Expedition Zukunft: Challenge Nature-based Solutions

Einreichung von 24.02.2026 bis 20.08.2026 (12:00 Uhr)

Frau in der Natur und vor einem Wasserfall
FFG
Wir suchen Visionär:innen, Innovator:innen und Andersdenker:innen, die mit bahnbrechenden Ideen einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit lösen wollen! Im Rahmen von Expedition Zukunft, finanziert von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung durch den Fonds Zukunft Österreich und unter Berücksichtigung der nationalen Umsetzung der EU-Missionen wird die Challenge Nature-based Solutions ausgeschrieben.

Worum geht es in der Challenge Nature-based Solutions?

Der Klimawandel stellt Österreichs natürliche Lebensgrundlagen zunehmend unter Druck. Häufigere Hitzeperioden, veränderte Niederschlagsmuster sowie Extremereignisse wie Hochwasser, Muren oder langanhaltende Trockenphasen wirken sich massiv auf Wasserhaushalt, Böden, Biodiversität und Siedlungsräume aus. Nature-based Solutions bieten einen vielversprechenden Ansatz, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Diese Challenge ist im Kontext der nationalen Umsetzung der EU-Missionen verankert und trägt gezielt dazu bei, die missionsspezifischen Ziele zu adressieren.

Wonach suchen wir?

In der Challenge Nature-based Solutions suchen wir bahnbrechende Innovationen, die Funktionsprinzipien aus der Natur für technische, industrielle oder gesellschaftliche Anwendungen übernehmen und dabei zeigen, wie wir „mit“ statt „gegen“ die Natur arbeiten können.

Eingereicht werden sollen Lösungen, die messbar zur Regeneration von Böden, zum Schutz von Wasser und zur Anpassung an die Auswirkung des Klimawandels beitragen.

Was sind naturbasierte Lösungen?

Naturbasierte Lösungen sind Maßnahmen, die von der Natur inspiriert sind. Sie nutzen natürliche Prozesse, um Land-, Wasserökosysteme zu schützen, wiederherzustellen und nachhaltig zu bewirtschaften. Sie sind standortangepasst, ressourcenschonend, fördern Biodiversität und stärken essenzielle Ökosystemleistungen wie Schutz vor Extremwetter und die Sicherung von Wasser-, Nahrungs- und Rohstoffversorgung. Naturbasierte Lösungen wirken über viele Bereiche hinweg und stärken die Widerstandskraft von Umwelt und Gesellschaft.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Sondierungsprojekte und Kooperative F&E-Projekte. Die Projekte müssen innovative, naturbasierte Lösungen für technische, industrielle oder gesellschaftliche Anwendungen entwickeln. Eingereichte Lösungen sollen zur Regeneration von Böden, zum Schutz von Wasser und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen.

Sondierungsprojekt Kooperatives F&E-Projekt
Sondierung einer bahnbrechenden Idee Experimentelle Entwicklung oder Industrielle Forschung
Einzelantragsteller:in möglich Konsortium erforderlich
Klare Gründungs- und Verwertungsabsicht insbesondere bei Forschungseinrichtungen

Konsortialführer muss ein KMU sein. 

Max. 50 % der Kosten sind in Summe bei Forschungseinrichtungen möglich

Mögliche Ergebnisse:

  • Machbarkeitsstudien
  • Analysen von Problemen und Ursachen
  • Erarbeitung erster Lösungskonzepte etc.

Mögliche Ergebnisse:

  • Experimentelle Entwicklung: Konzeption neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen etc.
  • Industrielle Forschung: Entwickeln von Teilen komplexer Systeme, Bau von Prototypen in Laborumgebung etc.
Max. Förderhöhe: 100.000 EUR Max. Förderhöhe: 300.000 EUR
Max. Laufzeit: 1 Jahr Max. Laufzeit: 2 Jahre

Wer wird gefördert? 

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen
  • Sonstige nicht wirtschaftliche Einrichtungen
  • Vereine  
  • Einzelpersonen sowie Firmen in Gründung

Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) sind von einer Förderung ausgeschlossen. Informationen zur Einstufung finden Sie hier.

Nicht teilnahmeberechtigt:

  • Landwirtinnen und Landwirte
  • Großunternehmen

Landwirt:innen sind in den Sektoren der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse nicht einreichberechtigt.

Ihnen steht jedoch offen, im Rahmen anderer unternehmerischer Tätigkeiten bei der Challenge Nature-based Solutions einzureichen. Hierbei muss jedoch eine klare Trennung der Tätigkeiten bzw. die Zuweisung der Kosten in Bezug auf die zuvor genannten Sektoren gewährleistet sein.

Alternativ können Landwirt:innen als Subauftragnehmende eines Konsortialpartners im Projekt eingebunden werden.

Hinweis: Vereine oder Gemeinden sind häufig in einen Landesverbund eingebunden und gelten daher oft als Großunternehmen. 
Erfahren Sie mehr über die KMU-Einstufung.

