
Daniel Albertini, Anyline CTO.
Foto: Anyline

Prof. Dr. Sepp Hochreiter, Leiter des Instituts für Machine Learning, Johannes Kepler Universität Linz.
Foto: JKU/ Barbara Klaczak

Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG.
Foto: FFG/Martin Lusser
Zentrales Forschungsthema des auf drei Jahre angelegten und von Anyline und der JKU gemeinsam finanzierten Doktorandenprogramms ist die Entwicklung neuer Techniken für das sogenannte “few shot learning”. Damit sollen Computer schneller und leichter „lernen, zu lernen“, indem neuronale Netze mit einer viel geringeren Zahl von Datensätzen als bisher trainiert werden können.
„Im Bereich der KI-Forschung befinden wir uns mitten in einer Aufbruchsstimmung. Gerade jetzt muss Europa ambitionierte Projekte auf den Weg bringen, um international Schritt halten zu können“, betonte Universitätsprofessor Hochreiter heute, Donnerstag, bei einer virtuellen Pressekonferenz in Linz und Wien. „Die spannende Zusammenarbeit mit Anyline als einem der führenden Technologieunternehmen Österreichs wird es uns ermöglichen, zahlreiche neue Forschungsfelder zu eröffnen.“
Für Anyline-Mitbegründer Daniel Albertini stellt die Kombination aus der Forschung der JKU im Bereich Machine Learning mit den realen Anwendungsfällen seines Unternehmens im Bereich des mobilen Scannens die Chance dar, „Österreich als Zentrum für Innovation und Forschung an Künstlicher Intelligenz mit globaler Reichweite zu etablieren“. Nicht nur Hochreiter und sein Team hätten mit technologischen Innovationen für Google, Apple oder Facebook bereits eine auch internationale Schlüsselrolle im Bereich Machine Learning eingenommen; auch Anyline sei mit seinen mobilen Lösungen zur Erkennung von Schriftzeichen bei Kunden wie PepsiCo, Porsche, der deutschen Exekutive oder den Vereinten Nationen mittlerweile ein globaler Player, so der CTO der Softwareschmiede.
Zusätzliche Mittel seitens der FFG beschleunigen Scan-Lösungen
Zusätzlichen Schub soll die Entwicklungsarbeit von Anyline durch eine Förderung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Höhe von 500.000 € erfahren. Diese Mittel werden in die KI-Technologie einer so genannten Trainer-Plattform investiert, die den Zeitaufwand für die Entwicklung neuer Scan-Lösungen von mehreren Wochen auf einige Stunden fundamental reduzieren soll.
Dr. Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG hierzu, „Künstliche Intelligenz hat enormes Potenzial und ermöglicht Unternehmen aller Größen und Branchen viele Chancen, Lösungen und Märkte. Wenn nun Forschungspartnerschaften und Plattformen auf derartig hohem Niveau entstehen, dann wird Forschungsleistung und Potenzial sichtbar. Und wenn Forschung in konkrete Innovationen und Anwendungen übergeht und Wirkung entfaltet, dann bestätigt dies unsere Arbeit als Forschungsförderer.“