Das Projekt LIFE VineAdapt trug dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Weinberg-Ökosysteme gegenüber klimatischen Veränderungen zu verbessern. Hierfür entscheidend sind die Erhöhung der biologischen Vielfalt sowie eine angepasste Bewirtschaftung der Weinbauflächen. LIFE VineAdapt nutzte die Erkenntnisse des Vorläuferprojektes LIFE VinEcoS.
Projektziele
Die Projektpartner gingen davon aus, dass die Etablierung standortangepasster regionaler Wildpflanzen in Weinbergen unter unterschiedlichen geografischen und klimatischen Bedingungen möglich ist und positive biotische und abiotische Effekte haben wird. Bei der Etablierung eines ressourceneffizienten und biodiversitätsfreundlichen Managements in Weinbergen wurde ein geringerer Düngemittelbedarf sowie eine verbesserte CO2-Bilanz erwartet.
Eingesäte, zertifizierte Wildpflanzenarten sollen im Vergleich zu artenarmen konventionellen Weinbergbegrünungen nach Dürreereignissen eine deutlich höhere Regenerationsrate aufweisen. Durch die Etablierung einer artenreichen Vegetation in ehemaligen offenen Fahrgassen wird sich die Kohlenstoffspeicherung im Boden erhöhen. Aufgrund eines erhöhten Pollen- und Nektarangebotes durch die Wildpflanzen werden die Vorkommen von Wildbienen und Schädlingsantagonisten in den Rebgassen deutlich gesteigert.
Das Projekt wurde von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbh koordiniert und arbeitete mit folgenden österreichischen Partnern zusammen:
- Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
- Steiermärkisches Landesweingut Silberberg
Der Mehrwert eines EU-Projekts
Österreichischer Projektpartner Wilhelm Graiss über das Projekt:
„Das Projekt leistet einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Weinbau, indem es durch die gezielte Anlage artenreicher, standortangepasster Blühstreifen in den Fahrgassen nachhaltige Lebensräume für Insekten und Wildpflanzen schafft. Durch die Unterstützung des LIFE-Programms der EU wird nicht nur die Umsetzung innovativer Begrünungskonzepte ermöglicht, sondern auch der Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis gefördert. Für Winzer ergibt sich daraus ein praktischer Nutzen in Form von verbesserter Bodenstruktur, erhöhter natürlicher Schädlingsregulation und einer langfristigen Kosteneinsparung durch reduzierte Pflegeintensität.“