Wie hoch ist die Förderung? 

Das Gesamtbudget der Challenge Nature-based Solutions beträgt 1,5 Mio. EUR.

  • Sondierung: maximal 100.000 EUR, bis zu 80 %, Laufzeit maximal 12 Monate
  • Kooperatives F&E-Projekt: maximal 300.000 EUR, bis zu 85 %, Laufzeit maximal 24 Monate

Zusätzlich zur monetären Unterstützung begleitet Sie die FFG mit einer zentralen Ansprechperson (Expeditions-Guide) und individuell auf das Vorhaben angepasste Services.

Welche Projekte können eingereicht werden?

Das Projekt muss einen klaren Bezug zur Challenge Nature-based Solutions haben und einem der Schwerpunkte Wasser, Boden oder Klimawandelanpassung zugeordnet werden. Eine Zuteilung zu einem Schwerpunkt hat keine Auswirkung auf die Förderungsentscheidung. Ordnen Sie sich bitte jenem Themenfeld zu, wo Sie überwiegend tätig sind.

Für kooperative F&E-Projekte ist eine Kooperation erforderlich.

Das Vorhaben muss einen klaren Beitrag zur Lösung der Challenge leisten und eine bahnbrechende Innovation darstellen.

Nach welchen Kriterien werden die eingereichten Projekte bewertet?

  1. Qualität des Vorhabens: Gefördert werden hoch innovative Projekte mit einer nachhaltigen Ausrichtung (ökologisch, sozial, ökonomisch). Transdisziplinarität ist von Vorteil, das heißt die Einbindung unterschiedlicher Disziplinen und Praxisakteure, wie z.B. Nutzer:innen.
  2. Eignung der Projektbeteiligten: Kriterien sind die Qualifikation der Projektbeteiligten, die Diversität und adäquate Besetzung des Teams sowie ausreichend Ressourcen.
  3. Nutzen und Verwertung: Es werden Vorhaben gefördert, die einen Nutzen für nachfolgende Forschungs-Technologie und Innovations-Projekte (FTI-Projekte) haben und die eine potentielle Verwertung ermöglichen. Schlussendlich soll die Lösung eine Anwendung in der Praxis finden.
  4. Programmrelevanz: Das Projekt muss zum Thema der Challenge passen und das Potential für große Veränderungen bei Nutzer:innen, in Märkten, in der Gesellschaft oder im technologischem Umfeld haben. Weiters muss das Projekt ein hohes Umsetzungsrisiko und ein großes Wirkungspotential (z.B. internationale Verwertung) aufweisen können.

Weitere Informationen zu den Einreichkriterien finden Sie im Ausschreibungsleitfaden und den beiden Instrumentenleitfäden.

Wie erfolgt die Einreichung? Wann gibt es eine Entscheidung?

Die Einreichung erfolgt elektronisch über das eCall-System der FFG.

Datum Ereignis Hinweis
24.02.2026 Einreichung möglich ab 12:00 Uhr eCall-System 
07.04.2026 Webinar, 11:00 bis 12:00 Uhr, freiwillige Teilnahme Rückfragen:  [email protected]
04.05.2026 Co-Creation Workshop, freiwillige Teilnahme Rückfragen:  [email protected]
20.08.2026 Einreichschluss um 12:00 Uhr eCall-System 
KW 43 oder 45 Jury und Hearing: Eine externe Jury aus Expert:innen zum Thema Wasser, Boden und Klimawandel sowie für bahnbrechende Innovationen sichtet und bewertet die Einreichungen Förderwerbende
Dezember 2026 Förderentscheidung Förderwerbende
Projektstart Expeditions-Guide Fördernehmende

Zentrale Ansprechpartner:innen und Services

Neben monetären Mitteln stellt Ihnen die FFG zusätzliche Leistungen zur Verfügung, um Sie bei Ihrer anspruchsvollen Expedition zu unterstützen.

So wird Ihnen nach Förderzusage ein Guide zugeteilt, welcher Sie während der Expedition und darüber hinaus betreut. In einem ersten Gespräch werden der Ablauf und die individuellen Unterstützungsmöglichkeiten besprochen. Dazu zählen die persönliche Kontaktvermittlung zu anderen Institutionen und Partnerorganisationen, eine Übersicht über die Förderlandschaft sowie Empfehlungen für weitere mögliche Förderungen. 

Zudem sind weitere hilfreiche Services für Ihre Expedition geplant. Die FFG stellt Ihnen ein Kontingent an Beratungstagen zu verschiedenen Themenfeldern zur Verfügung, zB Recht und Steuern. Diese Beratungstage können Sie nach je Bedarf einlösen. Außerdem werden Netzwerktreffen zum Austausch mit anderen Fördernehmenden und Gründer:innen organisiert. 

Dieses Angebot kann entscheidend zum Erfolg der Entwicklung von bahnbrechenden Innovationen beitragen. Daher sind manche Services im Vertrag verankert und dadurch verpflichtend.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns unter [email protected]

Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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