Robotik in der Reinigung - Autonome Maschinen für die Gebäudereinigung
Gesucht wird eine selbstfahrende Maschine, die große Bodenflächen reinigt, ohne von Menschen gesteuert und betreut zu werden. Unternehmen können geeignete Reinigungsroboter ab sofort bis 15.8.2017 ins Rennen schicken. Die besten Lösungen werden bei einem Innovationsdialog am 11. September mit der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) und ausgewählten Beschaffungsverantwortlichen öffentlicher Institutionen präsentiert.  Dem besten einsatzbereiten Reinigungsroboter winkt allenfalls die  Aufnahme in die Standardrahmenvereinbarung der BBG für Reinigungsmaschinen, -materialien und –geräte, so dass über 2.000 öffentliche Organisationen diese beziehen können.
Einreichungen unter: http://www.innovationspartnerschaft.at/challenge/robotik-in-der-reinigung-autonome-maschinen-machen-die-gebaudereinigung-effizienter

 

OECD veröffentlicht neuen Report zur innovativen Beschaffung
>> Public Procurement for Innovation: Good Practices and Strategies


Nachfrageseitige Instrumente der Innovationspolitik und hierbei insbesondere die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung haben in den letzten Jahren als Ergänzung zur „herkömmlichen“ angebotsorientierten Forschungsförderungspolitik international zunehmend Beachtung gefunden. Die österreichische Bundesregierung hat unter Federführung von BMVIT und BMWFW ein Leitkonzept für die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) verfasst.

Ziel der Bundesregierung ist es, die großen budgetären Volumina, die jährlich von Seiten der öffentlichen Hand investiert werden (ca. 40 Mrd. Euro pro Jahr in Österreich), vermehrt (indirekt) für die Förderung der Herstellung von innovativen Produkten und Dienstleistungen einzusetzen und gleichzeitig öffentliche Stellen und die Bürger mit moderneren, (öko-)effizienteren und wettbewerbsfähigeren Produkten und Dienstleistungen zu versorgen.

Es sollen einerseits zusätzliche Innovationen in den Unternehmen ausgelöst werden – hier soll die öffentliche Hand als Referenzmarkt für die Wirtschaft fungieren – und andererseits den öffentlichen Sektor selbst durch Innovationen moderner und effizienter machen. Insgesamt geht es darum, einen stärkeren Beitrag zur Lösung zentraler technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen unserer Zeit leisten zu können.

  • Einerseits geht es um die vorkommerzielle Beschaffung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch die öffentliche Hand (engl.: pre-commercial procurement, PCP)
     
  • und andererseits, um die kommerzielle Beschaffung von Innovation im Rahmen der üblichen Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand (engl.: public procurement of innovative solutions, PPI)

 

Zur Umsetzung der IÖB in Österreich wurde eine eigene Servicestelle für eine innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) bei der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) eingerichtet. Sie fungiert als One-Stop-Shop für Bedarfsträger, beschaffende Stellen, Förderagenturen und Wirtschaftsunternehmen und dient dabei als Ansprechpartner für die öffentliche Hand in IÖB-Angelegenheiten. Die IÖB-Servicestelle arbeitet mit den IÖB-Kompetenzstellen zusammen, bietet Qualifizierungsmaßnahmen für Bedarfsträger und Beschaffungsstellen an und initiiert und begleitet IÖB-Pilotprojekte bzw. führt solche selber durch.

Als Ergänzung zur IÖB-Servicestelle werden IÖB-Kompetenzstellen eingerichtet. Diese arbeiten partnerschaftlich mit der IÖB-Servicestelle zusammen und bringen komplementäres Know-how in Form von förder- oder sektorspezifischer Kompetenz ein. Die FFG ist seit Jänner 2014 eine IÖB-Kompetenzstelle.

Neue Plattform gestartet

Die IÖB-Servicestelle startete mit der Onlineplattform www.innovationspartnerschaft.at einen EU-weit einmaligen neuen Marktplatz speziell für die öffentliche Verwaltung und innovative Unternehmen. Auf dem „Marktplatz Innovation“ erhält die öffentliche Verwaltung moderne, effiziente Lösungen, während Unternehmen und Start-Ups innovative Lösungen anbieten.  

Primäres Ziel dieser Onlineplattform ist es, innovationsfreudige Beschaffer der öffentlichen Verwaltung mit innovativen Unternehmen zusammenzubringen.

www.innovationspartnerschaft.at bietet innovativen Unternehmen und Start-Ups einen direkten Zugang zu Beschaffern in der öffentlichen Verwaltung. Die öffentliche Verwaltung und andere Interessierte wiederum finden auf dem Marktplatz der Plattform Produkte und Dienstleistungen, die von einer Expertenjury unter anderem auf Innovation und Einsetzbarkeit für die öffentliche Hand geprüft wurden. Ein weiterer Vorteil für Beschaffungsverantwortliche  liegt darin, über www.innovationspartnerschaft.at ihre eigene „Challenge“ ausrufen zu können, um mit geringem Aufwand innovative Lösungen für eine bestehende Herausforderung suchen zu lassen. So bietet der auf der Plattform angewandte Open Innovation Ansatz interessierten Beschaffern neue Zugänge, um innovative Problemlösungen zu finden.

Die IÖB-Onlineplattform www.innovationspartnerschaft.at wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) eingerichtet.

 

Kontakt:
Mag. Henrike Hügelsberger, MSc
Tel. 05 7755-7016
email: henrike.huegelsberger@ffg.at