Anlässlich eines Pressegesprächs mit FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher, IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka und AustroSpace Präsident Dieter Grebner wurden wirtschaftliche Effekte und Chancen für Österreichs Weltraum-Ökosystem präsentiert. Kein Zufall: Am selben Tag verkündete Bundesminister Hanke, den ESA-Beitrag zu erhöhen. FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz: „Österreichs ESA-Beitrag ist eine Investition, bei der das Geld vierfach zurückkommt. Umso mehr freuen wir uns, dass Bundesminister Hanke den ESA-Beitrag auf bis zu 320 Mio. Euro erhöht.“
Überdurchschnittlich produktiv und international
Dank kontinuierlicher Investitionen in die ESA, das nationale Weltraumprogramm ASAP, das EU Weltraumprogramm und EUMETSAT ist die Weltraumwirtschaft in den letzten Jahrzehnten kräftig gewachsen. Die Bruttowertschöpfung lag 2024 bei 198 Mio. Euro. In den 150 österreichischen Organisationen, die laut einer Studie von Economica zur Weltraumwirtschaft zählen, sind aktuell etwa 1.300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Diese produzieren und liefern Weltraumtechnologie und Dienstleistungen an Europa und die ganze Welt. Die wichtigsten Handelspartner dabei sind Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, USA, Kanada, Schweiz, Japan und Südkorea. Der Weltraumsektor in Österreich ist besonders produktiv und mit 104 Tsd. Euro Wertschöpfung pro Mitarbeiter:in über dem österreichischen Durchschnitt von 89 Tsd. Euro.
Weltraumforschung: EU vor China und USA
Grundlage für diese Entwicklung ist die Spitzenforschung, die hier in Österreich und in anderen EU-Ländern sowie ESA-Mitgliedsstaaten betrieben wird. Im internationalen Vergleich zeigt sich: Die EU-27 sind mit knapp 100.000 Publikationen zwischen 2000 und 2024 vor China (93.000 Publikationen) und den USA (90.000). Österreich belegt, gemessen an den wissenschaftlichen Publikationen pro Einwohner:in, Platz sechs innerhalb der EU.
Nur gemeinsam
Österreichs Kooperationsnetzwerk in der Weltraumforschung und -wirtschaft umfasst 141 Länder. Vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage gilt es, die Autonomie und Resilienz Europas zu stärken. Gleichzeitig soll nun die Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern – wo nötig – neu geordnet und neue Partnerschaften geschlossen werden.