Quantum Nation

Kurzdokumentation lädt zu Streifzug durch weltweit führendes Quanten-Ökosystem.

Dass Österreich heute zu den wichtigsten Standorten der Quantenforschung zählt, ist kein Zufall. Seit Formulierung der Quantenmechanik vor 100 Jahren hat sich hier eine Tradition aus konsequenter Forschung, strategischer Förderung und internationaler Vernetzung entwickelt. Ein Kurs, der ein blühendes Ökosystem geschaffen hat und nun in der Industriestrategie der Österreichischen Bundesregierung seine Fortsetzung findet – Quantentechnologie ist eine der neun Schlüsseltechnologien. 2,6 Mrd. stehen insgesamt bis 2029 zur Stärkung der Schlüsseltechnologien zur Verfügung. Eine Kurzdokumentation der FFG mit Unterstützung des FWF lädt zum Streifzug durch die Quanten Nation Österreich, ein weltweit führendes Schlüsseltechnologie-Ökosystem.

100 Jahre nach Formulierung der Quantenmechanik zählt Österreich zu den führenden Innovationsstandorten in der Quantenphysik. Ein Forschungsfeld, das sich auf alle Bereiche unserer Kultur, Wissenschaft und Technologie auswirken wird. Die Quantentechnologie umfasst dabei zentrale Anwendungsfelder, die das Leben der kommenden 100 Jahre fundamental mitbestimmen werden: Quantenkommunikation für die sichere Verschlüsselung beim Austausch von Informationen, Quantencomputer für die effizientere Ausführung und Skalierung von Algorithmen, Quantensensorik für eine höhere Messgenauigkeit sowie Quanten-Chip-Technologien.

Grund genug Vertreter:innen von Österreichs Quantenforschung vor die Kamera zu bitten, um über Erfolge und Potenziale zu sprechen. Gregor Weihs, Koordinator des Exzellenzclusters für Quantenwissenschaften Quantum Science Austria spricht darüber, wie Quantenmechanik nicht nur unser Verständnis der Physik verändert, sondern auch die Technologien von morgen prägt. Quantenphysiker und Unternehmer Rupert Ursin erklärt, warum wir unsere Demokratien stärken, wenn Quantenkryptografie über Europas Glasfasernetze ausgerollt wird und Sonja Bruckner vom Software Competence Center Hagenberg erläutert den Unterschied zwischen Quantencomputern und klassischen Computern.
 

„Quantenphysik ist ein europäisches und ein österreichisches Stärkefeld in der Wissenschaft. Jetzt wollen wir daraus einen Industriezweig entwickeln, der Wohlstand sichert und die europäische Resilienz stärkt. In der Kurzdokumentation zeigen wir, dass Österreich alles hat, was dazu nötig ist. Wir müssen unsere Chance nur nutzen", sagen die Geschäftsführerin der FFG, Henrietta Egerth und Karin Tausz und betonen: „Die Förderung von Quantentechnologien war und ist gut investiertes Geld. Österreichs Forschende und Unternehmen zählen hier zur Weltspitze – ein Vorteil, von dem der Standort auch in Zukunft profitieren wird. Umso wichtiger ist es, diesen Bereich weiter auszubauen und die Dynamik beizubehalten."

„Die Quantenforschung schafft völlig neue wissenschaftliche und technologische Perspektiven und zählt zu den innovationsstärksten Forschungsfeldern unserer Zeit. Österreich verfügt hier dank langfristiger Investitionen über ausgezeichnete Voraussetzungen – von exzellenter Grundlagenforschung über erste Anwendungen bis hin zu erfolgreichen Start-ups. Seitens des FWF zählt die Quantenforschung zu den intensiv geförderten Bereichen, darunter der Exzellenzcluster ‚Quantum Science Austria' und die Projekte der Förderinitiative Quantum Austria", hebt Christof Gattringer, Präsident des FWF die standortrelevante Bedeutung der Quantenforschung hervor.

 

Ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial

Das wirtschaftliche Potenzial ist gewaltig: Laut Quantum Technology Monitor 2025 von McKinsey wächst der weltweite Markt für Quantentechnologien von rund 875 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 90 Milliarden Euro im Jahr 2035. Österreich ist mit einer dichten Landschaft aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen bestens aufgestellt: Von der Universität Innsbruck, der TU Wien, der Universität Wien, der JKU Linz und der ISTA über Forschungsorganisationen wie ÖAW IQOQI, AIT, Silicon Austria Labs und das Software Competence Center Hagenberg bis hin zu Unternehmen wie Infineon, AVL, Alpine Quantum Technologies, ParityQC, Quantum Industries, QND, TTTech Auto, Beyond Gravity, Cancom und Nutshell Quantum.

 

Investitionen von FFG und FWF zeigen Wirkung

Dank der Förderung durch den FWF und die FFG sowie der Unterstützung des öffentlichen Sektors hat sich Österreich zu einem führenden Standort für Quantenforschung und -innovation entwickeln können. Dieses Quanten-Ökosystem trägt dazu bei, wissenschaftliche Durchbrüche in praktische Anwendungen zu überführen und Österreichs Position in einem der bedeutendsten Felder der modernen Wissenschaft zu stärken. Über die letzten 30 Jahre wurden in Österreich laut einer WIFO/IHS/JR-Studie insgesamt 400 Millionen Euro in die Quantenforschung (Grundlagen- und angewandte Forschung) investiert. Die Erfolge der österreichischen Quantenforschung basieren laut Studie demnach auf einem Zusammenspiel von Grundlagenforschung, langfristigen Förderungen und internationaler Vernetzung. Spin-offs wie Austrian Quantum Technology, ParityQC oder Quantum Industries stehen beispielhaft für den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in innovative Unternehmen.

 

Aktuelle nationale und europäische Investitionen in die Quantenforschung

Auf nationaler Ebene investierten FFG und FWF im Auftrag des BMBWF in der Förderinitiative „Quantum Austria" zwischen 2021 und 2026 insgesamt 107 Millionen Euro aus der EU-Wiederaufbaufazilität in den Ausbau der Quantenforschung und -technologien sowie in Hochleistungsrechner. Einen Überblick über die im Rahmen von Quantum Austria geförderten Projekte sowie über Kennzahlen bietet der jüngst erschienene Zwischenbericht [LINK ZUM FFG/FWF ZWISCHENBERICHT EINFÜGEN]. Ergänzend dazu stehen weitere nationale Förderschienen wie Quantum to Market, QuantERA inklusive Joint Calls, das Basisprogramm samt Frontrunner, Eurostars und COMET zur Verfügung. Dazu kommen Beteiligungen an europäischen Initiativen wie EuroHPC, Chips JU, EuroQCI und EUREKA sowie an Förderprogrammen wie Horizon Europe, dem Quantum Flagship, den Chips JU Quantum Pilots, dem Digital Europe Programme und der Connecting Europe Facility.

 

„Quantum Nation – Österreich im Zentrum der Quantenrevolution" eine Kurzdokumentation von FFG und FWF lädt zum Streifzug durch Österreichs weltweit führendes Quanten-Ökosystem ein.

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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