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Europäischer Umweltsatellit Sentinel-1A erfolgreich gestartet

Österreichische Technologie ist mit an Bord – Daten werden vielfältig genutzt


Foto: ESA

Sentinel-1A ist rund 2,3 Tonnen schwer und verfügt über ein neuartiges Radarsystem, das rund um die Uhr und bei jedem Wetter hochaufgelöste Daten der Erdoberfläche liefern kann. Das Copernicus-Programm der ESA sieht vor, bis 2020 insgesamt sechs Sentinel-Missionen mit unterschiedlichen Zielen zu starten. Die Sentinel 1- Mission besteht aus zwei Satelliten (1 A und 1 B), die Informationen über die Veränderung der Meereisflächen, Algenwachstum und Vegetation liefern. Die Satelliten können Umweltverschmutzungen erkennen und bei Umweltkatastrophen rasch präzise Daten liefern.

Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Österreich sind für die Nutzung der Daten startbereit. So wird die Innsbrucker Firma ENVEO die Daten nützen, um tagesaktuelle Karten der Schneebedeckung in Europa zu generieren und das Abschmelzen der Alpengletscher zu dokumentieren, das GEO Department der TU Wien gewinnt aus den Radardaten globale Informationen zur Bodenfeuchte und kann damit Vorhersagen für Dürren aber auch Überflutungen erleichtern, und eine Arbeitsgruppe von Joanneum Research in Graz verwendet Sentinel-1 Daten für verschiedene Aufgaben im Waldmanagement. Diese Anwendungen werden seit Jahren mit Mitteln des österreichischen Weltraumprogramms ASAP und ESA-Projekten gezielt vorbereitet.

Auch der Satellit Sentinel-1A  selbst ist gespickt mit Technologie und Equipment aus Österreich. So hat die Ruag Space Austria die Thermalisolation für den Satelliten geliefert, ebenso wie einen weltraumtauglichen GPS-Empfänger für die Sentinel Satelliten, der die genaue Position des Satelliten bestimmt. Auch diese Entwicklung wurde sowohl aus dem nationalen Weltraumprogramm ASAP als auch aus ESA Technologieprogrammen finanziert.

Siemens Convergence Creators GmbH (vormals Siemens AG Österreich) lieferte für die Sentinel-1 Mission eine Reihe von Satellitentestanlagen, die die Funktionsfähigkeit und Genauigkeit der Steuerung und der Messdaten überprüft. Auch die Übermittlung der Daten und die Kontrolle der fehlerlosen Datenübertragung wird mit Siemens-Systemen kontrolliert.

Kontakt

Mag. Luc BERSET
T 0043577553308
Dr. Thomas GEIST
T 0043577553310