Oberösterreichische Forschungsförderung

Die seit 2006 bestehende Kooperation zwischen der FFG und dem Land Oberösterreich wurde vertraglich für die weiteren Jahre 2021 bis 2027 fixiert. Durch diese Kooperation erhöht sich die Projektfinanzierung bei Oberösterreichischen Unternehmen auf bis zu 70 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Diese Förderung wird durch erhöhte FFG-Darlehen, welche vom Land Oberösterreich mitfinanziert sind, ermöglicht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Vergabe von Boni, welche den Barwert der Förderung bis maximal zu den Obergrenzen gemäß EU-Gemeinschaftsrahmen aufstocken.

Die Gesamtabwicklung übernimmt der Bereich Basisprogramme der FFG, das heißt Unternehmen müssen keinen gesonderten Antrag stellen. Bei einer positiven Förderentscheidung wird ein gemeinsamer Förderungsvertrag erstellt, die Projektprüfung und Auszahlung der Mittel erfolgt durch die FFG.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit Projektstandort in Oberösterreich
  • Kooperationen von oberösterreichischen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen in ganz Österreich
  • Einzelforscher*innen
     

Was wird gefördert?

Förderbar sind wirtschaftlich verwertbare, anwendungsorientierte Forschungsprojekte. Voraussetzung für eine zusätzliche Landesförderung ist, dass die Forschungstätigkeit schwerpunktmäßig in Oberösterreich erbracht wird. Förderbare Kosten sind alle dem Projekt zurechenbaren Aufwendungen, die direkt,  zusätzlich (zum herkömmlichen Betriebsaufwand) für die Dauer der Forschungstätigkeit entstehen.

Welche Finanzierungsinstrumente gibt es?

Darlehen

Oberösterreichische Forschungsprojekte bis etwa 1.000.000 Euro förderbare, projektbezogene Gesamtkosten erhalten neben dem üblichen Fördersatz der FFG in Höhe von etwa 50 % ein erhöhtes FFG Darlehen aus oberösterreichischen Mitteln für weitere 20 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Somit ergibt sich eine Finanzierung mit maximal 70 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten.

Kreditkostenzuschuss und Haftungsübernahme 

Ab förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten von etwa 1.000.000 Euro wird in der Regel durch die FFG eine Haftungsübernahme für einen Kredit bei der Hausbank des Fördernehmers gewährt, wobei das Land Oberösterreich einen Kreditkostenzuschuss gewährt. Die Finanzierung ist ebenfalls mit maximal 70 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten festgelegt. 

Boni-Möglichkeiten Zuschuss
Nachhaltigkeitsbonus

5 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten

KMU-Bonus 7,5 % bis 20 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten
Kooperationsbonus

25 % der Kosten des wissenschaftlichen Partners

Boni

  • Nachhaltigkeitsbonus: Der Nachhaltigkeitsbonus (Zuschuss) wird bei Bonifizierungen des Landes Oberösterreich vorrangig gewährt. Der Nachhaltigkeitsbonus kann mit dem KMU-Bonus oder mit dem Kooperationsbonus des Landes Oberösterreich kombiniert werden. Wird kein Nachhaltigkeitsbonus gewährt, kann entweder ein KMU-Bonus oder ein Kooperations-Bonus gewährt werden. Die gleichzeitige Gewährung eines KMU-Bonus und eines Kooperationsbonus ist ausgeschlossen. Der Nachhaltigkeitsbonus erhöht die Förderung um 5 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten.
  • KMU-Bonus: Der KMU-Bonus (Zuschuss) beträgt bei Kleinunternehmen bis zu 15 % und bei Mittelunternehmen bis zu 7,5 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten. Im Fall einer Kooperation mit einer wissenschaftlichen Einrichtung (mit Konsortialprojekt) - gilt nicht für Unternehmenskooperationen - erhöht sich der Prozentsatz um weitere 5 %, das heißt bei Kleinunternehmen auf bis zu 20 % und bei Mittelunternehmen auf bis zu 12,5 % der förderbaren, projektbezogenen Gesamtkosten.
  • Kooperationsbonus: Wenn ein oberösterreichisches Unternehmen im Rahmen seines Projektes eine oder mehrere in Österreich ansässige/n Forschungseinrichtung/en mit Abschluss einer Kooperationsvereinbarung im Rahmen eines Konsortialprojekts einbindet kann ein Kooperationsbonus durch die FFG (Zuschuss) vergeben werden. Dabei müssen die Kosten des österreichischen Konsortialpartners (Forschungsinstituts) mindestens 10 % der Gesamtkosten betragen und eine Kooperationsvereinbarung (echte Kooperation) vorliegen. Der Bonus beträgt bis zu 25 % der Kosten des Forschungsinstitutes, der Universität oder Fachhochschule.

Generell gilt, dass der maximale Barwert laut EU-Gemeinschaftsrahmen nicht überschritten werden darf.

Wie erfolgt die Einreichung?

Für die Einreichung und Abwicklung der Projekte gelten dieselben Richtlinien, Bedingungen, Vorlagen im eCall und Kriterien wie für die Projektförderung im Basisprogramm der FFG.

Kontakt

Ing. Mag. Rudolf Bernhard
Ing. Mag. Rudolf Bernhard

T +43 5 7755 1201
rudolf.bernhard@ffg.at
Karin Ruzak
Karin Ruzak

T +43 5 7755 1507
karin.ruzak@ffg.at