Österreichs und Europas Innovationskraft stärken

Geschrieben am 17.10.2024
„Horizon Europe“-Zwischenbericht: Mehr Budget, strategische Weichenstellungen und Fortführung von ERC und EIC gefordert
Am 16. Oktober 2024 präsentierte die Europäische Kommission den Zwischenbericht zur Evaluierung des Forschungsrahmenprogramms „Horizon Europe“. Der Bericht der High Level Group enthält wegweisende Empfehlungen, um Europas Position im globalen Innovationswettbewerb zu stärken und Forschung sowie technologische Entwicklung nachhaltig zu fördern.

„Der Bericht zeigt deutlich, dass Europa dringend handeln muss, um im internationalen Vergleich aufzuholen. Die Forderung nach einer Verdopplung des Budgets auf 220 Milliarden Euro unterstreicht, wie wichtig es ist, exzellente Projekte nicht nur zu initiieren, sondern auch umfassend zu unterstützen“, sagt Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. „Dies wäre ein entscheidender Schritt, um Österreichs und Europas Innovationskraft nachhaltig zu stärken.“
 

Ein zentraler Punkt des Berichts ist die Notwendigkeit, nationale Forschungs- und Innovationsinvestitionen zu erhöhen und enger mit den EU-Programmen zu koordinieren. „Gerade für Österreich bietet diese stärkere Verzahnung zwischen nationalen und europäischen Programmen enorme Potenziale. Nur so kann es gelingen, die Innovationspipeline effektiv zu fördern und europäische Spitzenleistungen weiter auszubauen“, betont Karin Tausz, Geschäftsführerin der FFG.
„Auch die Weiterführung und der Ausbau des European Research Council (ERC) und des European Innovation Council (EIC) sind zentrale Maßnahmen, um Europa langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, ergänzt Egerth.
 

Besonderes Augenmerk legt der Bericht auf die Bedeutung von Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen. Hier wird eine deutlich stärkere Gewichtung im Vergleich zu bisherigen Programmen gefordert. Darüber hinaus ruft der Bericht zu einer radikalen Vereinfachung der Fördermechanismen auf - bei gleichzeitiger Förderung radikaler Innovationen. „Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es allen Zielgruppen ermöglichen, innovativ tätig zu sein. Eine solche Simplifizierung der Prozesse ist dabei ein entscheidender Faktor“, fügt Tausz hinzu. Unbestritten ist, dass die FFG als zentrale Innovationsförderagentur Österreichs auch weiterhin aktiv an der Gestaltung des nächsten EU-Rahmenprogramms mitwirken wird.

Kontakt

Matthis PRABITZ

+43 577 55-6017 E-Mail senden

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
Mehr erfahren

Bleiben Sie verbunden

Jede Woche erhalten Sie ein Update von der FFG in Ihre Inbox. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit von unserem Newsletter abmelden.