Oberösterreichische Forschungsförderung

Die seit 2006 bestehende Kooperation zwischen der FFG und dem Land Oberösterreich wurde vertraglich für die Jahre 2015 - 2020 fixiert. Durch diese Kooperation erhöht sich die Projektfinanzierung bei Oberösterreichischen Unternehmen auf bis zu 70 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Diese Förderung wird durch erhöhte FFG-Darlehen, welche vom Land Oberösterreich mitfinanziert sind, ermöglicht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Vergabe von Boni, welche den Barwert der Förderung bis maximal zu den Obergrenzen gemäß EU-Gemeinschaftsrahmen aufstocken.

Die Gesamtabwicklung übernimmt der Bereich Basisprogramme der FFG, d.h. Unternehmen müssen keinen gesonderten Antrag stellen. Bei einer positiven Förderentscheidung wird ein gemeinsamer Förderungsvertrag erstellt, die Projektprüfung und Auszahlung der Mittel erfolgt durch die FFG.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit Projektstandort in Oberösterreich
  • Kooperationen von oberösterreichischen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen in ganz Österreich
  • EinzelforscherInnen
     

Was wird gefördert?

Förderbar sind wirtschaftlich verwertbare, anwendungsorientierte Forschungsprojekte. Voraussetzung für eine zusätzliche Landesförderung ist, dass die Forschungstätigkeit schwerpunktmäßig in Oberösterreich erbracht wird. Förderbare Kosten sind alle dem Projekt zurechenbaren Aufwendungen, die direkt,  zusätzlich (zum herkömmlichen Betriebsaufwand) für die Dauer der Forschungstätigkeit entstehen.

Welche Finanzierungsinstrumente gibt es?

  • Darlehen: Oberösterreichische Forschungsprojekte bis etwa 800.000 Euro förderbare, projektbezogene Gesamtkosten erhalten neben dem üblichen Fördersatz der FFG in Höhe von etwa 50 % ein erhöhtes FFG Darlehen aus oberösterreichischen Mitteln für  weitere 20 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten.
  • Kreditkostenzuschuss und Haftungsübernahme: Ab förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten von etwa 800.000 Euro wird in der Regel durch die FFG eine Haftungsübernahme für einen Kredit bei der Hausbank des Fördernehmers gewährt, wobei das Land Oberösterreich einen Kreditkostenzuschuss gewährt. Die Finanzierung ist ebenfalls mit maximal 70% der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten festgelegt. 
  • Boni:
    KMU-Bonus: Der KMU-Bonus (Zuschuss) beträgt bei Kleinunternehmen bis zu 15% und bei Mittelunternehmen bis zu 7,5% der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Bei Vorhandensein einer Kooperation mit einer Forschungseinrichtung (Bedingung Kooperationsvertrag) kann sich der Prozentsatz um weitere 5% der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten erhöhen. 
    KMU-Plus Bonus: Der KMU-Plus-Bonus ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss für eigenständige Unternehmen mit 250-500 MitarbeiterInnen. Der Bonus erhöht die Förderung um max. 3 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Bei Vorhandensein einer Kooperation kann sich der Prozentsatz um weitere 5% der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten erhöhen.
    Kooperationsbonus: Wenn ein oberösterreichisches Unternehmen im Rahmen seines Projektes eine oder mehrere in Österreich ansässige/n Forschungseinrichtung/en mit Abschluss eines Kooperationsvertrages einbindet, und die Kosten der Forschungseinrichtung/en mindestens 10 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten betragen, kann der Kooperationsbonus vergeben werden. Die Kosten der F&E-Einrichtung/en werden dabei in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses bis zu 75 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten gefördert.
  • Generell gilt, dass der maximale Barwert laut EU-Gemeinschaftsrahmen nicht überschritten werden darf.
     

Wie erfolgt die Einreichung?
Für die Einreichung und Abwicklung der Projekte gelten dieselben Richtlinien, Bedingungen, Vorlagen im eCall und Kriterien wie für die Projektförderung im Basisprogramm der FFG.

Kontakt

Ing. Mag. Rudolf Bernhard
Ing. Mag. Rudolf Bernhard

T +43 5 7755 1201
rudolf.bernhard@ffg.at
Karin Ruzak
Karin Ruzak

T +43 5 7755 1507
karin.ruzak@ffg.at