Die Sommerschule Alpbach bietet die Möglichkeit, sich mit einem speziellen Thema der Weltraumforschung vertraut zu machen. In einer einzigartigen Kombination aus Vortragsveranstaltungen und praktischen Workshops, bei der innovative Weltraummissionen erarbeitet werden, können die Teilnehmer/innen ihr Wissen wesentlich vertiefen. Sie hören nicht nur Vorträge, sondern entwickeln in den Workshops eigene Ideen für Satellitenmissionen.
2013 wird die Sommerschule Alpbach vom 16.-25. Juli stattfinden und sich mit dem Thema "Space Weather: Sciences, Missions, and Systems“ befassen.
Der Begriff Weltraumwetter beschreibt durch die Sonne hervorgerufene Veränderungen des Weltraumplasmas, die speziell im erdnahen Bereich der Magnetosphäre (bis 10.000 km Entfernung zur Erde) wahrgenommen werden. Hauptsächliche Ursachen sind energetische Massenauswürfe und Strahlungsausbrüche von der Sonne, der Sonnenwind, und die galaktische kosmische Strahlung der Milchstraße. Durch diese Einflüsse gelangen in unregelmäßigen Abständen verstärkt Teilchen- und Strahlungsströme in das Umfeld der Erde und beeinflussen damit die irdische Magnetosphäre, Ionosphäre und Erdatmosphäre.
Weltraumwetter ist ein an Bedeutung gewinnender Forschungsbereich, da sowohl geostationäre Satelliten als auch Kommunikationssysteme und in polarnahen Gebieten befindliche Energieversorgungsnetze durch verstärkte Sonnenwindströmungen gefährdet werden können. Ziel der Forschung ist es, die zu Grunde liegenden physikalischen Mechanismen zu verstehen, um derartige Ereignisse vorherzusagen oder zumindest rechtzeitig erkennen zu können, so dass geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden können.
Veranstalter der Sommerschule Alpbach sind die FFG in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und ihren Mitgliedsstaaten. Ein traditioneller Partner ist das International Space Science Institute, ISSI. Unterstützt wird die Sommerschule von Austrospace, der Vereinigung der österreichischen Weltraumindustrie
Für 10 ausgewählte österreichische Studentinnen und Studenten wird die FFG Stipendien zur Teilnahme zur Verfügung stellen. Eine österreichische Jury, bestehend aus Mitgliedern des Programmkomitees, wird aus den eingegangenen Bewerbungen die besten 10 Kandidatinnen und Kandidaten aus Österreich zur Teilnahme auswählen. Die BewerberInnen werden im Laufe des April 2013 über Zu- oder Absage verständigt.