FAQ DIVERSITEC

Diese Seite liefert Wissenswertes zu DIVERSITEC in Form von Fragen und Antworten.

Online via eCall - das Tutorial zum eCall finden Sie hier.

DIVERSITEC fördert umfassende Organisationsentwicklungsprojekte im Bereich Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI), die einen höheren Ressourcen- und Umsetzungsaufwand erfordern. Kleinstunternehmen (weniger als 10 Mitarbeitende) haben meist andere Bedürfnisse und einen begrenzteren Ressourcenrahmen als größere Betriebe. Für diese Zielgruppe ist der Diversity Scheck optimal geeignet: Er bietet einen niederschwelligen, praxisnahen Einstieg für erste Schritte in Richtung Vielfalt und Inklusion.

Die Analyse muss vor der Einreichung eines DIVERSITEC-Projekts durchgeführt werden.

Grundsätzlich kann die Analyse vom Unternehmen selbst durchgeführt werden. Idealerweise wird für die Antragstellung bereits eine Person mit DEI-Expertise eingebunden, dies erhöht die Qualität des Projekts und die Wahrscheinlichkeit einer Förderung. Die Analyse beinhaltet i. d. R. die Erfassung Ihrer Ist-Situation in Bezug auf Diversity, Equity und Inclusion (= DEI). Dabei werden die Strukturen und Abläufe des Unternehmens auf Stärken und Schwachstellen bei DEI-Themen untersucht. Daraufhin werden Ziele des Projekts definiert und passende Methoden und Maßnahmen bzw. konkrete Arbeitspakete abgeleitet.

Personen mit DEI-Expertise verfügen über Kenntnisse in folgenden Kompetenzfeldern:

  • Erfahrung in der Durchführung von diversitäts- und gleichstellungsbezogenen Analysen, Workshops oder Coachings in Unternehmen
  • Fachkompetenz: Wissen über Diversität, Geschlecht und Intersektionalität; Kenntnisse zur Analyse von Ungleichheiten und deren Ursachen
  • Methodenkompetenz: Fähigkeiten zur Transformation von Ungleichheiten, zur Lösung von Konflikten, die in der Zusammenarbeit diverser Gruppen entstehen können und der Nutzbarmachung des Potenzials diverser Teams
  • Sozialkompetenz: Fähigkeit soziale Interaktionen und Prozesse so zu gestalten und zu transformieren, dass sie Chancengleichheit und Inklusion fördern.

Die nötigen Kompetenzen können beispielsweise durch einschlägige Aus- und Weiterbildungen, Publikationen, Durchführung von Diversitytrainings und -coachings, einschlägige Beratungstätigkeiten etc. nachgewiesen werden.

Punktuelle Schulungen oder ein einziger Diversity-Kurs reichen nicht aus, um als DEI-Expertin bzw. -Experte in DIVERSITEC-Projekten zu gelten.

Eine externe DEI-Expertise ist zu empfehlen, da der Blick von außen einen wertvollen Mehrwert für das Unternehmen liefert.

  • Die BMIMI Initiative Diversitec – Leading Innovation stellt unter www.diversitec.at vor allem einschlägige Netzwerke aus dem FTI-Bereich vor, die über potenziell geeignete Personen verfügen und ein Anhaltspunkt bei der Suche nach externen Expert:innen mit DEI-Expertise bieten. Darüber hinaus ist eine Online-Suche nach „Diversity Beratung + Bundesland" möglich.

Wenn Sie ein DIVERSITEC-Projekt durchführen, können alle Mitarbeitenden von der Umsetzung dieser Verbesserungen profitieren. Sie steigern die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden und verringern Fluktuationen. Sie profitieren von besseren Forschungsergebnissen aufgrund von durchmischten Teams und erhöhen Ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.

Vielfalt und Gleichstellung sind Zukunftsthemen. Daher können Maßnahmen der Organisationsentwicklung gefördert werden, die Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion im Unternehmen vorantreiben.

Beispiele:

  • Diversitymanagement
  • Personalentwicklung, Onboarding & Mentoring
  • New Work & Leadership
  • Employer Branding & Public Relations
  • Diversity Trainings & Inklusionsschulungen
  • Gleichstellungsplan

Darüber hinaus sind weitere maßgeschneiderte Maßnahmen möglich.

Erfahrungsgemäß wird die nachhaltige Einbettung des Projekts in bestehende Unternehmensstrukturen nur durch die Kombination mehrerer Maßnahmen erreicht. 

Ein vielfältiges Maßnahmenportfolio aus unterschiedlichen Bereichen wird daher empfohlen.

In der Antragstellung muss auch auf Nachhaltigkeitsaspekte in DIVERSITEC-Projekten eingegangen werden. Nachhaltigkeit ist hierbei nicht nur ökologisch zu sehen, sondern auch sozial und ökonomisch.

Die Projekte müssen eine nachhaltige Wirkung im Unternehmen erreichen. Eine strukturelle Verankerung der Maßnahmen ist dafür erforderlich. Die nachhaltige Wirkung des Projekts kann nur dann gewährleistet werden, wenn DEI-Kompetenz breit im Unternehmen verankert und langfristig angelegt ist.

Ein Gleichstellungsplan (Gender Equality Plan) ist eine Zusammenstellung von Maßnahmen, mit deren Hilfe eine Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen erreicht werden soll. Er beinhaltet die Entwicklung und Umsetzung von innovativen Strategien zur Korrektur von Vorurteilen. Er setzt Ziele und definiert Indikatoren, um diese zu überwachen.

Weiterführende Information:
Leitfaden zur Entwicklung von Gleichstellungsplänen in österreichischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (vormals BMK) sowie des Bundesministeriums für Bildung.

Zusätzlich zum Kostenleitfaden sind in DIVERSITEC-Projekten folgende Kosten förderbar:

  • Personalkosten der Forschenden oder Techniker:innen für Schulungs- und Fortbildungsteilnahmen mit Bezug zum DIVERSITEC-Projekt,
  • Drittkosten, wie etwa Kosten für DEI-Expertise, Kosten für Awareness und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Rahmen eines DIVERSITEC-Projektes nicht anerkennbare Kosten sind:

  • Personalkosten von Forschenden oder Techniker:innen für ihre "gewöhnliche" Tätigkeit im Unternehmen. Förderbar sind nur jene Kosten, die über das übliche "Tagesgeschäft" hinausgehen, wie z.B. Personalkosten für die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen eines DIVERSITEC-Projektes,
  • Bewirtungskosten,
  • sämtliche Kosten für die Erstellung bzw. Betreuung einer akademischen Abschlussarbeit,
  • Qualifizierung, die nicht den Ausbildungszielen entspricht.

Bei Fragen bezüglich Kosten und Finanzierung wenden Sie sich bitte an:

Christine Löffler, T: 05 7755 - 6089
[email protected]

Beispiele für erfolgreiche Projekte finden Sie in unseren Success Stories.

Vor Antragstellung treten Sie idealerweise mit dem Ausschreibungsteam in Kontakt. Wir beraten Sie gerne telefonisch oder per Video-Call!

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