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Dr. Albert RÖSSLER

Fa. ADLER-Werk-Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG

„Innovationen stellen den entscheidenden Vorsprung zur Absicherung der Unternehmen dar. Es gilt völlig neuartige Ansätze zu identifizieren und mit Systemverständnis schwer zu kopierende Kompetenzen zu entwickeln. Wissen ist der wichtigste Asset, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit geht und Wissen „wohnt in Menschen“. Diese Menschen, die für die Unternehmen hoch relevant sind, gilt es zu finden und zu binden. Kurze Innovationszyklen sind wettbewerbsentscheidend. Die Wissensgesellschaft verändert heute massiv die Wirtschaft.

Programme wie QUALIMAT ermöglichen es, einen essentiellen Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen sehr zielorientiert und damit effizient herzustellen. Für ADLER liegt der Fokus auf neuen Methoden für die Charakterisierung von Lackfilmen zum besseren Verständnis und zur zukünftigen Lösung von Problemen. Unternehmen benötigen stets das aktuellste Fachwissen und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in den sich rasch weiterentwickelnden Feldern der Nano- und Materialwissenschaften. Besonderen Reiz hat die Bearbeitung einer konkreten praktischen Problemstellung aus dem Unternehmen im Rahmen eines Weiterbildungsmoduls. Dies stellt einen raschen und unkomplizierten Zugang zu den aktuellsten Entwicklungen in den relevanten Technologien und zu den neuesten Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung dar. Natürlich werde auch umgekehrt aus der Industrie wertvolle Impulse für die Arbeit sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch in der angewandten Forschung an den Hochschulen und Universitäten geliefert.

Zudem gibt es in Tirol eine größere Anzahl an Unternehmen, die im Bereich der Material- und Nanowissenschaften arbeiten. Ein großer Vorteil derartiger Programme sind die entstehenden persönlichen Kontakte auch für zukünftige Fragestellungen, möglicherweise gehen daraus sogar Folgeforschungsprojekte hervor. Der durch die Kooperation zwischen Universität Innsbruck und dem Management Center Innsbruck (MCI) hinter QUALIMAT stehende Campus-Tirol-Gedanke hat für die Tiroler Industrie ebenfalls große Bedeutung. Die globale Welt erfordert die Etablierung derartiger Netzwerke, um die Schlagkraft zu erhöhen. Grenzen im Hinblick auf verfügbare Forschungsgeräte oder internationale Vernetzung verschwinden. In Summe wird durch die Höherqualifizierung und Vernetzung der Industriestandort Tirol gestärkt. Das Förderprogramm „Kompetenzvertiefung Qualifizierungsnetze“ der FFG hat allen Partnern dabei wertvolle Unterstützung gegeben. Selbstverständlich ist dies ein Beginn und als langfristige Perspektive des Qualifizierungsnetzes sehen wir einen Universitätslehrgang bzw. ein gemeinsamer Studiengang aus dem Bereich der Materialwissenschaften der beiden beteiligten Hochschulen. Ziel ist der nachhaltige Aufbau eines Tiroler Qualifizierungsnetzes, um in den Technologiefeldern Material- und Nanowissenschaften die Fachkompetenz der Mitarbeiter in Forschung, Technologie und Innovation zu erhöhen.“


Kurzbiografie

Dipl. Ing. Dr. Albert Rössler, geboren 1975 in Innsbruck, absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für chemische Betriebstechnik in Wels (Österreich) und studierte Chemieingenieurwesen an der ETH Zürich. Nach seiner Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit der Firma Volvo AB, Göteborg, am Royal Institute of Technology, Stockholm, über Brennstoffzellen erfolgte die Promotion unter der Leitung von Prof. Rys an der ETH Zürich im Bereich der Farbstoff- und Textilchemie. Diese Arbeit wurde mit dem COLORCHEM´02 Clariant Innovation Award und dem Max-Kunz-Preis der Schweizer Textilindustrie ausgezeichnet.
Anschließend arbeitete Herr Rössler als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe für Nanotechnologie von Prof. Pratsinis an der ETH Zürich auf dem Gebiet der Flammensynthese nanoskaliger Partikel. Seit 2003 ist er in der Forschung und Entwicklung der Firma ADLER tätig, welche er seit 2009 auch leitet.
Herr Rössler ist Autor mehrerer Patente, und veröffentlichte eine große Zahl wissenschaftlich-technischer Arbeiten in einschlägigen Journalen.

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