Gewessler/Kocher: Acht COMET-Zentren für Österreich genehmigt

FFG: 79 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau von Kompetenzzentren für exzellente Technologien und anwendungsorientierte Spitzenforschung in Österreich
Mit der heutigen Entscheidung wird ein gänzlich neu formiertes Kompetenzzentrum und sieben bereits bestehende COMET-Zentren mit knapp 79 Millionen Euro durch die öffentliche Hand gefördert. Über das Klimaschutz- und das Wirtschaftsministerium werden dafür rund 53 Millionen Euro an Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Weitere 26 Millionen Euro werden durch die beteiligten Bundesländer finanziert. Die Unternehmenspartner der neuen K1-Zentren werden mit dieser Entscheidung insgesamt knapp 90 Millionen Euro und die wissenschaftlichen Partner 9 Millionen Euro investieren. Das Programm-Management erfolgt durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Klima, Krieg, Energiewende, Pandemie: vor allem diese Themen halten aktuell die ganze Welt in Schach. Aber Forschung, Innovation und Kooperation geben uns tragfähige Lösungen in die Hand. Damit es gelingt, die ökologische Wende zu schaffen und eine nachhaltige und resiliente Wirtschaft gestalten. Und genau das fördern wir mit dem Exzellenzprogramm COMET“, betont Klimaschutzministerin Leonore Gewessler anlässlich der heute bekanntgegebenen COMET-Förderentscheidung.

Das COMET-Programm ist ein österreichisches Erfolgsmodell. Die gemeinsam von Wirtschaft und Wissenschaft betriebene Forschung auf hohem Niveau stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort und sichert Österreich einen Platz im Spitzenfeld der internationalen Forschung. Damit werden hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher anlässlich der Bekanntgabe der bewilligten COMET-K1-Zentren.

Die COMET-Kompetenzzentren forschen in jenen Bereichen, die für die österreichische Wirtschaft strategisch wichtig sind und erarbeiten Lösungen in den Schlüsselthemen wie Klimaschutz, Digitalisierung, Mobilität und Gesundheit, oder Energie, Material und Produktion und sind damit zu einem unverzichtbaren Vorzeigeprojekt von erfolgreicher Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft geworden. COMET gibt den Unternehmen und Institutionen die dafür notwendige langfristige Planungssicherheit, ermöglicht Forschung auch in Risikobereichen und sorgt für eine unkomplizierte sowie flexible Projektabwicklung.

Für die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner ist COMET das rot-weiß-rote Flaggschiff-Programm unter den Forschungsförderungsprogrammen und für die heimische Forschungslandschaft seit mehr als 20 Jahren prägend: „Der Erfolg beruht auf der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ebenso wie auf der gemeinsamen Finanzierung von Bund, Ländern und den beteiligten Partnern und schafft so top Innovationen durch beste Kooperation.



Die 8 geförderten COMET-Zentren im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  1. BEST 4.0 - Shaping the Transition to a Sustainable and Climate-Friendly Bioeconomy in Graz, Wien, Wieselburg

    BEST - Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH

    Beteiligte Länder: Steiermark, Niederösterreich, Wien

  2. HyCentA - Hydrogen Research Centre Austria in Graz

    HyCentA Research GmbH

    Beteiligte Länder: Steiermark, Oberösterreich, Tirol, Wien

  3. INTEGRATE - Competence Center for Integrated Software and AI Systems in Hagenberg

    Software Competence Center Hagenberg GmbH

    Beteiligte Länder: Oberösterreich

  4. K1-MET - Competence Center of Sustainable Digitalized Metallurgy for a Climate Neutral and Resource Efficient Planet in Linz

    K1-MET GmbH

    Beteiligte Länder: Oberösterreich, Steiermark, Tirol

  5. Know-Center – Research Center for Trustworthy AI & Data in Graz

    Know-Center GmbH

    Beteiligte Länder: Steiermark, Tirol, Wien

  6. LEC GETS - LEC-Green Energy and Transportation Systems in Graz

    LEC GmbH

    Beteiligte Länder: Steiermark, Salzburg, Tirol

  7. RCPE - Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH in Graz

    Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH

    Beteiligte Länder: Steiermark

  8. WOOD - Transition to a sustainable bioeconomy in Linz, Tulln und St. Veit/Glan

    Kompetenzzentrum Holz GmbH

    Beteiligte Länder: Oberösterreich, Kärnten, Niederösterreich

Das COMET Netzwerk besteht nun aus 5 COMET-Zentren (K2), 19 COMET-Zentren (K1), 16 COMET-Projekte und 12 COMET-Module. In COMET-Zentren, -Projekten und -Modulen arbeiten rund 1.846 Forscherinnen und Forscher an der Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren.

Existierende COMET-Zentren (K1), die bei der Einreichung in dieser Ausschreibung keinen Erfolg hatten, haben nun die Möglichkeit sich um ein einjähriges "Phasing-out" zu bewerben. Es dient dazu, die begonnenen Forschungsarbeiten im Zentrum sinnvoll abzuschließen und vor allem den dort arbeitenden Forscher:innen optimale Bedingungen für ihre weitere berufliche Zukunft zu schaffen. Die jährliche Förderung für das Phasing-Out wird auf maximal 50% der durchschnittlichen jährlichen Förderung der letzten Förderungsperiode begrenzt.

Des Weiteren startet im November 2022 die nächste Ausschreibung COMET-Projekte (Deadline 25.04.2023). Abgelehnte COMET-Zentren sind antragsberechtigt. 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Josephine Lechner, Pressesprecherin des Bundesministers Martin Kocher

+ 43 1 711 00 – 805649

[email protected]

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

Martina Stemmer, Pressesprecherin der Bundesministerin Leonore Gewessler

+43 1 71162-658114

[email protected]

www.bmk.gv.at

FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Linde Tuscher, Pressesprecherin

+43 664 8569028

[email protected]

 

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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