen für die Wirtschaft werden Unternehmen (primär KMU) im systematischen Aufbau und in der Höherqualifizierung ihres vorhandenen Forschungs- und Innovationspersonals unterstützt. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Förderung der Verankerung unternehmensrelevanter Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sowie Impulse für eine höhere sektorale Mobilität. Die Förderungen ermöglichen den Einstieg in neue Technologiefelder durch zeitlich begrenzte und maßgeschneiderte Qualifizierungsseminare, den Ausbau von Innovationskompetenz durch Qualifizierungsnetze zwischen Unternehmen und Universitäten bzw. Fachhochschulen, die Kompetenzerweiterung in der angewandten Forschung durch Innovationslehrveranstaltungen sowie langfristige Qualifizierungsnetzwerke. Mit den Digital Pro Bootcampsgibt es ein neues Angebot: Innerhalb von 9 Wochen werden ausgewählte TeilnehmerInnen in einem IT-Bootcamp zu Digital Professionals ausgebildet. Für die Unternehmen sind die Bootcamps eine einzigartige Möglichkeit ihre IT-Kompetenzen zu steigern und damit ihre Digitalisierungsagenden voranzutreiben. Der Austausch zwischen Wissenschaft-Wirtschaft und Aufbau von Humanressourcen wird auch durch Stiftungsprofessuren gefördert.

Das Thema Chancengleichheit nimmt im Förderangebot der FFG eine zentrale Stellung ein. Die Programme w-fFORTE und Talente setzen hierzu Schwerpunkte. w-fFORTE - Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie bietet kostenlose Karrieretrainings für Forscherinnen & Unternehmerinnen in FTI, einen quartalsweisen Co-Create Careers-Circle" für (Nachwuchs-)Forscherinnen & Forscher sowie Workshops für das Arbeiten in gemischten Teams. Im Förderschwerpunkt Talente unterstützt die FFG verschiedene Maßnahmen und Projekte zur Förderung von Frauen in Forschung und Technologie und zur Schaffung von Chancengleichheit.