Tumorerkrankungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In den Ländern der Europäischen Union sterben jährlich 1,3 Millionen Menschen an Krebs. Vorbeugung, Früherkennung und die bessere Behandlung bösartiger Tumore sind das oberste Ziel der EU-Mission „Krebs besiegen“. So sollen bis 2030 in Europa drei Millionen Menschenleben gerettet und die Lebensbedingungen von Erkrankten verbessert werden. Dafür stellt die EU insgesamt 4 Milliarden Euro an Forschungs- und Fördergeldern zur Verfügung.
In Österreich ist Krebs mit 21.000 Todesfällen pro Jahr (Stand 2022) die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Krebsfälle können durch eine günstige Lebensweise gänzlich vermieden werden – Stichworte: Ernährung, Bewegung, Sonnenschutz, wenig Nikotin und Alkohol, Impfungen gegen HPV und Hepatitis etc. Es braucht in der Bevölkerung mehr Verständnis für diese und weitere Faktoren, und es braucht mehr Bewusstsein dafür, wie jeder und jede zur Krebsvorbeugung selbst beitragen kann. Unter der Leitung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung werden über die EU-Mission rasch Maßnahmen gesetzt.
Neben der wichtigen Vertiefung und Verbreitung des Wissens um die Prävention geht es in der Mission „Krebs besiegen“ wesentlich auch darum, die Gesundheitsversorgung und Forschung national und international enger zu verzahnen. Eine Arbeitsgruppe hat dafür sechs Ziele definiert, die auf die Bedürfnisse von Krebsforschung, Vorsorge und Versorgung in Österreich zugeschnitten sind.