Vertragsänderung in Horizon 2020

Wenn sich während eines laufenden Projekts Änderungen bei den projektspezifischen Daten, der Projektbeschreibung (Annex 1) oder dem Budget (Annex 2) ergeben, ist häufig eine offizielle Änderung des Grant Agreement (GA) nötig. Die Abwicklung erfolgt rein elektronisch im Funding & Tender Opportunities Portal.

Wann ist eine Vertragsänderung ("Amendment") notwendig?

Unter anderem in folgenden Fällen:

  • Ausstieg/Aufnahme eines/r Projektteilnehmers/in
  • Wechsel des/r Koordinators/in (mit oder ohne dessen/deren Einverständnis)
  • Änderungen in Bezug auf "Linked Third Parties"
  • Teilweise Übernahme („partial takeover“) eines/r Projektteilnehmers/in
  • Vorzeitige Beendigung ("Terminierung") des Projekts
  • Änderung von Optionen im GA
  • Änderungen des Annex 1 (Änderung von Projektname/-akronym/-dauer, signifikante Änderung von Tasks usw.)
  • Änderungen des Annex 2, die der Zustimmung der EU-Kommission/Förderagentur bedürfen
 

Bitte beachten Sie, dass die Mindestteilnahmebedingungen auch nach der Vertragsänderung erfüllt sein müssen.
 

Wann ist keine Änderung des Grant Agreement nötig?

Ändern sich die Daten (Name, Rechtsform, Anschrift etc.) einer Organisation, sind sie durch den LEAR (Legal Entity Appointed Representative) der Organisation im Funding & Tender Opportunities Portal zu aktualisieren.

Budgetumschichtungen erfordern nur dann ein Amendment, wenn es zugleich zu einer signifikanten Änderung der Projektarbeit kommt. Bei nicht geplanten Subcontracts und Sachleistungen Dritter hat der/die ProjektteilnehmerIn die Wahl zwischen einer Vertragsänderung und einer nachträglichen Anerkennung auf eigenes Risiko.

Wie läuft das Amendment ab?

Das Amendment wird papierlos im Funding & Tender Opportunities Portal beantragt und abgewickelt. Die Initiative dazu geht in den meisten Fällen vom Konsortium aus, es gibt aber auch Amendments auf Antrag der EU-Kommission/Förderagentur.

Nachdem die konsortiumsinternen Entscheidungen (laut Konsortialvertrag) getroffen wurden, stellt der/die KoordinatorIn einen „Amendment Request“. Die EU-Kommission/Förderagentur hat 45 Tage Zeit, auf den Antrag zu reagieren. Sie kann

  • dem Antrag zustimmen („Agreement“);
  • den Antrag ablehnen („Rejection“), wobei auch ein nicht fristgerechtes Reagieren als Ablehnung gilt oder
  • zusätzliche Informationen anfordern und/oder die Frist verlängern, um den Antrag genauer zu prüfen.

 

Jeder "Amendment Request" wird als Paket angesehen, das nur als Gesamtes angenommen oder abgelehnt werden kann (sollte das nicht erwünscht sein, müssen die Anträge einzeln gestellt werden). Eine nachträgliche Änderung eines "Amendment Requests" ist nicht möglich. Die Änderungen treten mit der elektronischen Unterzeichnung in Kraft. Sie werden entweder an diesem Tag wirksam oder zu einem anderen Zeitpunkt, der zwischen den Vertragsparteien vereinbart wurde (allenfalls auch rückwirkend).

Detaillierte Informationen finden Sie ...

Kontakt

Mag. Martin Baumgartner
Mag. Martin Baumgartner
Nationale Kontaktstelle Recht und Finanzen
T +43 5 7755 4008
martin.baumgartner@ffg.at
Mag. Tamara-Katharina Mitiska
Mag. Tamara-Katharina Mitiska
Expertin Recht und Finanzen
T +43 5 7755 4009
tamara-katharina.mitiska@ffg.at
Robert Worel
Robert Worel
Assistent
T +43 5 7755 4611
robert.worel@ffg.at