Mission Klimaneutrale Stadt – Pionier-Großstadt Ausschreibung 2026

Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds (KLIEN) haben mit der Mission „Klimaneutrale Stadt“ einen Schwerpunkt gesetzt, der das Erreichen der Klima- und Energieziele durch Forschung, Technologie und Innovation (FTI) beschleunigen wird. Die öffentlich-öffentliche Kooperation im Rahmen dieser Ausschreibung soll städtische Aktivitäten um Strategien und Maßnahmen zur Stärkung der urbanen Resilienz insbesondere gegenüber klimabedingten Risiken erweitern. Dabei wird eine integrierte Gesamtbetrachtung angestrebt, die neben technischen Maßnahmen auch soziale, institutionelle und systemische Dimensionen der Resilienz berücksichtigt.

Was wird gefördert?

Ziel ist es, im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation durch den Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen in Pionierstädten innovative Lösungen zur Stärkung der urbanen Resilienz zu entwickeln und durch die Umsetzung von Pionierstadtprojekten, zu beschleunigen. Dabei sollen in den Pionierstädten neben Klimawandelanpassung auch weitere Querschnittsthemen wie Gesundheit und Umweltbedingungen, Lebens- und Aufenthaltsqualität, attraktive öffentliche Räume, aktive Mobilität, Baukultur, gesellschaftliche Teilhabe, Akzeptanz, Finanzierung und Folgekosten adressiert werden.

Ambition der Pionierstädte

Folgende 3 Ambitionsniveaus sind verpflichtend anzustreben:

  1. Governance

Ziel ist es, urbane Resilienz insbesondere gegenüber den Folgen des Klimawandels systematisch und dauerhaft in der städtischen Verwaltung sowie in politischen und administrativen Entscheidungsprozessen zu verankern.

  1. Forschung und Umsetzung

Mindestens drei ambitionierte Pionierstadtprojekte zur Stärkung urbaner Resilienz, insbesondere im Kontext der Klimawandelanpassung, initiieren und vorantreiben.

  1. Lernumgebung

Ziel ist es urbane Resilienz – insbesondere durch Klimawandelanpassung – in der Stadt konsequent zu verankern und diese als (stadt-)regionale, nationale und internationale Lernumgebung für Städte, Kommunen, Bundesländer und den Bund zu etablieren.

Für die Pionierstadt-Kooperationsverträge ist eine Laufzeit von 3 Jahren vorgesehen.

Wer wird gefördert?

Gesucht werden Großstädte ab 50.000 Einwohner:innen, die mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und dem Klima- und Energiefonds (KLIEN) eine Partnerschaft eingehen. 

In bestehenden Pionierstadt-Partnerschaften der Mission „Klimaneutrale Stadt“ befassen sich Städte intensiv mit Fragestellungen des Klimaschutzes. Städte, die an einer solchen Partnerschaft teilnehmen, sollen mit der geplanten „Pionierstadt – Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte“ synergetisch an bestehende Aktivitäten anknüpfen und vorhandene Strukturen und Ressourcen effizient nutzen. 

Auch Städte ohne bestehende Partnerschaft sind ausdrücklich eingeladen, sich an der aktuellen Ausschreibung zu beteiligen.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Finanzierung der Städte der Pionierstadt-Partnerschaft erfolgt in Form eines Finanztransfers und beträgt maximal € 700.000 pro Stadt. Die angefallenen Kosten werden zu 100% ausgeglichen (kostendeckend, ohne Gewinnaufschlag).

Für diese Ausschreibung stehen rund 8 Millionen EUR zur Verfügung. Das für die Partnerschaften zur Verfügung stehende Budget stammt aus Mitteln des BMIMI und des Klima- und Energiefonds (Jahresprogramm 2025).

Was sind die Einreichkriterien?

Die genauen Einreichkriterien finden Sie im Ausschreibungsleitfaden. Sämtliche Dokumente finden Sie ab dem Ausschreibungsstart im Bereich Ausschreibungsdokumente weiter unten auf dieser Seite. 

Ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit jedenfalls Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung (weitere Teilnehmende sind möglich) und FFG (optional gemeinsam mit BMIMI und Klima- und Energiefonds) hat bis 08.09.2026 zu erfolgen.

Vereinbaren Sie einen Termin und senden Sie im Vorfeld eine Projektskizze an uns, um das Gespräch effizient gestalten zu können. Eine Vorlage für die Projektskizze finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Wie erfolgt die Einreichung?

Die Einreichung ist ausschließlich elektronisch und vor Ablauf der Einreichfrist via eCall möglich. 

Die inhaltliche Beschreibung des Vorhabens, die Aufgaben und Kompetenzen der Stadt sowie die Projektkosten sind online im eCall einzutragen. 

Verpflichtende Anhänge

Folgende verpflichtende Anhänge sind zusätzlich im eCall hochzuladen:

  • Gemeinderatsbeschluss oder je nach Gemeindeordnung adäquates Dokument
  • Strukturplan
  • Ressourcenplan

Nutzen Sie unser eCall-Tutorial!

Wann gibt es eine Entscheidung?

Das Evaluierungsergebnis liegt voraussichtlich im November 2026 vor.

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