Bei einer Pressekonferenz am 5. September in Linz zogen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Landesrätin Doris Hummer und FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth Bilanz über den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich. "Als kleine offene Volkswirtschaft muss Österreich im internationalen Wettbewerb vor allem mit Innovationen punkten. Jeder Vorsprung in Forschung und Entwicklung sichert Exporterfolge und schafft Wachstum und Arbeitsplätze. So gewinnen wir die Zukunft", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
"Forschung macht Unternehmen krisenfester und führt zu mehr Arbeitsplätzen. Je mehr Unternehmen forschen, desto stärker sind sie im Export und desto mehr Arbeitsplätze schaffen sie", verweist Mitterlehner auf eine aktuelle Wifo-Studie. Den Mehrwert von hohen Forschungsausgaben zeigen oberösterreichische Paradeunternehmen wie Bernecker&Rainer, Borealis, FACC, Fronius, Lenzing, MIBA, Rosenbauer und die voestalpine. Deren Beschäftigtenzahlen sind von 2010 bis 2012 um 19 Prozent gestiegen, während das Plus in der Gesamtwirtschaft in diesem Zeitraum nur bei 3,9 Prozent lag.
Erfolgreiche Kooperation zwischen FFG und Land Oberösterreich verlängern
Gerade Oberösterreich zählt zu den F&E-Spitzenreitern. Jeder vierte Fördereuro der Forschungsförderungsgesellschaft FFG geht an oberösterreichische Betriebe: Im Vorjahr wurden 765 Unternehmen mit 113,9 Millionen Euro unterstützt. Allein in den Basisprogrammen lag die Gesamtfördersumme 2012 bei über 73 Millionen Euro, womit OÖ im Bundesländer-Vergleich an erster Stelle lag. Besonders bewährt hat sich die seit 2006 laufende Kooperation zwischen dem Land und der FFG, womit Landes- und Bundesförderungen kombiniert und zentral über die FFG abgewickelt werden. Damit wird die Finanzierung von Forschungsprojekten von 50 auf 70 Prozent der förderbaren Kosten erhöht. Eine aktuelle Evaluierung durch Joanneum Research sieht darin einen Standortvorteil für Oberösterreich und bewertet die Initiative als „sehr positiv". Ohne die Kooperation müssten die Betriebe jeweils einen Antrag beim Land und bei der FFG separat stellen - inklusive nochmaliger Evaluierung, Kostenprüfung, zusätzlichen Beratungsgesprächen und längeren Wartezeiten auf die Förderung.
"Durch unser Best-Practice-Modell können Innovationen stärker gefördert werden und es sparen sich alle Beteiligten Zeit, Geld und Verwaltungsaufwand. Daher wollen wir die Kooperation mit dem Land demnächst um ein weiteres Jahr bis Ende 2014 verlängern", kündigt Mitterlehner gemeinsam mit Forschungs-Landesrätin Doris Hummer an.