Nationale Umsetzung der EU-Missionen

Die nationale Umsetzung der EU-Missionen vereint nationale & europäische Expertise, um bis 2030 entscheidende Fortschritte bei Krebsforschung, Klimaschutz und Biodiversität zu erreichen. Diese Initiativen zielen darauf ab, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen durch innovative Lösungsansätze zu bewältigen.

Die EU-Missionen sind mutige, inspirierende und für die Bürger:innen gut sichtbare Vorhaben, die den Mehrwert europäischer Investitionen in Forschung und Innovation verdeutlichen. Sie wurden von führenden Fachleuten aus ganz Europa gemeinsam mit der Öffentlichkeit erarbeitet und werden die europäische Forschung in den nächsten Jahren prägen. Ihr Ziel ist es, bis 2030 die Erkennung und Behandlung von Krebs nachhaltig zu verbessern sowie Lösungen zu entwickeln für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere städtische und natürliche Umwelt und für die Biodiversitätskrise.

Nationale Umsetzung: Unsere Ziele für Österreich

Für Österreich haben Expert:innen in fünf Fachgruppen, den Mission Action Groups, die europäischen Missionsziele an die nationalen Bedürfnisse angepasst. Die neu eingerichtete Mission Management Unit unterstützt die Koordination der nationalen Missionen und ist in der FFG angesiedelt. In Österreich bündeln wir die Kräfte von Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft, Institutionen und Bevölkerung, um folgende nationale Ziele zu erreichen:

Die Mission Management Unit (MMU)

Die ehrgeizigen Zielsetzungen der EU-Missionen erfordern ein beherztes Eingreifen und ebenso ambitionierte Maßnahmen in Österreich. Das Potential ist riesig! Die Mission Management Unit in der FFG wurde aufgebaut, um genau dieses Potential zu nutzen. Unter der Leitung von Sascha Ruhland begleitet die MMU den Prozess der Konkretisierung und Umsetzung der Maßnahmen in Österreich. 

Gemeinsam mit den Partner:innen in der Verwaltung, Forschung, in den Unternehmen, NGOs und den Bürger:innen arbeitet die MMU auf Maßnahmen hin, die Bestehendes stärken und Innovationen fördern. Die Beteiligung ist groß (siehe teilnehmende Institutionen in den Missionen), und es gibt immer Raum für mehr Engagement.

Die Aufgaben der MMU umfassen:

  • die Zusammenarbeit mit allen relevanten Kompetenzträrger:innen und Stakeholdergruppen,
  • die Unterstützung der Entwicklung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen,
  • die Mitwirkung beim Monitoring der Umsetzung und
  • die Unterstützung des Zusammenwirkens der nationalen und europäischen Ebene.

Das nächste große Ziel ist die Umsetzung der 5 Aktionsplänen, eine für jede EU-Mission. Zusammen mit den engagierten Partner:innen aus den jeweiligen Bereichen erarbeitet die MMU Pläne, die den Weg zum Missionserfolg legen sollen. Die Aktionspläne beinhalten ein Maßnahmenportfolio, das über die nächsten Jahre umgesetzt und die ehrgeizigen Ziele der EU-Missionen erreichen wird. Interessiert? Auf den Seiten der jeweiligen Mission finden sich dazu mehr Informationen.

Mission Facility

Die Mission Facility unterstützt die nationale Umsetzung der EU-Missionen durch das Organisieren spezialisierter Trainingsformate und die Erstellung grundlegender Begleitstudien, beispielsweise das Monitoring & Evaluierungsframework und Policy Papers. Sie ist ein Zusammenschluss von 4 Organisationen (AIT, Joanneum Research, ZSI, Fraunhofer ISI) und agiert im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF). Zu ihren Leistungen gehören:

  • Erstellen einer Wirkungslogik der nationalen Umsetzung der EU-Missionen
  • Entwickeln eines Monitoring- und Evaluierungsframeworks für die EU-Missionen in Österreich
  • Veranstaltung von Trainings, die spezifisch auf die nationale Umsetzung zugeschnitten sind (z.B.: Citizen Engagement, transdisziplinäre Zusammenarbeit, Whole-of-Government Zugang. etc.)
  • Organisation reflexiver Formate

Mehr Informationen finden Sie hier.

