Die Missionen prägen die europäische Forschung, insbesondere Horizon Europe, über einen langen Zeitraum. Daher ist es von großer Bedeutung, sich mit diesem Thema zu beschäftigen:
Die Umsetzung der EU-Missionen und die damit verbundenen Herausforderungen standen im Mittelpunkt von TRAMI. Vernetzungsaktivitäten sowie der Austausch und Mutual Learning zu nationalen Politikansätzen und Projektbeispielen zur Missionsimplementierung bildeten den Schwerpunkt im 2jährigen EU-Projekt TRAMI.
TRAMI war ein von der EU finanziertes Horizon Europe Projekt und endete im März 2024. TRAMI wurde von Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH koordiniert. Die FFG war als einer von 25 Partnern sehr aktiv engagiert und insbesondere für den Outreach zu den sehr diversen Stakeholdergruppen verantwortlich.
Neben verschiedener Event-Formate wurden zwei „European Mission Forum“ veranstaltet, um eine breite Einbindung der FTI-Community zu ermöglichen.
Das 1. Europäische Mission Forum (EMIF) fand am 25. Januar 2023 online statt. Das Forum brachte alle Interessengruppen und Akteure der EU-Missionen zusammen: Staatliche Akteure, Zivilgesellschaft, Unternehmen, Forschung und Innovation.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, andere EU-Missionsakteure außerhalb ihrer üblichen Netzwerke kennenzulernen. Die EMIF-Agenda konzentrierte sich auf den transformativen Politikansatz der EU-Missionen: Sie bot eine Plattform für Informationen und interaktiven Austausch, um allen Beteiligten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zu helfen, die erfolgreiche Umsetzung der EU-Missionen zu unterstützen.
Die Aufzeichnung sowie ein detaillierter Eventreport ist online verfügbar.
Das 2. Europäische Mission Forum (EMIF) fand am 7. März 2024 in Brüssel statt. Diese Vor-Ort-Veranstaltung wurde vom Team der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und in Zusammenarbeit mit einer Reihe von TRAMI-Partnern, einschließlich der belgischen Projektpartner Vlaamse Gewest, durchgeführt und war als Veranstaltung der belgischen EU-Präsidentschaft konzipiert. EMIF brachte Interessenvertreter der EU-Missionen aus dem Unternehmenssektor, Organisationen der Zivilgesellschaft, Regierungsakteure und die breitere Forschungs- und Innovationsgemeinschaft zusammen. Das 2. EMIF war in drei verschiedene Teile gegliedert:
- Ergebnisse
- Einbeziehung der wichtigsten Stakeholder
- Perspektiven und nächste Schritte
Der Bericht über das zweite Europäische Missionsforum bietet einen Überblick über die Veranstaltung und die relevanten Daten. Er enthält auch Empfehlungen, die auf den gewonnenen Erkenntnissen basieren.
Das TRAMI-Projekt, unterstützt von der Europäischen Union und dem Europäischen Missionsnetzwerk (EMiN), hatte das Ziel, die Distanz zwischen EU-Missionen und den Bürgern zu verkleinern, indem es Missionskonzepte und -ziele in den Alltag integriert. Aktuell wirken die EU-Missionen oft abstrakt und fern für politische Entscheidungsträger und Forschungseinrichtungen. Doch die Einbindung der Bürger:innen, mit ihrem praktischen Wissen und ihren lokalen Verbindungen, ist entscheidend für die effektive gesellschaftliche Verankerung dieser Missionen. Zur Unterstützung wurde ein Arbeitsbuch entwickelt, das den Rahmen für Beteiligungsverfahren skizziert und als Leitfaden für Workshops dient, bei denen Expert:innen mit Praxiserfahrung die Umsetzung des Missionsprogramms unterstützen.
Ein weiteres Ergebnis des TRAMI Projekts ist das Mission Playbook:
Das TRAMI Missions Playbook bietet politischen Akteuren praktische Hinweise zur Umsetzung von Missionen und legt den Schwerpunkt auf Geschichten, um aus realen Erfahrungen von Fachleuten zu lernen. Es basiert auf der Arbeit des TRAMI-Projekts und beinhaltet Erkenntnisse aus 'Mutual Learning Events', die häufige Herausforderungen und Fragen europäischer politischer Akteure thematisieren. Obwohl die Fallstudien nicht allumfassend sind und geografisch auf Nord-, Zentral- und Westeuropa beschränkt sind, lädt das Playbook dazu ein, weitere Geschichten über die Umsetzung von Missionen zu teilen, um ein tieferes Verständnis und einen wachsenden Wissensaustausch zu unterstützen.
Die Projektwebseite bietet Einblicke in die Arbeit des Projekts, einschließlich der Bereitstellung von Best-Practice-Beispielen und der Förderung der Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Akteuren. Zudem stellt sie Werkzeuge und Ressourcen wie das Missions Playbook und das Missions Workbook zur Verfügung, um die Beteiligung und das Engagement der Bürger:innen zu fördern.
Mehr Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite.