SCCH: Forschung in der digitalen Biosphäre

Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) betreibt als COMET-K1-Zentrum Spitzenforschung in den Bereichen Data Science und Softwareentwicklung und transferiert seine Ergebnisse erfolgreich in die Industrie. Aktuelle Forschungsprojekte des SCCH zu Quantencomputing und neuromorphen Computern sind an Unternehmen adressiert, die sich für diese aufkommenden Technologien rüsten wollen.

Angesichts der rasanten Fortschritte im Bereich Deep Learning und im Kontext von Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Internet of Things (IoT) und Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt die Verbindung von Daten- und Softwarewissenschaft zunehmend an Bedeutung. Am SCCH in Hagenberg im Mühlkreis wird daher in F&E-Projekten gezielt an der Verschränkung dieser beiden Bereiche gearbeitet. Einen Schwerpunkt legt das außeruniversitäre Forschungszentrum, das sich auf seiner Website als „digitale Biosphäre“ bezeichnet, auf die Entwicklung eines integrierten Software- und KI-Engineering-Zyklus. Dabei werden Daten- und KI-Modellierung, Software-Evolution sowie die Prüfung von Standards und Regularien kombiniert. Im Fokus der Forschungsaktivitäten des SCCH stehen nicht zuletzt Quantencomputer und neuromorphe Computer als Zukunftstechnologien, wie CEO Markus Manz hervorhebt.

 

Unternehmen auf Quantencomputing vorbereiten

Stefan Hillmich, Senior Researcher Software Science am SCCH, erläutert: „Quantencomputing ist ein besonderes Forschungsfeld, da es zu dieser neuen, aufkommenden Technologie vergleichsweise wenig Wissen gibt. Da es noch nicht klar ist, zu welchen speziellen Problemen wir hier überhaupt einen Vorteil bekommen können, ist es sehr wichtig und auch sehr spannend zu schauen, in welche Richtung wir das Thema entwickeln können.“ Und Sonja Bruckner, Researcher & Software Engineer, ergänzt: „Gerade in den letzten Jahren hat sich Quantencomputing stark weiterentwickelt, und wir rechnen in den nächsten Jahren mit leistungsstärkeren Quantencomputern am Markt. Wir möchten den Firmen eine Möglichkeit geben, sich schon jetzt darauf vorzubereiten und sich eine Knowledge Base aufzubauen, damit sie einen schnelleren Einstieg schaffen und dann gleich losstarten können.“ 

 

„Integrate“ bündelt alle Kompetenzen

Um in diesem sich rasch entwickelnden Feld am Puls der Zeit zu bleiben, bündelt das SCCH seine Aktivitäten aus allen Kompetenzfeldern in seinem aktuellen, bis 2030 laufenden Forschungsprogramm „Integrate“. Dieses umfasst fünf Bereiche: Integrierte Software und KI-Systeme, Daten- und KI-Modellierung, Software-System-Engineering, Integrierte Monitoring- und Diagnoselösungen und nicht zuletzt die erwähnten aufkommenden Technologien. Im Programm „Integrate“ sind etliche der langjährigen Unternehmenspartner des SCCH mit an Bord, darunter die KEBA AG, Siemens, ENGEL AUSTRIA und TRUMPF Maschinen Austria. Auch die voestalpine Stahl GmbH zählt zu den langjährigen Referenzkunden des SCCH, das 1999 als Initiative der Johannes-Kepler-Universität Linz gegründet wurde und seit 2008 als COMET-K1-Zentrum Ergebnisse der Spitzenforschung in die Wirtschaft transferiert.

 

Über 100 Projekte am Laufen

„Integrate“ ist die größte Forschungsunternehmung am SCCH, aber bei Weitem nicht die einzige. „Wir haben momentan weit über 100 Projekte laufen, und davon sind ein Großteil von der FFG geförderte Projekte“, sagt Markus Manz. Der CEO unterstreicht die Wichtigkeit der Forschungsförderungsgesellschaft für die Arbeit des SCCH: „Ganz besonders schätze ich an der FFG den Mix an Technologien, wo wir uns für Applikationen bewerben können. Durch diese Forschungsprojekte können wir uns weiterentwickeln. Das Zweite, was ich sehr schätze, ist, dass die FFG auch auf das Netzwerken schaut. Wir brauchen Netzwerke, um Projekte zu initiieren. Dafür bin ich der FFG sehr dankbar.“ 

Für den CEO des Hagenberger Software-Kompetenzzentrums ist die FFG der primäre Ansprechpartner für die Förderung von Technologie in Österreich. Markus Manz kann jedem Unternehmen mit innovativen Ideen nur empfehlen, „zur FFG gehen und zu schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, sich die Entwicklung fördern zu lassen.“

 

Fördergeber des Software Competence Center Hagenbergs sind neben der FFG auch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, das Land Steiermark, das Steirische Wirtschaftsförderungs-gesellschaft mbH (SFG), das Land Tirol, die Standortagentur Tirol, das Land Salzburg und Innovation Salzburg

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The Austrian Research Promotion Agency (FFG) is the national funding institution for industry-related research and development in Austria. FFG funding plays a key role in generating new knowledge, developing new products and services, and thereby becoming more competitive in the global market.
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