Mosshammer: Mit KI zur “Fleischerei 2.0”

Die digitale Transformation macht selbst vor der bodenständigsten Branche nicht Halt. Die Fleischerei Mosshammer aus Graz zeigt, wie traditionelles Metzgerhandwerk die Digitalisierung nutzen kann.

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und soziale Medien haben verändert, wie Kund:innen einkaufen. Metzgermeister Joseph Mosshammer weiß das nur zu gut. Wie sein Unternehmen erleben viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) herausfordernde Zeiten: “Das klassische Ladengeschäft ist schon vom Aussterben bedroht”, sagt er.
“Und deshalb ist die Frage, wie wir all diese neuen Medien nützen können. Da wir dieses Know-how selbst nicht haben war uns klar, dass wir hier auf externe Unterstützung zugreifen müssen”, erklärt Mosshammer.  
 

Digital Innovation Hub Süd als erste Anlaufstelle 

Deshalb hat sich der Fleischer aus Graz dazu entschieden, das Wissen des “Digital Innovation Hub Süd” zu nutzen. Die Einrichtung dient als Koordinations- und Anlaufstelle für Unternehmen zum Thema Digitalisierung im Raum Süd-Österreich. Mit seinem Forschungsnetzwerk aus Universitäten, Fachhochschulen und forschungsnahen Institutionen bietet das „DIH Süd“ eine große Bandbreite an Dienstleistungen, die KMU bei der Digitalisierung unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit und den Innovationsgrad steigert. Dank Förderung durch die FFG ist es dem “DIH Süd” möglich, diesen Service kostenlos und möglichst niederschwellig anbieten zu können. 
 

Tradition trifft auf KI 

In einem Workshop mit dem “DIH Süd”-Partner “Johanneum Research” legte die Fleischerei Mosshammer den Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz und erarbeitete wichtige Anhaltspunkte, wie sie diese gewinnbringend einsetzen kann. Im Fleischerei-Alltag kann KI vor allem im automatisierten Schriftverkehr und in der digitalen Kundenkommunikation zum Einsatz kommen. So können Abläufe erheblich vereinfacht und Services auf ein neues Level gehoben werden. 
 

Perfekte Ergänzung zur “Fleischerei 2.0”

Darüber hinaus arbeitet die Fleischerei Mosshammer daran, ihre Produkte sogar über die Ladenöffnungszeiten hinaus an Kund:innen zu bringen. Digitalisierung sei Dank. Zum einen wurde ein Onlineshop eingerichtet, zum anderen bieten Fleischautomaten in Graz rund um die Uhr Erzeugnisse von Mosshammer an.

Nach Jahren der großen Catering-Aufträge kehrt man zu den Wurzeln der Fleischerei zurück. Neben den digitalen Vertriebswegen werden unter anderem Seminare zum Grillen und Kochen mit Fleisch abgehalten und eine Produktreihe “Essen im Glas” entwickelt, die sich für den Verkauf per Automaten besonders eignet. “Es wird noch viel zu tun, zu machen und neu zu denken sein und Geschichten wie KI werden ganz bestimmt auch für die ‘Fleischerei 2.0’ eine wichtige Rolle spielen”, sagt Joseph Mosshammer.

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
Mehr erfahren

Bleiben Sie verbunden

Jede Woche erhalten Sie ein Update von der FFG in Ihre Inbox. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit von unserem Newsletter abmelden.