Vorkommerzielle und kommerzielle öffentliche Beschaffung

Innovationsfördernde öffentliche Beschaffung

Symbolbild Klima mit Piktogrammen. Foto: Adobe StockSymbolbild Digitalisierung mit Händen und Computertastatur. Foto: Adobe Stock

Fotos: Adobe Stock

 

IÖB-Summer Call 2020: Die besten Klimaschutz- und digitalen Innovationen gesucht
Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in Kooperation mit der IÖB-Servicestelle suchen ab 17. August in zwei IÖB-Summer Calls 2020 Klimaschutz-Innovationen sowie digitale Innovationen aus und für öffentliche Institutionen in Österreich. Einreichfrist ist der 21. September 2020.
> Zum Summer Call des BMK (Klimaschutz)
> Zum Summer Call des BMDW (Digitalisierung)

 

 

Foto: ASFINAG

  Besserer Lärmschutz für Autobahnen gesucht
Die ASFINAG sucht im Rahmen einer Challenge innovative Technologien und Lösungen, die die Lärmbelastung entlang von Autobahnen reduzieren können. Bis 14. September können Unternehmen ihre passenden Produkte und Inputs bei der IÖB-Challenge einreichen.
> Zum Wettbewerb Lärmschutz für Autobahnen

 

 

  aws IÖB-Toolbox bietet neue Fördermöglichkeiten für öffentliche Auftraggeber
Die IÖB-Initiative unterstützt in Kooperation mit der aws innovationsfreudige Beschafferinnen und Beschaffer im Rahmen einer Förderung. Das Förderungsprogramm "aws IÖB-Toolbox" aus Mitteln des Österreichfonds möchte österreichischen öffentlichen Auftraggebern die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges sowie von innovativen Beschaffungen ermöglichen.
>> Förderung für IÖB-Projekte

 

Titel der OECD-Publikation "Public Procurement for Innovation"   OECD-Report zur innovativen Beschaffung
>> Public Procurement for Innovation: Good Practices and Strategies

Nachfrageseitige Instrumente der Innovationspolitik und hierbei insbesondere die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung haben in den letzten Jahren als Ergänzung zur „herkömmlichen“ angebotsorientierten Forschungsförderungspolitik international zunehmend Beachtung gefunden. Die österreichische Bundesregierung hat unter Federführung von BMK und BMDW ein Leitkonzept für die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) verfasst.

Ziel der Bundesregierung ist es, die großen budgetären Volumina, die jährlich von Seiten der öffentlichen Hand investiert werden (ca. 40 Mrd. Euro pro Jahr in Österreich), vermehrt (indirekt) für die Förderung der Herstellung von innovativen Produkten und Dienstleistungen einzusetzen und gleichzeitig öffentliche Stellen und die Bürger mit moderneren, (öko-)effizienteren und wettbewerbsfähigeren Produkten und Dienstleistungen zu versorgen.

Es sollen einerseits zusätzliche Innovationen in den Unternehmen ausgelöst werden – hier soll die öffentliche Hand als Referenzmarkt für die Wirtschaft fungieren – und andererseits den öffentlichen Sektor selbst durch Innovationen moderner und effizienter machen. Insgesamt geht es darum, einen stärkeren Beitrag zur Lösung zentraler technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen unserer Zeit leisten zu können.

  • Einerseits geht es um die vorkommerzielle Beschaffung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch die öffentliche Hand (engl.: pre-commercial procurement, PCP)
     
  • und andererseits, um die kommerzielle Beschaffung von Innovation im Rahmen der üblichen Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand (engl.: public procurement of innovative solutions, PPI)

 

Zur Umsetzung der IÖB in Österreich wurde eine eigene Servicestelle für eine innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) bei der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) eingerichtet. Sie fungiert als One-Stop-Shop für Bedarfsträger, beschaffende Stellen, Förderagenturen und Wirtschaftsunternehmen und dient dabei als Ansprechpartner für die öffentliche Hand in IÖB-Angelegenheiten. Die IÖB-Servicestelle arbeitet mit den IÖB-Kompetenzstellen zusammen, bietet Qualifizierungsmaßnahmen für Bedarfsträger und Beschaffungsstellen an und initiiert und begleitet IÖB-Pilotprojekte bzw. führt solche selber durch.

Als Ergänzung zur IÖB-Servicestelle werden IÖB-Kompetenzstellen eingerichtet. Diese arbeiten partnerschaftlich mit der IÖB-Servicestelle zusammen und bringen komplementäres Know-how in Form von förder- oder sektorspezifischer Kompetenz ein. Die FFG ist seit Jänner 2014 eine IÖB-Kompetenzstelle.

IÖB-Innovationsplattform gestartet

Die IÖB-Servicestelle startete mit der Onlineplattform www.ioeb-innovationsplattform.at einen EU-weit einmaligen neuen Marktplatz speziell für die öffentliche Verwaltung und innovative Unternehmen. Auf dem „Marktplatz Innovation“ erhält die öffentliche Verwaltung moderne, effiziente Lösungen, während Unternehmen und Start-Ups innovative Lösungen anbieten.  

Primäres Ziel dieser Onlineplattform ist es, innovationsfreudige Beschaffer der öffentlichen Verwaltung mit innovativen Unternehmen zusammenzubringen.

www.ioeb-innovationsplattform.at bietet innovativen Unternehmen und Start-Ups einen direkten Zugang zu Beschaffern in der öffentlichen Verwaltung. Die öffentliche Verwaltung und andere Interessierte wiederum finden auf dem Marktplatz der Plattform Produkte und Dienstleistungen, die von einer Expertenjury unter anderem auf Innovation und Einsetzbarkeit für die öffentliche Hand geprüft wurden. Ein weiterer Vorteil für Beschaffungsverantwortliche  liegt darin, über www.innovationspartnerschaft.at ihre eigene „Challenge“ ausrufen zu können, um mit geringem Aufwand innovative Lösungen für eine bestehende Herausforderung suchen zu lassen. So bietet der auf der Plattform angewandte Open Innovation Ansatz interessierten Beschaffern neue Zugänge, um innovative Problemlösungen zu finden.

Die IÖB-Onlineplattform www.ioeb-innovationsplattform.at wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) sowie des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) eingerichtet.

 

Kontakt:
DI Gertrud Aichberger
Tel. 05 7755-5043
emai: gertrud.aichberger@ffg.at