Digital Health Austria Leitprojekte 2026

Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen

Digital Health Austria unterstützt großvolumige, kooperative Leitprojekte, die digitale Innovationen mit konkreten Herausforderungen im Gesundheitssystem verbinden. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung innovativer digitaler Lösungen in enger Kooperation von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Akteur:innen der Gesundheitsversorgung. Gefördert werden Vorhaben, in denen Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung gemeinsam an anwendungsnahen, skalierbaren und gesellschaftlich relevanten Lösungen arbeiten.

Was wird gefördert?

Gefördert werden großvolumige, kooperative Leitprojekte mit hoher Relevanz für das österreichische Gesundheitssystem.

Die Projekte sollen digitale Innovationen mit organisatorischen, gesellschaftlichen und regulatorischen Fragestellungen verbinden und Lösungen entwickeln, die:

  • in realen Versorgungskontexten anwendbar sind, 
  • unterschiedliche Versorgungsrealitäten berücksichtigen, 
  • und perspektivisch skaliert und weiterentwickelt werden können. 

Im Fokus stehen Vorhaben mit klarer Anwendungs- und Umsetzungsperspektive, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung inter- und transdisziplinär zusammenbringen.

Wer wird gefördert?

Teilnahmeberechtigt sind
  • Unternehmen jeder Größe 
  • Forschungseinrichtungen  
  • Startups  
  • weitere relevante Organisationen im Rahmen eines Konsortiums 

Für die Einreichung ist ein Konsortium aus mindestens drei voneinander unabhängigen Partner:innen erforderlich. 

Das Mindestkonsortium umfasst
  • zwei Unternehmen mit Niederlassung in Österreich, davon mindestens ein KMU, sowie
  • eine Forschungseinrichtung mit Niederlassung in Österreich.

Je nach Projektvorhaben sollen unterschiedliche fachliche und praktische Perspektiven eingebunden werden. Dazu können – sofern sinnvoll und erforderlich – auch Akteur:innen aus Gesundheitsversorgung, Regulierung, Interessensvertretungen, Patient:innenorganisationen oder weiteren relevanten Bereichen beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) sind von einer Förderung ausgeschlossen. Informationen zur Einstufung finden Sie hier.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung erfolgt in Form eines nicht-rückzahlbaren Zuschusses von bis zu maximal 80 % der anerkennbaren Projektkosten

Die Vorhaben können den Forschungskategorien Industrielle Forschung (IF) oder Experimentelle Entwicklung (EE) zugeordnet werden. Die jeweilige Forschungskategorie wird dabei auf Ebene der einzelnen Arbeitspakete festgelegt.

  • Kleinunternehmen (KU) 60 bis 80 % (EE, IF)
  • Mittelunternehmen (MU) 50 bis 70  % (EE, IF)
  • Großunternehmen (GU) 35 bis 55 % (EE, IF)

Mehr erfahren: TRL Systematik (Technology Readiness Levels)

Was sind die Einreichkriterien?

Formale Kriterien
  • Registrierung und Einreichung über das elektronische eCall-System der FFG
  • Einhaltung der Einreichfristen
  • Vollständigkeit der Unterlagen (Projektbeschreibung, Kostenplan, Lebensläufe, ggf. Businessplan).
  • Teilnahme an einem verpflichtenden Einreichgespräch vor Antragstellung
  • Einreichung durch ein teilnahmeberechtigtes Konsortium gemäß Ausschreibungsleitfaden
Anforderungen an das Konsortium

Leitprojekte müssen von einem Konsortium aus mindestens drei voneinander unabhängigen Partner:innen eingereicht werden:

  • zwei Unternehmen mit Niederlassung in Österreich, davon mindestens ein KMU, sowie
  • eine Forschungseinrichtung mit Niederlassung in Österreich.

Je nach Projektvorhaben können weitere relevante Partner:innen eingebunden werden, beispielsweise aus Gesundheitsversorgung, Patient:innenorganisationen, Regulierung, öffentlicher Verwaltung oder anderen gesellschaftlich relevanten Bereichen.

