| Das Projekt ARmEO (Augmented Reality meets Earth Observation) der BOKU University und der Fachhochschule St. Pölten macht satellitengestützte Daten für Landwirtschaft Betreibende und andere Akteure und Akteurinnen zugänglicher, nutzbarer und effektiver. Dank satellitengestützter Werkzeuge und dem Einsatz von Augmented-Reality-Technologien trägt das Projekt zu nachhaltigerer und effizienterer Landwirtschaft bei. |
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ARmEO in ASAP
Im Rahmen der 16. Ausschreibung des Austrian Space Applications Programmes (ASAP) der FFG startete 2021 das Forschungsprojekt „Augmented Reality meets Earth Observation“ (ARmEO). Dabei erforschten das Institut für Geomatik der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), das Department für Medien und Digitale Technologien der FH St. Pölten und der AGROservice zusammen mit einem niederländischen Unternehmen das potentielle Zusammenspiel von satellitenbasierten Erdbeobachtungsdaten und Augmented-Reality-Technologien (AR). Ziel des Projekts war die Entwicklung innovativer AR-Visualisierungsmethoden, die Menschen bei der Bewältigung landwirtschaftlicher Herausforderungen durch eine benutzerfreundliche und kosteneffiziente Darstellung digitaler Informationen unterstützen.
"Digitale Informationen und deren örtlicher Ursprung in der Welt werden heute noch meist getrennt voneinander betrachtet, weshalb deren Potential in der Landwirtschaft oft ungenutzt bleibt“, erklärt Co-Projektleiter Matthias Husinsky, “Die direkte Visualisierung von Daten am Feld mittels AR, wobei reale Gegebenheiten mit abstrakter, digitaler Information verschmolzen werden, beschleunigt den Prozess der Verständnisgewinnung enorm und wird in Zukunft mittels AR-Brillen für jeden nutzbar werden.“

Abbildung 1: dieses Bild ist ein Beispiel, was NutzerInnen der AR-Brille sehen. Somit können unter anderem Wachstumstrends an bestimmten Stellen visualisiert werden (© Matthias Husinsky)
ARmEO macht satellitengestützte Daten für LandwirtInnen und andere AkteurInnen zugänglicher und deren Nutzung effektiver. Zusammen mit der AR-Visualisierung wurden beispielsweise Tools für den Pflanzenvergleich unter Verwendung von Sentinel-2-Satellitendaten entwickelt. Das ermöglicht Anwender:innen, die Wachstumskurven einzelner Parzellen mit denen benachbarter Parzellen unter ähnlichen Boden- und Klimabedingungen zu vergleichen. Außerdem entwickelten die Forschenden eine Karte, die das Ertragspotenzial visualisiert. Diese Karte kann erstmals mit offiziellen Stickstoffverordnungsdaten verknüpft werden, um Düngemittel effizienter einzusetzen. Die AR-Brille wurde auch von LandwirtInnen getestet. Dieses Video vermittelt einen tollen Einblick in die Projektarbeit.
ARmEO in Horizon Europe
Die Ergebnisse des Projekts tragen zu nachhaltigeren und zielgerichteten landwirtschaftlichen Praktiken bei. Gleichzeitig fördert die gemeinsame Nutzung von Daten die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch innerhalb der landwirtschaftlichen Gemeinschaft. Doch nicht nur österreichische LandwirtInnen sollen mit dieser revolutionären Methode angesprochen werden. Es wird bereits an einem Folgeprojekt gearbeitet, das vor Kurzem beim weltweit größten transnationalen Forschungsförderungsprogramm „Horizon Europe“ eingereicht wurde. „Bei diesem Projekt wollen wir alle Möglichkeiten der bis jetzt entwickelten Technologie ausschöpfen. Dabei konnten wir uns bereits mit weiteren 14 Partnern vernetzen und über ARmEO sprechen, die Ideen verfeinern und erweitern“, verrät ARmEO-Projektleiter Francesco Vuolo von der BOKU stolz.
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Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung zu den Themen Medien, Kommunikation, Management, Digitale Technologien, Informatik, Security, Bahntechnologie, Gesundheit und Soziales. In 6 Departments bieten 26 Studiengänge und zahlreiche Weiterbildungslehrgänge knapp 4.000 Studierenden eine zukunftsweisende Ausbildung.
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Über die Universität für Bodenkultur (BOKU)
Die BOKU University ist mit 2.200 Wissenschaftler*innen sowie mehr als 10.000 Studierenden eine der führenden Life Sciences-Universitäten Europas. Dank der Verknüpfung von Naturwissenschaften, Technik sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zeichnen sich Forschung und Lehre durch eine ganzheitliche Herangehensweise an Problemstellungen aus. Nachhaltigkeit, Klimafolgen, Ressourcenknappheit, Umweltschutz, Ernährungs- und Gesundheitssicherheit.
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