Eberle: Digitale Zwillinge als innovatives Geschäftsmodell

Die Firma Eberle Automatische Systeme aus Dornbirn entwickelt seit fast 30 Jahren innovative Automatisierungstechnik. Um ihre maßgefertigten Maschinen schon testen zu können, bevor sie überhaupt produziert wurden, hat sich das Unternehmen eine digitale Lösung überlegt. 

Schon früh hat sich die Firma Eberle auf den Entwurf und Bau sogenannter „Sondermaschinen” spezialisiert – für Kund:innen, die Maschinen brauchen, die es nicht „von der Stange“ gibt. 

Herausforderungen erkennen und meistern 

“Jede neue Maschine hat auch ihre eigene Software”, erklärt Michael Eberle, der im Betrieb für den neuen Geschäftsbereich “Digifai” zuständig ist. “Die größte Herausforderung ist, dass man diese Anwendungen erst dann testen kann, wenn die Maschine gebaut und einsatzbereit ist.”

Und genau hier setzt die Idee eines “digitalen Zwillings” an: “Ein digitaler Zwilling ist ein digitales, physikbasiertes 3D-Modell, das wir mithilfe der konkreten CAD-Daten (Anm.: Computer-Aided Design) erstellen können”, so Eberle. “So bekommen Maschinenbauer:innen die Gelegenheit, ihre Maschinenkonzepte auszuprobieren, bevor auch nur eine Komponente der Maschine in Produktion geht.” 

Gegenwart und Zukunft 

Dass sie mit dieser Idee etwas Großem auf der Spur waren, unterstreicht auch Dominik Schuster, Head of Customer Support bei der Firma Eberle: “Der digitale Zwilling ist digital Engineering und etwas, was die Art und Weise, wie Maschinen und Anlagen in Zukunft entwickelt und gebaut werden, verändert.” 

Weil Maschinen tendenziell immer größer und komplexer werden, wird die Suche und Behebung von Fehlern schwieriger. Digitale Zwillinge können hier Abhilfe schaffen und frühestmöglich ansetzen: “Wir haben nun die Möglichkeit, jede Software vorab in unserem Büro vorzubereiten, sie zu testen und bei Bedarf eben auch zu optimieren. Sobald alles abgeklärt ist, kann die Software, und damit auch die Maschine, final auf der Baustelle in Betrieb genommen werden”, so Schuster.

Förderungen helfen Innovationen 

Entscheidende Unterstützung bei der Entwicklung des digitalen Zwillings erhielt die Firma Eberle vor allem von der FFG: “Ohne die FFG hätten wir dieses Projekt nicht umsetzen können”, sagt Michael Eberle. “Wir haben durch den Newsletter und dann auch durch Gespräche herausgefunden, welche Förderschiene die passende für uns ist und darauf aufgebaut. Diese Förderung hat uns nicht nur ermöglicht, unsere Ideen umzusetzen, sondern auch dazu geführt, dass wir in Österreich der einzige und führende Hersteller von Simulationssoftware geworden sind.”

Durch das Forschungsprojekt im Basisprogramm der FFG hat das Unternehmen außerdem ein Netzwerk aufbauen können, mit dessen Partner:innen man bereits an neuen Projekten arbeitet.

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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