Auf der Weltausstellung Expo 2025 Osaka, die unter dem Motto „Designing Future Society for our Lives“ steht, werden rund 28 Mio. Besucher*innen aus über 160 Ländern erwartet. Österreich ist mit einem eigenen Pavillon vertreten und rückt unter dem Leitgedanken „Composing the Future“ seine Stärken in Kultur, Technologie und Wirtschaft in den Mittelpunkt.
Gestern wurde beim Event „Austria & Japan – Pioneering Innovation together“ ein „Memorandum of Understanding“ mit dem japanischen Innovationszentrum „Knowledge Capital“ unterzeichnet, welches zum Ziel hat, den Ausbau bilateraler Innovationskooperationen zwischen Österreich und Japan weiter zu stärken.
„Startups sind ein Motor für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und technologische Entwicklung. Die Expo 2025 in Osaka ist eine strategisch wichtige Plattform, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Jungunternehmen international sichtbar zu machen. Durch gezielte Programme wie GIN Austria stärken wir nicht nur den Marktzugang für unsere Startups in einem der spannendsten Innovationsmärkte der Welt, sondern vertiefen auch die bilaterale Zusammenarbeit mit Japan – einem globalen Schlüsselpartner in Forschung und Technologie. Das unterzeichnete Memorandum of Understanding ist ein weiterer Meilenstein für ein starkes Innovationsnetzwerk zwischen Europa und Asien, das beiden Volkswirtschaften nachhaltigen Nutzen bringt“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Österreich und Japan investieren mit Forschungsquoten von jeweils deutlich über 3 % des BIP stark in Forschung und Entwicklung. Mit dem Global Incubator Network und über EUREKA vernetzen wir die Startup-Ökosysteme beider Länder und schaffen Raum für Austausch und Zusammenarbeit. Die EXPO bietet eine ideale Bühne für das österreichische Startup-Ökosystem, sich als Sprungbrett für die Europa-Expansion japanischer Start-ups zu positionieren. Ein Beleg dafür sind die erfolgreichen Ansiedelungen zweier japanischer Startups, die zuletzt mit dem GIN GO AUSTRIA Programm gelungen sind“, sagt FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.
Österreichs Innovationskraft zeigte sich auch bei der Präsentation von neun ausgewählten Startups und Spin-offs, die im Rahmen des GO ASIA Internationalisierungsprogramms ausgewählt wurden und ihre Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantenphysik, GreenTech, Mobilität, Gaming und HealthTech vorstellten. Sieben dieser Jungunternehmen sind zudem mit Ausstellungen im Pavillon vertreten. Insgesamt werden dort 90 Innovationsprojekte aus Österreich virtuell bis Oktober 2025 präsentiert.
„Die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und japanischen Startups und Spin-offs im Rahmen der Expo 2025 ist ein Paradebeispiel für internationale Innovationskooperationen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie Innovation und Tradition Hand in Hand gehen. Mit dem Global Incubator Network Austria schaffen wir jene Brücken zu internationalen Märkten und ermöglichen nachhaltige Partnerschaften für die Zukunft“, betont aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister.
Das Programm wurde im Rahmen des Global Incubator Network Austria (GIN) organisiert – dem bilateralen Internationalisierungsprogramm von aws und FFG, unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET).
Heimische Startups und Spin-offs zeigen Innovationskraft Österreichs
Seit 2016 wurden mit GIN Austria in neun Internationalisierungsprogrammen 54 österreichische Startups ins Ökosystem in Japan eingeführt, um erste Möglichkeiten im fremden Markt zu erkunden. Einen nachhaltig erfolgreichen Markteintritt schafften u.a. die Unternehmen Metadox, Sunnybag oder Waterdrop. Umgekehrt haben mittlerweile zwei japanische Startups eine Gründung mit Unterstützung von GO AUSTRIA in Österreich vollzogen.
Beim aktuellen Programm ist ein herausragendes Beispiel das Wiener Startup Artivive AI, das eine interaktive Installation geschaffen hat: Klassische Kunstwerke werden mithilfe von künstlicher Intelligenz und Augmented Reality zum Leben erweckt. Für die Expo entwickelte Artivive eine digitale Animation des berühmten Paravents aus dem Schloss Eggenberg aus dem 17. Jahrhundert, die den Besucher*innen ein innovatives Kunsterlebnis bietet.
Weiterhin fällt das Engagement in ein besonderes Jahr für Österreich: 2025 wurde als „Year of Quantum Technology“ ausgerufen. Österreichische Forschungseinrichtungen und Unternehmen präsentieren auf der Expo ihre Pionierleistungen im Bereich Quantentechnologien. Besonders hervorgehoben wird hier das Spin-off Parity Quantum Computing, das für seine herausragende Quantentechnologie ausgezeichnet wurde.
Österreichischer Pavillon auf der Expo 2025 Osaka
Im Zentrum des Österreich-Pavillons steht eine 16 Meter hohe Holzskulptur in Form einer Doppelspirale, die Beethovens „Ode an die Freude“ trägt. Sie symbolisiert Nachhaltigkeit, Innovation und die enge Verbindung zwischen Tradition und Zukunft. Heute findet der Österreichische Nationentag statt – begleitet von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, WKÖ-Vizepräsident Philipp Gady sowie rund 110 Delegierten aus Wirtschaft, Forschung und Kultur. Dabei werden Highlights wie ein Konzert der Wiener Sängerknaben sowie ein internationales Chorprojekt des Mozarteums Salzburg präsentiert, um dem internationalen Publikum die kulturelle Vielfalt Österreichs zu zeigen.
GIN Austria versteht sich als Brücke zwischen Europa und Asien
Seit dem Start von GIN Austria 2016 haben rund 300 österreichische Startups am GO ASIA-Programm teilgenommen, um Märkte in Asien erfolgreich zu erschließen. 2025 stehen zwei weitere Programme speziell für Japan im Fokus. Zusätzlich bringt GIN mit GO AUSTRIA asiatische Startups nach Österreich – zuletzt im Mai 2025 bei der ViennaUP, wo rund 45 Startups aus Asien in Wien zu Gast waren. GIN Austria beweist damit, wie Österreich als Innovationsdrehscheibe zwischen Europa und Asien fungiert.
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