Inhaltliche Kriterien

Die Bewertung der Projekte erfolgt insbesondere anhand folgender Kriterien:

  • Innovationsgehalt
    Innovationshöhe, wissenschaftlich-technische Qualität sowie ambitionierte und nachvollziehbare Forschungs- und Entwicklungsziele.
  • Projektziele und Qualität der Umsetzung
    Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Projektziele, Qualität des Lösungsansatzes, Angemessenheit der Methoden sowie Plausibilität des Arbeitsplans.
  • Nutzen und Verwertung
    Erwarteter Nutzen für Anwender:innen und das Gesundheitssystem, Umsetzungsperspektive, Marktpotenzial sowie Qualität der Verwertungsstrategie.
  • Qualität des Konsortiums und Ressourcen
    Fachliche und organisatorische Kompetenzen der Projektpartner:innen, Qualität der Zusammenarbeit sowie Angemessenheit der Ressourcen.
  • Beitrag zu den Ausschreibungszielen
    Beitrag zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens, Anwendungsorientierung, systemische Wirkung sowie Relevanz für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung.
Projektspezifische Anforderungen

Leitprojekte sollen

  • über klassische Forschungs- und Entwicklungsprojekte hinausgehen
  • wissenschaftliche Exzellenz mit hoher Umsetzungsorientierung verbinden
  • eine klare Perspektive für Anwendung und systemische Wirkung aufweisen
  • Lösungen entwickeln, die in realen Versorgungskontexten erprobt, implementiert und skaliert werden können.
Wichtiger Hinweis

Bitte lesen Sie vor der Einreichung den Ausschreibungsleitfaden sowie den Instrumentenleitfaden sorgfältig durch – insbesondere die Kapitel zu: 

  • Teilnahmevoraussetzungen 
  • Anforderungen an das Konsortium
  • Bewertungskriterien 
  • Sowie Förderungsbedingungen

Bitte füllen Sie im eCall alle Fragestellungen zur Projektbeschreibung, zu den Arbeitspaketen, zum Kostenplan und zur Finanzierung vollständig und nachvollziehbar aus. Nur vollständige Anträge können entsprechend der Förderkriterien bewertet werden.

Wie erfolgt die Einreichung?

Allgemeines zur Registrierung im eCall

Alle relevanten Leitfäden und Vorlagen finden Sie auf dieser Seite. Die Einreichung erfolgt über den eCall der FFG.

Noch keine Organisation gegründet?
Dann bei der eCall-Registrierung:

  • Auswahl bei „Meine Organisation ist“: Unternehmerisch tätig
  • Auswahl bei „Identifikationsnummer“: Keine ID
  • Persönliche Daten und Geburtsdatum eintragen

Nach Gründung: Organisationsdaten im eCall aktualisieren (Button: Änderung der Organisationsdaten bekanntgeben)

Wie vereinbare ich das verpflichtende Einreichgespräch?

Vor Einreichung eines Förderantrags ist pro Konsortium ein verpflichtendes Einreichgespräch mit Vertreter:innen der FFG sowie der aws und der LBG durchzuführen.

Die Terminbuchung erfolgt online über folgendes Buchungssystem: Termino-Buchung

Wichtige Hinweise zur Buchung
  • Bitte buchen Sie nur einen Termin pro Konsortium.
  • Sollten Sie einen gebuchten Termin nicht wahrnehmen können, ersuchen wir um rechtzeitige Absage.
  • Die Gespräche finden online statt.
  • Nach erfolgreicher Buchung erhalten Sie automatisch den entsprechenden Zoom-Link.
Ablauf des Gesprächs

Im Rahmen des Gesprächs ist eine kurze Präsentation des geplanten Vorhabens vorgesehen. Dafür stehen ca. 10 bis 15 Minuten zur Verfügung.

Die Präsentation sollte insbesondere folgende Punkte umfassen:

  • Ziel und Inhalt des Vorhabens
  • zentrale Projektpartner
  • grobe Kostenplanung

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zur Ausschreibung und zum Förderformat zu klären. Darüber hinaus erfolgt eine erste Einschätzung zur generellen Passung des Vorhabens zur Ausschreibung bzw. zum Förderformat.

Die Einreichgespräche sind verpflichtend, stellen jedoch keine Vorbewertung oder Vorentscheidung im Hinblick auf die spätere Antragstellung dar.

Wann gibt es eine Entscheidung?

Nach Einreichung der Anträge erfolgt eine Begutachtung durch externe Fachgutachter:innen.

Auf Basis dieser Begutachtungen spricht ein Bewertungsgremium eine Förderungsempfehlung aus. Die Sitzung des Bewertungsgremiums ist derzeit für Ende Februar / Anfang März 2027 vorgesehen.

Die finale Förderentscheidung wird durch die Geschäftsführung der FFG getroffen.

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Über die FFG

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.
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