Soil Walks wurde von der TU Wien gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und regionalen Partner:innen ins Leben gerufen und vom BMLUK finanziert. Ziel des Projekts ist es, den Boden als zentrale Lebensgrundlage sichtbarer zu machen und den Dialog über Themen wie Bodenversiegelung, Flächenverbrauch, Innenentwicklung und Bodenschutz in die Gemeinden zu tragen. Dazu wurden geführte Spaziergänge – die sogenannten Soil Walks – entwickelt, bei denen Bürger:innen, Gemeindeverantwortliche und Expert:innen gemeinsam Orte begehen und anhand von Bodenprofilen, Daten und lokalen Beispielen ins Gespräch kommen. Die Walks machen den Boden nicht nur im wörtlichen Sinn erlebbar, sondern zeigen auch, wie sehr seine Qualität, Funktionen und Belastungen mit Klima, Biodiversität und Lebensqualität zusammenhängen.
Neben den Spaziergängen entstand ein praxisnahes Handbuch mit Schulungsvideo, das Gemeinden und Organisationen befähigt, eigene Soil Walks durchzuführen. Ergänzt wird das Angebot durch ein interaktives Daten-Dashboard sowie den „Soil Walks-Würfel“ als Werkzeug für Diskussion und Bewusstseinsbildung. Zwischen 2023 und 2025 wurde das Format in mehreren Pilotgemeinden – etwa Altmünster, Waidhofen an der Thaya und Mautern – erfolgreich erprobt. Damit bietet das Projekt nicht nur ein innovatives Vermittlungsformat, sondern auch konkrete Instrumente, um Bodenthemen nachhaltig in den kommunalen Alltag zu integrieren.
Insgesamt leistet Soil Walks einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Ressource Boden, stärkt die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft und fördert gemeinsames Handeln für eine zukunftsfähige Raum- und Bodennutzung.