Aktuelle Entwicklungen und Ausschreibungen auf nationaler Ebene

Um große Herausforderungen anpacken zu können, braucht es gutes Werkzeug und ein gutes Verständnis. Die nationale Umsetzung der EU-Missionen setzen auf beides: Jedes Bundesland kann mit seinem Wissen und Potential beitragen. Die Mission Management Unit veranstaltet mit den Landesregierungen und lokalen Partnern Austauschveranstaltungen in jedem Bundesland. Dadurch können Interessierte ihre Expertise zu den EU-Missionen direkt und individuell einbringen. 

Selbstverständlich steht darüber hinaus eine Vielzahl an Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung, die die nationalen EU-Missionen unterstützen:

  • Ausschreibung "Expedition Zukunft: Challege Nature-based Soultions" bis 20. August 2026 geöffnet

    Der Klimawandel setzt Österreichs natürliche Lebensgrundlagen zunehmend unter Druck: Häufigere Hitzeperioden, veränderte Niederschlagsmuster sowie Extremereignisse wie Hochwasser oder langanhaltende Trockenperioden wirken sich massiv auf Wasserhaushalt, Böden, Biodiversität und Siedlungsräume aus. Verankert im Kontext der nationalen Umsetzung der EU-Missionen und mit gezieltem Beitrag zu den missionsspezifischen Zielen für gesunde Böden, saubere Gewässer und Klimaanpassung fördert die FFG mit der Challenge „Nature-based Solutions" im Rahmen der Initiative Expedition Zukunft innovative Ansätze, die Prinzipien aus der Natur auf technische, industrielle oder gesellschaftliche Anwendungen übertragen.  Hier geht's zur Ausschreibung.

  • Einladung Veranstaltung: FFG Forum Side-Event "Umsetzung (er)leben"

    Wie wird aus europäischer Missionspolitik gelebte Praxis? Dieses Side Event im Rahmen des FFG Forums 2026 stellt die nationale Implementierung der fünf EU-Missionen in den Fokus, bringt inspirierende Umsetzer:innen auf die Bühne und schafft Raum für gemeinsamen Austausch. Am 9. September 2026, 10:00–12:00 Uhr, im MuseumsQuartier Wien laden wir ein, die zentralen Umsetzungsherausforderungen je Mission zu diskutieren und konkrete Lösungsansätze mit Zeithorizont 2030 zu entwickeln. Jetzt anmelden und Teil der Diskussion werden. Hier geht's zu Anmeldung.

  • Einladung Veranstaltung: Jahrestagung Missionsorientierte Innovationspolitik "Umsetzung mit Impact"

    Einmal jährlich bringt die Jahrestagung Missionsorientierte Innovationspolitik die zentralen Akteur:innen aus Forschung, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um den Stand der nationalen Umsetzung der EU-Missionen zu reflektieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Am 13. Oktober 2026 im TechGate Wien bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und strategische Diskussion rund um die fünf Missionen. Von gesunden Böden bis zur klimaneutralen Stadt. Jetzt anmelden und Teil der Gemeinschaft werden, die missionsorientierte Innovation in Österreich vorantreibt. Hier geht's zur Anmeldung.

Kontakt

RUHLAND Sascha

Sascha RUHLAND

Head of Mission Management Unit
+43 577 55-4020 +43 664 7 82434-76 E-Mail senden
HERLITZE Ines

Ines HERLITZE

Missionsmanagerin Krebs
+43 577 55-4016 +43 664 8 84569-85 E-Mail senden
HERRMANN Sandra

Sandra HERRMANN

Missionsmanagerin Klimawandelanpassung
+43 577 55-4017 +43 664 8 56900-0 E-Mail senden
THOMPSON Elisabeth

Elisabeth THOMPSON

Missionsmanagerin Böden
+43 577 55-4018 +43 664 8 84569-75 E-Mail senden
WEDENIG Claudio

Claudio WEDENIG

Missionsmanager Wasser & Gewässer
+43 577 55-4019 +43 664 7 82435-22 E-Mail senden

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
Mehr erfahren

Bleiben Sie verbunden

Jede Woche erhalten Sie ein Update von der FFG in Ihre Inbox. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit von unserem Newsletter abmelden.