AQT: Quantentechnologie aus der Cloud

Das Innsbrucker Tech-Unternehmen Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) hat sich auf die Entwicklung von Ionenfallen-Quantencomputern spezialisiert. 2025 durfte man gleich mehrere Meilensteine feiern.

Einerseits ist das Trapped‑Ion‑Quantensystem von AQT nun auf der Cloud‑Plattform Amazon Braket verfügbar, wodurch Unternehmen weltweit einfachen Zugriff auf leistungsfähige Quantenhardware erhalten. Andererseits verfügt Europa nun über einen eigenen, cloudbasierten Dienst für Ionenfallen-Quantencomputer, durch den Abschluss des von der EU-finanzierten und Alpine Quantum Technologies geleiteten Projekts “QCDC” (Quantum Computers for Data Centers). Forscher:innen haben so Zugang zu hochentwickelten Maschinen, die fortgeschrittene Quantenrechenaufgaben auf europäischen Geräten durchführen können.

Aufgaben, die für klassische Computer oder sogar Supercomputer eine Herausforderung darstellen, werden künftig durch Quantenmaschinen wie die von Alpine Quantum Technologies möglich gemacht. Im Gegensatz zu konventionellen Computern, die Daten auf binäre Weise – also „0” oder „1” – verarbeiten, nutzen Quantencomputer Quantenverschränkung. Das heißt, die Informationseinheiten können „0” und „1” gleichzeitig sein. Dadurch können Quantencomputer hochkomplexe Systeme, Prozesse oder Materialien mit beispielloser Geschwindigkeit und Genauigkeit simulieren. 

Beide Projekte stellen einen bedeutenden Schritt dar, um Quantencomputing zu einem praktischen Werkzeug für Forscher:innen und Unternehmen in ganz Europa zu machen.. „Indem wir Wissenschaftler:innen Zugang zu unserer Weltklasse-Quantentechnologie gewähren, tragen wir zur Lösung von Problemen bei, die bisher außerhalb der Reichweite sogar von Quantencomputern lagen. Ob Arzneimittelforschung, Materialdesign oder Nachhaltigkeit – das Potenzial ist enorm, und wir sind gespannt, welche Auswirkungen es auf die Industrie haben wird”, erklärt Juris Ulmanis, Projektleiter von QCDC und Direktor für Quantentechnologien bei AQT

Alpine Quantum Technologies bietet neben Komplettsystemen auch einzelne Komponenten sowie einen Cloud-Zugang zu seinen Diensten an. Die ersten Schritte machte das Unternehmen im Jahr 2018. Damals investierten sowohl die Universität Innsbruck als auch die FFG insgesamt 10 Millionen Euro in das Start-up. Die FFG – als frühe Förderin der Quantentechnologie in Österreich – unterstrich mit ihrer Investition das große Potenzial dieser Industrie.

 

Dieser Hinweis dient aus Transparenzgründen zur Information:
Die FFG ist seit 2019 mit 24,9 % an der Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) beteiligt. Fördervergaben an die AQT sind unter Einhaltung der gesetzlichen Gleichbehandlungs- und Wettbewerbsgrundsätze zulässig. Die Beteiligung hat keinen Einfluss auf Förderentscheidungen: Fördervergabe, Projektabwicklung und gutachterliche Tätigkeiten – einschließlich jener zur Forschungsprämie – werden zusätzlich durch die Funktion Interne Audits auf korrekte, nachvollziehbare und unvoreingenommene Abläufe geprüft. 

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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