Budgetumschichtungen in Horizon 2020

Jeder Fördervertrag enthält ein nach Projektteilnehmern (Organisationen) und Kostenkategorien gegliedertes Budget, in dem die voraussichtlichen Kosten geschätzt werden. Im Verlauf des Projekts kommt es regelmäßig zu Abweichungen der realen von den geschätzten Kosten. In solchen Fällen ist eine Budgetumschichtung notwendig. Die Obergrenze des Budgets ist jedoch unveränderlich.

Solange das Projekt wie geplant durchgeführt wird – sich also die Projektaufgaben und deren Verteilung zwischen den Partnern nicht ändern –, sind Budgetumschichtungen ohne Zustimmung des Fördergebers (EU-Kommission bzw. Förderagentur) möglich.In diesem Fall sind lediglich die internen Regelungen des Konsortiums im Konsortialvertrag zu beachten, der festlegt, welches Gremium mit welcher Mehrheit über Budgetumschichtungen zu entscheiden hat.

Eine Änderung des Grant Agreement (Amendment) ist dann erforderlich, wenn es zu einer „signifikanten Änderung“ der Arbeit kommt oder wenn sich während des Projekts die Notwendigkeit zusätzlicher Subcontracts ergibt und der Projektteilnehmer nicht das Risiko einer nachträglichen Aberkennung eingehen möchte.

Budgetumschichtung Vertragsänderung nötig?
Von einem Partner zu einem anderen Partner NEIN
Von einer Budgetkategorie zu einer anderen Budgetkategorie (selber Partner) NEIN
Von einer Abrechnungsform zur anderen (z.B. actual costs/unit costs) bei den Personalkosten NEIN
"Signifikante Änderung" der Arbeit (z. B. Budgetänderung wegen Verschiebung eines Tasks zu einem anderen Partner) JA
Nicht budgetierte Subcontracts JA empfohlen
(nachträgliche Anerkennung auf Risiko des Projektteilnehmers)

Nähere Informationen finden Sie im Annotated Grant Agreement (AGA), Artikel 4.