Session B - Whole-of-Governance-Ansatz (Reininghaus Gründe)

Logo nationale Umsetzung der EU-Missionen

Die Stadt Graz nimmt als Vertreterin der österreichischen Klimapioniergroßstädte der Bundesinitiative „Klimaneutrale Stadt“ gemeinsam mit dem BMIMI die Rolle des Vorsitzenden in der EU-Mission Action Group „Cities“ eine aktive strategische Rolle in der Umsetzung der EU-Missionen in Österreich ein.

Im nationalen Kontext ist Graz eine von insges. 10 Klima-Pioniergroßstädten, die seit 2023 in einer öffentlich-öffentlichen Kooperation mit dem BMIMI innovative Ansätze und Strategien zur möglichst zeitnahen Erreichung der lokalen Klimaneutralität entwickeln und umsetzen. Durch Maßnahmen wie die Reduktion von Emissionen im Verkehrssektor (Mobilitätsplan 2040), die Forcierung erneuerbarer Energien (PV-Masterplan) und energieeffizienter Bauweisen bei kommunalen Gebäuden hat Graz sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Klimaschutzplan der Stadt legt einen klaren Fahrplan fest, der sowohl für die Stadtverwaltung und die Kommunalbetriebe (=„Haus Graz“) als auch für das gesamte Stadtgebiet konkrete Zielpfade zur Reduktion von Treibhausgasen definiert. Das Klimaneutralitätsziel für das Haus Graz soll bis 2030, für das gesamte Stadtgebiet bis spätestens 2040 erreicht werden.

Das Stadtentwicklungsgebiet Graz Reininghaus als Konversionsfläche und derzeit größte innerstädtische Quartiersentwicklung dient als Paradebeispiel für eine integrierte, ressourcenschonende Stadtentwicklung und damit auch als wichtiger Beitrag zu den lokalen Klimaschutzzielen.
Auf dem ehemaligen Brauereigelände entsteht seit 2010 ein neuer Stadtteil, der durch innovative Mobilitätskonzepte wie autoreduzierte Quartiere und eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr hervorsticht. Mindestausstattungen mit öffentlichen und halböffentlichen Grünflächen, energieeffiziente Gebäude und die Abwärmenutzung eines benachbarten Stahlwerks sind integrale Bestandteile der Entwicklung, die den ökologischen Fußabdruck minimieren. Zudem wird durch einen hohen Nutzungsmix von Wohn-, Arbeits-, Geschäfts-, Ausbildungs- und Freizeitflächen Individualverkehr verringert, soziale Nachhaltigkeit gefördert und letztlich die Lebensqualität vor Ort erhöht. 

Die Reininghaus Gründe demonstrieren, wie urbane Transformation sowohl Umwelt- als auch Lebensqualitätsziele in Einklang bringen kann und bieten in vielerlei Hinsicht Replikationspotenzial für andere Städte in Europa.

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